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Mahnende Worte reichen nicht mehr - Bundesregierung muss handeln |
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| 21.08.2026 17:50 Uhr |
SPD-Bundestagsfraktion |
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Berlin (ots) - Mit der Eröffnung des Ausschreibungsverfahrens für das
E1-Siedlungsprojekt setzt die israelische Regierung ihre Pläne zum Ausbau der
illegalen Siedlungen im besetzten Westjordanland weiter in die Tat um. Das
Gebiet zwischen Ost-Jerusalem und Maale Adumim gilt als eine Schlüsselfläche für
die territoriale Zukunft eines palästinensischen Staates. Eine Bebauung würde
das Westjordanland weiter aufspalten und damit die Voraussetzungen für einen
zusammenhängenden palästinensischen Staat und eine Zweistaatenlösung faktisch
unmöglich machen.
Siemtje Möller , stellvertretende Fraktionsvorsitzende der
SPD-Bundestagsfraktion:
"Meine gerade erfolgte Reise nach Israel und in die palästinensischen Gebiete
hat mir erneut gezeigt, wie dringend eine politische Perspektive für Israelis
und Palästinenser gebraucht wird.
Umso besorgniserregender ist die Entscheidung der israelischen Regierung, die
Ausschreibung für das E1-Siedlungsprojekt zu eröffnen. Damit drohen Fakten
geschaffen zu werden, die eine Zweistaatenlösung quasi unmöglich machen. Eine
Bebauung des Gebiets würde die territoriale Verbindung eines künftigen
palästinensischen Staates erheblich beschädigen.
Die Bundesregierung muss der israelischen Regierung unmissverständlich
klarmachen, dass die E1-Pläne zurückgenommen werden und auch die sonstigen
illegalen Siedlungsaktivitäten unterbunden werden müssen. Dafür sollte sie eine
klare Frist setzen. Bleiben konkrete Schritte aus, darf Deutschland weiteren
europäischen Maßnahmen nicht länger im Weg stehen. Dazu gehören gezielte
Sanktionen gegen rechtsextreme Minister wie Itamar Ben-Gvir und Bezalel Smotrich
sowie gegebenenfalls Handelssanktionen gegen Produkte aus illegalen israelischen
Siedlungen.
Die Bundesregierung muss sich endlich bewegen. Mahnende Worte allein reichen
angesichts der Entwicklungen im Westjordanland nicht mehr aus. Israelis und
Palästinenser haben gleichermaßen ein Recht auf Sicherheit, Selbstbestimmung und
einen eigenen Staat."
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Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - SPD-Bundestagsfraktion
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