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DPolG Bund: DPolG begrüßt Reform des Nachrichtendienstrechts: Deutschland braucht handlungsfähige Sicherheitsbehörden |
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| 12.08.2026 14:41 Uhr |
Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) |
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Berlin (ots) - Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) begrüßt den von der
Bundesregierung auf den Weg gebrachten Entwurf zur Reform des
Nachrichtendienstrechts ausdrücklich. Angesichts wachsender Bedrohungen durch
Terrorismus, Extremismus, Spionage, Sabotage und hybride Angriffe ist die
Modernisierung der Befugnisse von Bundesamt für Verfassungsschutz und
Bundesnachrichtendienst ein notwendiger und überfälliger Schritt.
DPolG-Bundesvorsitzender Heiko Teggatz:
"Die Sicherheitsbehörden stehen heute hochprofessionellen und international
vernetzten Gegnern gegenüber. Nicht nur der Angriff mit einer mit Sprengstoff
präparierten Drohne am Flughafen Leipzig hat gezeigt, wie unmittelbar die
Bedrohung ist, der Deutschland gegenwärtig ausgesetzt ist. Deshalb ist es
richtig, dass die Zusammenarbeit zwischen Nachrichtendiensten und
Polizeibehörden verbessert und der Informationsaustausch erleichtert wird.
Sicherheitsrelevante Erkenntnisse dürfen nicht an Behörden- oder
Zuständigkeitsgrenzen scheitern."
Gleichzeitig weist die DPolG die Behauptung entschieden zurück, die Reform führe
zu einer "Geheimpolizei". Das im deutschen Verfassungsstaat verankerte
Trennungsgebot bleibt bestehen. Das Bundesamt für Verfassungsschutz bleibt eine
eigenständige Nachrichtendienstbehörde und ist weiterhin organisatorisch von den
Polizeibehörden getrennt. Die Polizei behält ihre Befugnisse der Gefahrenabwehr
und Strafverfolgung, die Nachrichtendienste ihre Aufgaben der
nachrichtendienstlichen Aufklärung. Vielmehr geht es darum, vorhandene
Informationen schneller und effektiver zum Schutz der Bevölkerung nutzbar zu
machen.
Außerdem unterstützt die DPolG die Pläne, dass die Nachrichtendienste künftig in
bestimmten Bereichen aktive Abwehrmaßnahmen gegen feindliche Akteure durchführen
können sollen. Cyberangriffe, Spionage und Sabotageakte auf kritische
Infrastruktur entwickeln sich mit hoher Geschwindigkeit und können erhebliche
Schäden verursachen. Moderne Nachrichtendienste dürfen daher nicht
ausschließlich auf die Rolle des Beobachters beschränkt bleiben.
Teggatz: "Es ist richtig, dass unsere Nachrichtendienste bei konkreten
Bedrohungen künftig nicht nur zuschauen sollen. Wo es rechtsstaatlich möglich
und verhältnismäßig ist, müssen unsere Nachrichtendienste die Befugnisse
erhalten, Angriffe zu unterbinden, gegnerische Strukturen zu stören und
Sicherheitsbedrohungen frühzeitig zu neutralisieren. Es wird höchste Zeit, dass
wir unsere Dienste wettbewerbsfähig aufstellen und ihnen die Fähigkeiten an die
Hand geben, die bei unseren internationalen Partnerdiensten seit Jahren
selbstverständlich sind."
Rückfragen bitte an:
Marc Franke
Pressesprecher
Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG)
Friedrichstraße 169
10117 Berlin
Telefon: +49 30 4081 6553
E-Mail: presse@dpolg.de
Website: www.dpolg.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/183097/6332010
OTS: DPolG Bundespolizeigewerkschaft
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Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG)
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