|
Berlin (ots) - Wie funktionieren eigentlich die gesetzliche Renten- und
Krankenversicherung? Warum betreffen die Themen Rente und Gesundheit auch junge
Menschen? Und wie können Versicherte selbst mitbestimmen? Mit diesen Fragen
beschäftigten sich Berufsschülerinnen und Berufsschüler heute im Rahmen der
Zukunftswerkstatt "Miteinander reden!" auf dem EUREF-Campus Berlin gemeinsam mit
ehrenamtlichen Selbstverwalterinnen und Selbstverwaltern.
Die Veranstaltung ist Teil der Initiative der Deutschen Rentenversicherung Bund
(DRV Bund) und der Ersatzkassen (TK, BARMER, DAK-Gesundheit, KKH, hkk und HEK)
"Mitreden! Bei Rente und Gesundheit", die zwischen den Sozialwahlen über die
Soziale Selbstverwaltung informiert. Bereits im Vorfeld hatten vorbereitende
Schulbesuche an drei Berufsschulen in Berlin und Potsdam stattgefunden, bei
denen Selbstverwalterinnen und Selbstverwalter den Schulklassen fachlichen Input
gegeben haben und mit den jungen Menschen über zentrale Zukunftsfragen der
Sozialversicherung ins Gespräch gekommen sind. "Bereits der Schulbesuch war für
uns eine sehr wertvolle Erfahrung und eine praxisnahe Abwechslung zum
Schulalltag", freute sich die Klasse Z411, Auszubildende zu Zahntechniker*innen
und Schüler*innen am Oberstufenzentrum Ästhetik und Technik in Berlin, über die
Möglichkeit der Teilnahme. Es ging dabei nicht nur um reine Wissensvermittlung,
sondern um viel mehr, fügte ihre Lehrkraft hinzu: "Die Zukunftswerkstatt hat
etwas in Gang gesetzt. Die Teilnehmenden konnten die großen Fragen der
Sozialpolitik ganz konkret auf sich beziehen. Meine Schülerinnen und Schüler
haben einen Podcast vorbereitet, der es wert ist, gehört zu werden."
Die Ergebnisse ihrer Arbeit präsentierten die Schulklassen nun bei der
Zukunftswerkstatt und diskutierten sie gemeinsam mit den anwesenden
Vertreterinnen und Vertretern der Sozialen Selbstverwaltung. "Ein großartiges
Projekt - wir haben viel miteinander geredet und auch miteinander gelacht und
gemeinsam hoffnungsvoll in die Zukunft geblickt. Es war spannend zu erleben, was
junge Leute unter Gesundheit verstehen und wie sie ihre eigene Gesundheit
fördern können", zog Hansjürgen Schnurr, KKH-Verwaltungsratsvorsitzender ein
positives Fazit. "Besonders beeindruckt hat mich, wie kreativ und engagiert die
Schülerinnen und Schüler an den jeweiligen Themen gearbeitet haben. Für ein
soziales Miteinander braucht es solche Menschen, die sich aktiv einbringen"
ergänzt Dr. Anne Thomas, Selbstverwalterin bei der Techniker Krankenkasse, die
einen Berliner Schulbesuch begleitet hat.
"Das Projekt hat gezeigt, wie gut Schülerinnen und Schüler lernen, wenn Themen
in einen konkreten Zusammenhang mit ihrer Lebenswirklichkeit gestellt werden.
Gerade bei Themen wie Rente, Gesundheit oder Sozialversicherung, die im Alltag
junger Menschen oft noch weit entfernt wirken, helfen persönliche Bezüge und der
direkte Austausch enorm dabei, Interesse und Verständnis zu entwickeln",
erklärte Rüdiger Herrmann, Selbstverwalter der Deutschen Rentenversicherung
Bund. "Die gesetzliche Rentenversicherung ist ein solidarisches, demokratisch
mitgestaltetes Sicherungssystem, das Menschen über ihr ganzes Leben hinweg
begleitet. Viele Leistungen betreffen junge Menschen bereits heute oder in naher
Zukunft, zum Beispiel während der Ausbildung, im Studium, bei Nebenjobs oder bei
Krankheit und Unfall".
Die stellvertretende Bundeswahlbeauftragte für die Sozialversicherungswahlen,
Doris Barnett, überreichte zum Abschluss der Veranstaltung Zertifikate an die
teilnehmenden Schulklassen. Dabei betonte sie die Bedeutung moderner
Beteiligungsformen für junge Menschen. So habe auch die Sozialwahl Potenzial für
ein Zukunftsthema. Schließlich sollen die Sozialwahlen zusätzlich zur bewährten
Briefwahl dauerhaft auch als Onlinewahl durchgeführt werden. Dafür hat die
Bundesregierung nach dem erfolgreichen Modellprojekt 2023 durch die Ersatzkassen
inzwischen mit einer Gesetzesänderung die Voraussetzung geschaffen. "Für uns
alle ist das Smartphone heute Lebensrealität. Warum sollten wir darüber künftig
nicht auch wählen können? Ich bin gespannt, wie die Online-Wahl bei den
Sozialwahlen 2029 von den beteiligten Trägern umgesetzt und dann auch von allen
Generationen angenommen wird."
Die Veranstaltung machte deutlich: Themen wie Rente und Gesundheit gehen auch
die junge Generation unmittelbar etwas an. Auch junge Menschen können mitmachen,
denn die gesetzliche Renten- und Krankenversicherung wird selbstverwaltet - und
wer Beiträge zahlt, kann mitbestimmen.
Weitere Informationen zur Kampagne und zur Sozialwahl gibt es unter
https://www.sozialwahl.de/ . Hier ist auch eine Aufzeichnung des Livestreams
verfügbar.
Beteiligt waren folgende Schulen und Klassen zu folgenden Schwerpunkten:
Oberstufenzentrum II Potsdam (Brandenburg) - Schwerpunkt Wirtschaft und
Verwaltung; teilnehmende Klasse: 1. Ausbildungsjahr Kauffrau/Kaufmann im
Gesundheitswesen
Thema Rente: "Was bedeutet Rente für mich heute?"
Max-Taut-Schule (Berlin) - Berufsschule für Gebäude-, Umwelt- und
Versorgungstechnik; teilnehmende Klasse: Anlagenmechaniker im 2. Lehrjahr
Thema Gesundheit: "Gesund im Job, gesund im Leben"
Oberstufenzentrum Ästhetik und Technik (Berlin) - Schwerpunkt Kosmetik,
Frisuren, Maskenbild, Zahntechnik und Badebetrieb; teilnehmende Klasse:
Zahntechniker*innen
im 2. Lehrjahr
Thema Beteiligung/Demokratie: "Gemeinschaft und Sicherheit - wir zahlen für uns
alle ein"
Pressekontakt:
Michaela Gottfried
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Askanischer Platz 1
10963 Berlin
E-Mail: mailto:presse@vdek.com
Una Großmann
Deutsche Rentenversicherung Bund
Hohenzollerndamm 46 - 47
10713 Berlin
E-Mail: mailto:pressestelle@drv-bund.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/50838/6304334
OTS: Deutsche Rentenversicherung Bund
|