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Zur Studie
https://ots.de/v3YjLV
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München (ots) -
- Verbraucherinnen und Verbraucher nutzen Gesundheits-Apps und vernetzte Geräte
primär zur Verbesserung ihres Lebensstils (33%).
- Mit zunehmendem Alter sinkt das Interesse an Health-Apps und Wearables
deutlich.
- Die große Mehrheit (83%) befürwortet die Einbindung der Gesundheitsdaten in
die medizinische Versorgung.
Das Potenzial von Health-Apps und vernetzten Geräten für einen gesünderen
Lebenswandel schöpfen die Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland längst
nicht aus, wie eine aktuelle Deloitte-Befragung zeigt. Mobile Health wird
derzeit vor allem von jüngeren Menschen zur Optimierung ihres Alltags
eingesetzt. Die am häufigsten genannten Nutzungsmotive sind die Verbesserung des
Lebensstils (33%), das Überwachen des eigenen Gewichts (25%) und die
Selbstoptimierung (25%). Zur Überwachung chronischer Krankheiten oder auf
Empfehlung ihres Arztes verwenden hingegen nur 18 und 13 Prozent besagte
Anwendungen und Geräte. Den größten Mehrwert der Apps und Tracker sehen
Verbraucherinnen und Verbraucher in den Bereichen Bewegung (23%), Schlaf (10%)
und Ernährung (9%). Medizinische Anwendungsfelder wie Herzgesundheit (7%) oder
Telemedizin (6%) spielen auch hier eine geringere Rolle. Ganze 30 Prozent der
Befragten nehmen keinen spürbaren Nutzen für ihre Gesundheit durch Smartphones
oder Wearables wahr.
Obwohl digitale Gesundheitslösungen ein großes Potenzial für Prävention und
Gesundheitsmanagement bieten, stoßen sie bei älteren Menschen auf geringeres
Interesse. Während beispielsweise 80 Prozent der 25- bis 34-Jährigen eine
Smartwatch nutzen oder deren Anschaffung in Betracht ziehen, trifft dies bei den
Über-65-Jährigen nur auf 44 Prozent zu. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der
Erfassung persönlicher Gesundheitsdaten: Jüngere Befragte messen der Beobachtung
ihrer Vitalwerte deutlich mehr Bedeutung bei als ältere Generationen. Über alle
Altersgruppen hinweg bleibt eine einfache Bedienung die wichtigste Voraussetzung
für die Nutzung digitaler Gesundheitsangebote (77%). Gleichzeitig ist die
Zahlungsbereitschaft begrenzt. Für jede in der Studie abgefragte
Gesundheitsanwendung würde mehr als jeder Zweite kein Geld ausgeben wollen. Auch
die Bereitschaft, in smarte Gesundheitsgeräte wie Fitness-Tracker, Smartwatches
oder Gesundheitsringe zu investieren, sinkt mit zunehmendem Alter deutlich.
"Mobile-Health-Anwendungen werden derzeit vor allem von einer technologieaffinen
Zielgruppe für einen gesunden Lebensstil genutzt", sagt Andreas Gentner, Leiter
des Bereiches Telekommunikation, Medien und Technologie sowie Partner bei
Deloitte. "Um deutlich mehr Menschen zu erreichen, müssen Anbieter den Fokus
konsequent auf die Benutzerfreundlichkeit legen. Gerade ältere Menschen, die
besonders von digitalen Gesundheitslösungen profitieren könnten, müssen stärker
in den Mittelpunkt der Entwicklung gestellt werden."
Vernetzung von Gesundheitsdaten und ärztlicher Behandlung erwünscht
Das Potenzial für den Gesundheitsmarkt ist hoch, dabei ist das Risiko zur
digitalen Selbstdiagnose gering. Bei wiederholt auffälligen Gesundheitswerten
würde gut die Hälfte der Befragten (51%) zunächst einen Arzttermin vereinbaren.
Knapp zwei von drei Personen (63%) sind außerdem bereit, Gesundheitsdaten von
ihren Geräten mit ihren Ärztinnen und Ärzten zu teilen. Eine große Mehrheit von
83 Prozent bewertet den Einsatz ihrer Daten im Behandlungskontext positiv.
"Fitness-Tracker und Co. führen zum Arzt, nicht an ihm vorbei", sagt Ibo Teuber,
Partner bei Deloitte und zuständig für den Gesundheitssektor. "Durch die
intelligente Verknüpfung mit der bestehenden Gesundheitsversorgung könnten
Mobile-Health-Anwendungen einen echten medizinischen Mehrwert entwickeln. Die
große Bereitschaft, Gesundheitsdaten zu teilen, schafft dafür eine wichtige
Grundlage."
Für die Deloitte Mobile Health Consumer Trends (https://www.deloitte.com/de/de/I
ndustries/tmt/research/mobile-health-consumer-trends.html) wurden 2.000 Menschen
in Deutschland befragt. Die Erhebung fand online im Juli 2026 statt.
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