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Bad Bramstedt (ots) - Kurz vor Mitternacht am Samstag (08.08.2026) fiel Zeugen
ein silberner VW auf der Autobahn A7 auf, der sich in Schlangenlinien in
Richtung Norden bewegte. Dabei soll der Fahrzeugführer auch immer wieder
riskante Überholmanöver vollzogen und danach Fahrzeuge ausgebremst haben. Einer
Polizeikontrolle entzog sich der Fahrer durch Flucht. Am Ende verunfallte der
Wagen. Der Fahrer, ein 17-jähriger Jugendlicher, wurde vorläufig festgenommen.
Zeugen meldeten der Polizei kurz vor 24:00 Uhr einen silberfarbenen VW, der sich
von Hamburg kommend auf der A7 in Richtung Neumünster bewegte. Der
Fahrzeugführer soll in starken Schlangenlinien gefahren sein und habe einige
andere Autos abrupt ausgebremst. Nur durch eine Gefahrenbremsung konnten in
einem Fall die Zeugen einen Zusammenstoß verhindern.
Der VW verließ an der Anschlussstelle Bad Bramstedt die Autobahn. Vor dem
Übergang zur Bundesstraße 206 hatten sich bereits Kräfte der Diensthundestaffel
aufgestellt und eine Sperre eingerichtet. Diese umfuhr der 17-Jährige und
flüchtete in Richtung Bad Bramstedt. Mehrere Streifenwagen begaben sich in die
Fahndung und die Verfolgung. Auf Anhaltesignale der Polizei reagierte der
Jugendliche nicht. Er beschleunigte seine Fahrt, überholte Fahrzeuge und fuhr
über eine rote Ampel. Auch, als zwei Streifenwagen den VW zwischen sich
brachten, konnte das den Flüchtigen nicht stoppen. Er überholte riskant und
trotz Abdrängversuch den vorderen Streifenwagen.
Die Fahrt führte weiter über die Holstenstraße und die Hamburger Straße.
Zwischenzeitlich befuhr der junge Mann einen Kreisverkehr in die
entgegengesetzte Fahrtrichtung. In der Straße Bissenmoor schien die Verfolgung
zunächst ein Ende zu nehmen, da es sich hierbei um eine Sackgasse handelte. Doch
der 17-Jährige fuhr weiter auf ein angrenzendes Feld, wendete um eine Baumgruppe
herum seinen Wagen und fuhr nun auf die inzwischen aus dem Streifenwagen
ausgestiegenen Beamten zu. Nur durch einen Sprung zur Seite konnte sich eine
Polizistin vor einem Aufprall retten.
Anschließend raste der Jugendliche durch einige Vorgärten und setzte seine
Flucht fort. Bei seinen Fahrmanövern kollidierte er zudem mit zwei geparkten
PKW, die zum Teil erheblich beschädigt wurden. Noch ehe weitere Streifenwagen in
die Verfolgung gehen konnten, verunfallte der Flüchtige in einer Rechtskurve im
Lentföhrdener Weg, indem er nach links von der Fahrbahn abgekommen war und im
Graben zum Stehen kam. Eine Streifenwagenbesatzung der Polizeistation
Henstedt-Ulzburg stellte den Wagen fest und sprach dem jungen Mann die
vorläufige Festnahme aus. Bei der Festnahme sperrte er sich und leistete
Widerstand.
Bei dem 17-Jährigen mit mazedonischer Staatsbürgerschaft und Wohnsitz im Kreis
Segeberg nahmen die Polizeibeamten Atemalkohol wahr. Ein durchgeführter Test
ergab einen vorläufigen Atemalkoholwert von 0,88 Promille. Er wurde dem
Polizeirevier Kaltenkirchen zugeführt, wo ihm ein Arzt auf Anordnung der
Bereitschaftsstaatsanwaltschaft eine Blutprobe entnahm. Anschließend brachten
die Einsatzkräfte den Jugendlichen ins Zentralgewahrsam nach Norderstedt. Nach
Abschluss weiterer polizeilicher Maßnahmen konnte er aus dem Gewahrsam entlassen
werden.
Nun wartet ein umfangreiches Strafverfahren auf den Jugendlichen. Er muss sich
wegen des Verdachts eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens, der Gefährdung des
Straßenverkehrs und des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, des
Verdachts der Nötigung, des tätlichen Angriffs auf und des Widerstandes gegen
Vollstreckungsbeamte, sowie wegen des Verdachts des unerlaubten Entfernens vom
Unfallort und des Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten.
Zeugen, die vor allem auf der Autobahn das Fahrverhalten beobachtet haben oder
durch die Fahrweise geschädigt wurden, werden gebeten, sich unter der Rufnummer
04191 - 30880 mit dem Polizeirevier in Kaltenkirchen in Verbindung zu setzen.
Rückfragen bitte an:
Polizeidirektion Bad Segeberg
- Pressestelle -
Dorfstr. 16-18
23795 Bad Segeberg
Maik Seidel - Pressesprecher
Telefon: 04551 ? 884-2020
E-Mail: oea.badsegeberg.pd@polizei.landsh.de
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