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Aurich/Wittmund (ots) - Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 der
Polizeiinspektion Aurich / Wittmund: Straftaten auf historischem Tiefstand bei
sehr hoher Aufklärungsquote
Kernpunkte der PKS 2025
- Anzahl der registrierten Straftaten (11.012) auf historischem
Tiefstand
- Aufklärungsquote erneut über 70 Prozent
- Anzahl der Gewaltdelikte zurückgegangen (-12,47%)
- Rückgang bei Diebstählen (-20,02%) und Tageswohnungseinbrüchen
(-12,5%)
- Weniger registrierte Fallzahlen bei Häuslicher Gewalt
- Kinder- und Jugendkriminalität leicht rückläufig, aber auf hohem
Niveau
Weniger Straftaten bei hoher Aufklärungsquote
Im Jahr 2025 sind im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Aurich /
Wittmund 11.012 Straftaten polizeilich registriert worden. Das entspricht einem
Rückgang von knapp elf Prozent (-10,99%) und 1.359 weniger Straftaten als im
Vorjahr. Im Langzeitvergleich hat die Kriminalitätsentwicklung 2025 sogar einen
historischen Tiefstand erreicht. Die Zahl der polizeilich registrierten
Straftaten war seit Bestehen der Polizeiinspektion (2004) nie niedriger. Das
zweite Jahr in Folge konnte die Polizeiinspektion Aurich / Wittmund zudem eine
Aufklärungsquote von über 70 Prozent erzielen. Insgesamt 7.753 Straftaten
konnten aufgeklärt werden. Damit lag die Aufklärungsquote erneut deutlich über
dem Landesdurchschnitt. In der Polizeidirektion Osnabrück, der die
Polizeiinspektion Aurich / Wittmund angehört, betrug die Aufklärungsquote 2025
im Schnitt 66,51 Prozent.
"Für die Bürgerinnen und Bürger in den Landkreisen Aurich und Wittmund sind das
gute Nachrichten", sagt Leitender Polizeidirektor Stephan Zwerg, Leiter der
Polizeiinspektion Aurich / Wittmund. "Wir leben hier in einer vergleichsweise
sicheren Region. Über die hohe Aufklärungsquote von über 70 Prozent freue ich
mich als Inspektionsleiter natürlich ganz besonders. Wir stellen zwar insgesamt
seit Jahren einen Rückgang bei der Anzahl der Straftaten fest, doch die
Komplexität der Straftaten und notwendigen Ermittlungsarbeit nimmt stetig zu.
Die hohe Aufklärungsquote steht damit für eine hohe Qualität der
Ermittlungsarbeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter."
Rückgang bei Gewaltdelikten
Die Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit, zu denen etwa
Körperverletzungen, Bedrohungen und Raubtaten zählen, sind im Jahr 2025 leicht
zurückgegangen. 2024 wurden 2.702 Gewaltdelikte polizeilich registriert, 2025
waren es 2.365 (-12,47 Prozent). Im Jahr 2025 wurden 66 Raubdelikte erfasst, im
Vorjahr waren es 70. Die Anzahl der Körperverletzungen ist von 1.763 im Jahr
2024 auf 1.526 gesunken.
Die Delikte mit dem Tatmittel Messer sind hingegen im Zuständigkeitsbereich der
Polizeiinspektion Aurich / Wittmund im Vergleich zum Vorjahr von 63 auf 85 Fälle
angestiegen. Bei den 85 registrierten Taten kam das Messer in 51 Fällen - also
in 60 Prozent der Fälle - ausschließlich als Drohmittel zum Einsatz. "Das ist
eine Tendenz, die wir sehr genau im Blick behalten müssen", sagt
Inspektionsleiter Stephan Zwerg.
Weniger Diebstähle und Einbrüche
In dem Deliktsfeld der Diebstähle ist 2025 in der Polizeiinspektion Aurich /
Wittmund ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. Die Zahl der Diebstähle
insgesamt ist von 3.592 im Jahr 2024 um ein Fünftel gesunken, auf 2.873
Diebstähle im Jahr 2025. Die Fallzahlen befinden sich im Zehn-Jahres-Vergleich
auf dem niedrigsten Stand.
Insbesondere die Fahrraddiebstähle und Ladendiebstähle sind zurückgegangen. Die
Fahrraddiebstähle haben mit 468 Taten im Jahr 2025 den niedrigsten Stand der
letzten zehn Jahre erreicht. 2024 wurden noch 608 Fahrraddiebstähle registriert,
2023 waren es sogar 757. Seit 2016 ist die Anzahl der Fahrraddiebstähle im
Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Aurich / Wittmund um insgesamt 60
Prozent gesunken (1.152 Taten in 2016).
Nachdem die Ladendiebstähle 2023 und 2024 noch deutlich angestiegen waren, hat
sich dieser Trend in 2025 nicht weiter fortgesetzt. Die Fallzahlen lagen mit 714
Taten im Jahr 2025 deutlich unter den Fallzahlen von 2024 (843 Taten) und
niedriger als 2023 (758), bewegen sich aber weiterhin deutlich oberhalb der
durchschnittlichen Fallzahlen in den Jahren vor 2023.
Die Fallzahlen bei den Wohnungseinbrüche sind im Vergleich zum Vorjahr (2024:
125 Taten) nahezu gleichbleibend, mit 124 Taten in 2025. In 66 der 124
registrierten Fälle blieb es bei einem Versuch. "Bei fast 50 Prozent der
Einbruchsdiebstähle sind die Täter gescheitert. Das ist ein gutes Signal", sagt
Erster Kriminalhauptkommissar Carsten Vierkant, Leiter des Zentralen
Kriminaldienstes der Polizeiinspektion Aurich / Wittmund. Die Einbrüche in
Gewerbeobjekte sind von 236 Taten in 2024 auf 156 Taten in 2025 gesunken.
Weiterhin hohe Fallzahlen im Kontext Häuslicher Gewalt
Die Fallzahlen im Kontext Häuslicher Gewalt sind nach einem kontinuierlichen
Anstieg in den vergangenen Jahren wieder leicht rückläufig, aber weiterhin hoch.
Im Jahr 2025 wurden 857 Straftaten im Kontext Häuslicher Gewalt polizeilich
registriert, das waren 93 weniger als im Vorjahr. "In dem Deliktsbereich ist
jedoch das Dunkelfeld sehr groß", sagt der Leiter des Zentralen
Kriminaldienstes, Carsten Vierkant. Viele Straftaten werden leider von
Betroffenen nicht zur Anzeige gebracht und sind somit in dieser Statistik nicht
abgebildet."
Straftaten zum Nachteil älterer Menschen bleiben ein Thema
Straftaten zum Nachteil älterer Menschen, auch bekannt als "Enkeltrick" oder
Betrug durch falsche Polizeibeamte, beschäftigten die Polizei in den Landkreisen
Aurich und Wittmund auch im Jahr 2025. Es wurden in dem Deliktsbereich 2025
weniger Taten polizeilich registriert als im Vorjahr. In zwei Fällen kam es
jedoch auch zu einem vollendeten Betrug, der immer mit einem finanziellen und
einem hohen emotionalen Schaden für die Opfer einherging.
Kinder- und Jugendkriminalität im Fokus
Bei der Kinder- und Jugendkriminalität ist 2025 im Zuständigkeitsbereich der
Polizeiinspektion Aurich / Wittmund ein leichter Rückgang festzustellen. Mit
1.042 Straftaten bewegen sich die Fallzahlen aber auch 2025 auf einem hohen
Niveau. In 295 der 1.042 Fälle handelte es sich um Diebstahlsdelikte, in 223
Fällen um Körperverletzungsdelikte.
Fazit zur Polizeilichen Kriminalstatistik 2025:
"Die Straftaten gehen zurück, die Aufklärungsquote bleibt hoch - das ist
erfreulich", fasst Inspektionsleiter Stephan Zwerg die aktuellen Zahlen aus der
Polizeiliche Kriminalstatistik zusammen. "Wir leben hier in einer Region, in der
die Polizei noch guten Kontakt zur Bevölkerung hat. Das zeigt sich sowohl bei
der Polizeiarbeit auf der Straße, als auch in der Ermittlungsarbeit. Trotzdem
ist noch viel zu tun. Insbesondere mit Blick auf die Straftaten im Kontext
Häuslicher Gewalt und den hohen Fallzahlen bei der Kinder- und
Jugendkriminalität sind gute Netzwerke mit anderen Behörden und regionalen
Beratungsstellen ein wichtiger Baustein. Hier werden wir auch weiterhin nicht
nachlassen."
Rückfragen bitte an:
Polizeiinspektion Aurich/Wittmund
Pressestelle
Wiebke Baden
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OTS: Polizeiinspektion Aurich/Wittmund
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