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Baden-Baden (ots) - 45-minütiger Dokumentarfilm über das größte Sportereignis
der Welt und ein Land im Spannungsfeld von Fußball und Gewalt / Ausstrahlung am
5. Juni um 23 Uhr im Ersten und ab 3. Juni in der ARD Mediathek
Für die einen ist sie ein Fest des Fußballs, das Menschen weltweit verbindet,
für andere ein Hochrisikoereignis in einem Land, in dem das organisierte
Verbrechen tief verwurzelt ist. Wie sicher ist die Fußball-Weltmeisterschaft in
Mexiko - und was bedeutet sie für die Menschen jenseits der Stadien? Die
Dokumentation "Mexiko: WM im Schatten der Kartelle" wird am 5. Juni um 23 Uhr im
Ersten ausgestrahlt. Bereits ab 3. Juni steht sie in der ARD-Mediathek zum Abruf
bereit.
Wer kontrolliert das Geschehen hinter den Kulissen der WM?
Wenn im Aztekenstadion von Mexiko-Stadt das Eröffnungsspiel der
Fußball-Weltmeisterschaft 2026 angepfiffen wird, wollen Regierung und FIFA ein
modernes, sicheres Gastgeberland präsentieren. Doch die Zweifel sind groß.
Unruhen, Gewalt und die Macht der Drogenkartelle werfen die Frage auf: Wer
kontrolliert das Geschehen hinter den Kulissen dieses globalen Sportfests?
Tod eines Drogenbosses als Auslöser einer Spirale der Gewalt
Ende Februar erschüttert ein dramatisches Ereignis das Land: Sicherheitskräfte
töten im Bundesstaat Jalisco den Drogenboss "El Mencho", Anführer des Kartells
Jalisco Nueva Generación. Die Reaktion folgt unmittelbar. Das organisierte
Verbrechen überzieht Teile des Landes mit einer Welle der Gewalt -
Straßenblockaden, Brandanschläge, Panik. Dutzende Menschen sterben bei Gefechten
zwischen Sicherheitskräften und Kartellen. Auch in Guadalajara, einem der
WM-Austragungsorte, eskaliert die Lage zeitweise.
Blick hinter eine perfekt inszenierte Fassade
Während sich die Situation nach außen inzwischen scheinbar wieder beruhigt hat,
warnen Sicherheitsexpertinnen und -experten weiterhin vor erheblichen Risiken
für Fans, Teams und Staatsgäste. Kann unter diesen Bedingungen ein unbeschwertes
Fußballfest stattfinden - und wie leben die Einheimischen, viele selbst große
Fußballfans, mit der permanenten Bedrohung? Der Film blickt hinter die Fassade
der perfekt inszenierten Fußballwelt. Er zeigt ein Land, in dem Gewalt und
Korruption für viele zum Alltag gehören bis hinein in staatliche Strukturen, wie
Kritiker:innen sagen.
Ungelöste Vermisstenfälle
Rund 130.000 Menschen gelten in Mexiko als verschwunden. Angehörige organisieren
sich selbst, um nach ihnen zu suchen. Einer von ihnen ist Raúl Servin aus
Guadalajara. Seit acht Jahren sucht er nach seinem entführten Sohn. Gemeinsam
mit anderen sogenannten "Buscadores" durchkämmt er Felder, Wälder und verlassene
Gebäude - immer wieder stoßen sie auf Überreste von Vermissten. Erst kürzlich
auch in der Nähe eines WM-Stadions. Für Raúl Servin ist es unvorstellbar, dass
unter diesen Umständen eine Weltmeisterschaft in seinem Land stattfinden soll.
Ein Land im Spannungsfeld
In Interviews mit Journalist:innen, Sicherheitsexpert:innen, Fans und Stimmen
aus der Fußballwelt entsteht das Bild eines Landes im Spannungsfeld zwischen
globalem Sportereignis und innerer Krise. Die Dokumentation geht auf
Spurensuche. Sie zeigt, wie eng das größte Fußballfest der Welt und die harsche
Realität in Mexiko miteinander verknüpft sind und stellt die entscheidende
Frage: Kann es in Mexiko wirklich eine sichere Weltmeisterschaft geben, und
welche Art von Sicherheit ist das?
Produktion
"Mexiko: WM im Schatten der Kartelle" ist eine Produktion des SWR, Autor:
Michael Stocks, Redaktion: Kristin Becker. Die Dokumentation wird am 5. Juni um
23 Uhr im Ersten ausgestrahlt und steht ab 3. Juni in der ARD Mediathek.
Weitere Informationen unter: http://swr.li/mexiko-wm-im-schatten-der-kartelle
Fotos zum kostenlosen Herunterladen unter ARD-Foto (https://ard-foto.de/)
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Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/75892/6287203
OTS: SWR - Das Erste
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