Berlin
Top-News
Berlin, Stadt
Fläche: 891,76 km²
Einwohner: 3.388.434
PLZ: 10178
|
BdB: Baum des Jahres 2026 im Deutschen Bundestag übergeben (FOTO) |
 |
| 22.04.2026 15:20 Uhr |
Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V. |
|
|
Berlin (ots) - Der Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V., vertreten durch
BdB-Präsident Hajo Hinrichs und BdB-Hauptgeschäftsführer Markus Guhl, hat
gemeinsam mit Vertreter:innen der Dr. Silvius Wodarz-/Baum des Jahres Stiftung
den Baum des Jahres 2026 - die Zitterpappel ( Populus tremula ) - an den
Agrarausschuss des Deutschen Bundestages übergeben.
Die Übergabe des Baumes des Jahres an den Ausschuss ist inzwischen gelebte
Tradition und findet seit mehreren Jahren regelmäßig statt. Auch 2026 hatte der
Vorsitzende des Ausschusses, Hermann Färber, erneut zu diesem Anlass eingeladen.
Die Zitterpappel ist eine in Europa weit verbreitete Pionierbaumart und zeichnet
sich durch ihre charakteristisch flimmernden Blätter aus, die bereits bei
leichtem Wind in Bewegung geraten. Sie ist ökologisch besonders wertvoll, da sie
zahlreichen Insekten- und Tierarten als Lebensraum dient und sich schnell an
unterschiedliche Standortbedingungen anpassen kann.
Im Vorfeld der Übergabe fand ein fachlicher Austausch zwischen den
Verbandsvertretern und den Mitgliedern des Agrarausschusses statt. Dabei wurden
aktuelle Herausforderungen der Baumschulbranche thematisiert.
Ein Schwerpunkt lag auf der Novelle des Gesetzes gegen unlauteren Wettbewerb
(UWG). Künftig sollen Umwelteigenschaften von Pflanzen, etwa ihre
Bienenfreundlichkeit, nachweispflichtig sein - entweder durch externe
Zertifizierungen oder durch eine amtliche Positivliste. Erste Gespräche hierzu
fanden bereits mit dem Julius Kühn-Institut statt. Der BdB bewertet die
Einbeziehung von Pflanzen in das UWG jedoch kritisch, da zu befürchten ist, dass
sowohl professionelle als auch private Anwender künftig weniger Informationen
über die Ökosystemleistungen von Pflanzen erhalten.
BdB-Präsident Hajo Hinrichs erklärte hierzu: "Die geplante Einbeziehung von
Pflanzen in das UWG halten wir für nicht zielführend. Sie droht, den Zugang zu
wichtigen Informationen über die ökologischen Leistungen von Pflanzen eher
einzuschränken als zu verbessern. Aus unserer Sicht braucht es praxistaugliche
Lösungen, die Transparenz fördern, ohne die Betriebe zusätzlich zu belasten."
Ein weiteres Thema waren sogenannte Quarantäneschaderreger wie der Japankäfer.
Die damit verbundenen Verbringungsverbote können für betroffene Baumschulen
existenzbedrohend sein. Der BdB fordert daher weiterhin die Einrichtung eines
öffentlich-privat finanzierten Entschädigungsfonds oder alternativ eine
Anpassung des Pflanzenschutzgesetzes, um betroffene Betriebe verlässlich
abzusichern.
Auch die Containerproduktion wurde angesprochen: Diese besonders
wassereffiziente und nachhaltige Produktionsweise ist bislang von EU-Förderungen
im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ausgeschlossen. Der BdB setzt sich
dafür ein, dass diese Flächen künftig anerkannt werden.
Darüber hinaus wurde die zunehmende Bürokratie bei der
Pflanzenschutzmitteldokumentation thematisiert. Insbesondere der hohe Aufwand
durch unterschiedliche Entwicklungsstadien der Kulturen stellt die Betriebe vor
große Herausforderungen. Der BdB spricht sich hier für praktikable
Erleichterungen, etwa durch Bagatellgrenzen, aus.
Pressekontakt:
Jana Zielsdorf
Leiterin Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 030-240 86 99-24
mailto:zielsdorf@gruen-ist-leben.de
http://www.gruen-ist-leben.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/126784/6260588
OTS: Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V.
|
|
Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V.
Für den Inhalt übernehmen wir keine Verantwortung
|