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Berlin (ots) - Auf Anforderung der venezolanischen Regierung und der
Weltgesundheitsorganisation entsenden die Johanniter ein 28-köpfiges
medizinisches Team ins Erdbebengebiet. Der Einsatz in Venezuela wird vom
Auswärtigen Amt und der Europäischen Union ko-finanziert.
Das Team der Johanniter besteht aus Ärzten, medizinischem Fachpersonal sowie
Experten für Logistik und psychosoziale Nachsorge. "Die Mitglieder des Teams
wurden auf eine Situation wie diese über Jahre hinweg ausgebildet und bringen
teilweise bereits Erfahrung aus vorherigen Einsätzen mit", sagt Oliver Pitsch,
Johanniter-Einsatzleiter für das Erdbeben in Venezuela. Die Helferinnen und
Helfer kommen aus den Johanniter-Landesverbänden Baden-Württemberg, Bayern,
Berlin, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt.
Zwei Mitglieder des Malteser Hilfsdienstes unterstützen zudem den Einsatz mit
ihrer medizinischen Expertise.
Das komplette Team trifft sich bereits heute abend zur Vorbereitung auf den
Einsatz in der Nähe von Frankfurt/Main. Voraussichtlich am Dienstag starten sie
dnn von Wunstorf aus mit einem Flug der Bundeswehr ins Einsatzgebiet. Mit dabei
haben sie bereits Notfallrucksäcke für die Erstversorgung der Verletzten. In
einem weiteren Flieger des Bundeswehr werden am Mittwoch 14 Tonnen Medikamente
und Verbrauchsmaterial nach Venezuela geflogen. "Wir sind der Bundeswehr sehr
dankbar für die großartige Unterstützung. So bekommen wir sehr schnell große
Mengen an benötigten Material ins Einsatzgebiet," sagt Pitsch.
WHO-zertifiziert
Das medizinische Nothilfeteam wurde erst im Mai diesen Jahres von der
Weltgesundheitsorganisation als sogenanntes "EMT Typ 1 fixed" zertifiziert.
Bereits 2017 wurde das "EMT Typ 1 Mobile" der Johanniter als weltweit erstes
mobiles, nicht-staatliches Team zertifiziert. Mit der nun erfolgten
Zertifizierung als "EMT Typ 1 Fixed" erhält die Soforthilfeeinheit einen
doppelten Status, der für höchste fachliche Qualität, außergewöhnliche
Flexibilität im mobilen als auch im ortsfesten Setting und internationale
Einsatzfähigkeit steht.
Was ein EMT Typ 1 Fixed leisten kann
Diese Teams sind darauf spezialisiert, in Katastrophengebieten eine
kontinuierliche ambulante Versorgung sicherzustellen, insbesondere dann, wenn
lokale Strukturen der Gesundheitsversorgung teilweise oder vollständig
ausfallen. Das Team bringt grundsätzlich eine eigene Behandlungsinfrastruktur
auf Zeltbasis mit und ist in der Lage, damit mindestens zwei bis vier Wochen
autark zu agieren. Ergänzend kann es bei Bedarf auch bestehende medizinische
Einrichtungen oder behelfsmäßige Behandlungsstrukturen (z. B. Feldlazarette)
unterstützen.
Soforthilfemaßnahmen in Caracas starten
Parallel zu dem internationalen medizinischen Team startet die
Johanniter-Auslandshilfe Soforthilfemaßnahmen in Caracas. In Notunterkünften
werden Hygienesets und Bedarfsmittel speziell für Frauen und Mädchen verteilt.
Zur Koordinierung der Aktivitäten reist Edelweis Allue, Johanniter-Mitarbeiterin
in Ecuador morgen nach Venezuela. "Unser nationaler Partner AVESA bietet zudem
psychologische Erste Hilfe und psychosoziale Unterstützung sowie Beratung zu
geschlechtsspezifischer Gewalt an. Denn vor allem Frauen und Mädchen können in
dieser unklaren Lage ohne geeignete Schutzräume schnell Gefahren ausgesetzt
sein", erläutert Holger Wagner, Programmleiter der Johanniter-Auslandshilfe.
Hierfür stellen die Johanniter weitere 100.000 Euro aus Spendenmitteln zur
Verfügung.
Hintergrund
Am Abend des 24. Juni hatten zwei schwere Erdbeben Teile des Landes verwüstet.
Dabei kamen nach Regierungsangaben mehr als 1.400 Menschen ums Leben, mindestens
3.360 weitere wurden verletzt. Mehr als 50.000 Personen werden noch vermisst.
Die Johanniter sind Mitglied bei Aktion Deutschland Hilft und rufen gemeinsam zu
Spenden für die Betroffenen des Erdbebens auf:
Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Stichwort: "Erdbeben Venezuela"
IBAN: DE94 3702 0500 0433 0433 00 (SozialBank)
Oder online unter:
https://www.johanniter.de/spenden/jetzt-unterstuetzen/erdbeben-venezuela/
Aktion Deutschland Hilft
Stichwort: "Erdbeben Venezuela"
IBAN: DE62 3702 050000001020 30 (SozialBank)
Hinweis für Redaktionen:
Die Mitglieder des medizinischen Nothilfeteams stehen für Interviews zur
Verfügung. Bitte kontaktieren Sie die Pressestelle in Berlin.
Pressekontakt:
Sandra Lorenz, Fachbereichsleiterin Kommunikation Auslandshilfe, Tel.: 0172 /
563 87 40, mailto:medien@johanniter.de
Weitere Information über die Arbeit in Venezuela erhalten Sie hier: https://www.
johanniter.de/spenden/hilfe-weltweit/hilfe-fuer-menschen-nach-dem-erdbeben-in-ve
nezuela/
Pressekontakt:
Juliane Flurschütz, Stellvertretende Pressesprecherin
Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., Bundesgeschäftsstelle
Tel. 030-26997-361, Mobil 0173 619 3409
E-Mail: mailto:medien@johanniter.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/14240/6303712
OTS: Johanniter Unfall Hilfe e.V.
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