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Berlin (ots) - Am Berliner Alexanderplatz errichtet das führende europäische
Immobilienunternehmen Covivio mit dem 030BLN ein Hochhaus, das die Funktionen
eines kleinen Quartiers vereint: Büros, Einzelhandel, Gastronomie und rund 300
Urban-Living-Einheiten unter einem Dach. Sein Name trägt Berlin bereits in sich:
030 steht für die deutsche Berliner Festnetzvorwahl, BLN für die internationale
Kurzform der Stadt - ein bewusstes Zusammenspiel aus lokalem Bezug und
internationaler Offenheit. Der Mixed-Use-Tower bietet auf 33 Geschossen,
darunter ein Dachgeschoss für die Gebäudetechnik, rund 60.000 Quadratmeter
Mietfläche und prägt damit die Entwicklung des Alexanderplatzes zu einem
modernen Hochhausquartier. Seine Besonderheit: Das Gebäudekonzept verbindet die
erste fassadenintegrierte Photovoltaikanlage an einem deutschen Hochhaus über 60
Meter mit Geothermie sowie digitalen Sicherheits- und Betriebskonzepten. Das auf
Bau, Immobilien und Infrastruktur spezialisierte Beratungsunternehmen Drees &
Sommer SE begleitet das Projekt von Anfang an mit zahlreichen Leistungen.
Am Alexanderplatz entsteht derzeit eine neue Hochhaus-Skyline. Während
vielerorts vor allem über die Höhe der Türme gesprochen wird, setzt Covivio beim
030BLN andere Schwerpunkte. "In einem neuen Hochhausquartier wird oft zuerst
über den Wettbewerb der Wolkenkratzer und die Höhe der Türme gesprochen. Als
Bestandshalter mit hohem Anspruch an Nachhaltigkeit steht für uns die Frage, wie
zukunftsfähig das Gebäude sein wird im Vordergrund. Ob ein Gebäude langfristig
funktioniert, entscheidet sich heute vor allem bei Themen wie vielfältiger und
flexibler Nutzung, Energie, Sicherheit und digitaler Infrastruktur", sagt
Andreas Tichay, verantwortlicher Projektleiter bei Covivio.
Die hohen Anforderungen an Energie, Sicherheit, Nachhaltigkeit und digitalen
Betrieb prägen das 030BLN von Beginn an. Drees & Sommer begleitet das Projekt in
zahlreichen Disziplinen: von Energiedesign und Fassadentechnik über
BIM-Management und Green-Building-Zertifizierung bis zur
technisch-wirtschaftlichen Beratung und zum Controlling.
Gebäudehülle als Kraftwerk
Schon die Fassade zeigt, worauf das Energiekonzept des 030BLN setzt: Eine
integrierte Photovoltaikanlage erstreckt sich über Dach und Gebäudehülle und
erzeugt einen Teil des benötigten Stroms direkt am Gebäude. Damit ein Gebäude
dieser Höhe überhaupt eine PV-Fassade tragen darf, musste das Deutsche Institut
für Bautechnik zustimmen. "Zusammen mit Covivio, Sauerbruch Hutton, hhpberlin
und weiteren Beteiligten haben wir in aufwändigen Brandversuchen gezeigt, dass
eine PV-Fassade in dieser Höhe genauso sicher ist wie jede andere
Fassadenverkleidung auch. Erst danach hat uns das Institut grünes Licht
gegeben", erklärt Kay Promehl, Associate Partner bei Drees & Sommer und Leiter
der Technisch-wirtschaftlichen Bauberatung. 864 Solarmodule liefern rund 120.000
Kilowattstunden Strom pro Jahr. So viel verbrauchen etwa 30 bis 40
durchschnittliche Haushalte im Jahr.
Fundament als Energiequelle
Viele Hochhäuser in der Innenstadt hängen allein am Fernwärmenetz. Der 030BLN
geht einen Schritt weiter und gewinnt Energie konsequent zurück. 54 thermisch
aktivierte Bohrpfähle machen das Fundament selbst zur Energiequelle. Sie wirken
wie ein Wärmetauscher zwischen Gebäude und Erdreich. Im Winter entzieht die
Anlage dem Boden Wärme und nutzt sie zum Heizen des Gebäudes. Im Sommer kehrt
sich der Prozess um: Die Pfähle geben überschüssige Wärme an das Erdreich ab und
unterstützen so die Kühlung des Towers. Das spart Energie, die eine klassische
Klimaanlage zusätzlich verbrauchen würde, und heizt an heißen Tagen außerdem
nicht zusätzlich die Innenstadt auf. "Diese Bohrpfähle brauchten wir ohnehin, um
die Lasten des Turms sicher in den Baugrund abzutragen. Sie zusätzlich als
Energiepfähle zu nutzen, ist technisch sehr anspruchsvoll, aber deutlich
effizienter, als eigene Bohrungen für die Geothermie zu setzen", sagt Promehl.
Für sein Nachhaltigkeitskonzept strebt Covivio zudem eine Zertifizierung nach
LEED Gold an, einem der international anerkanntesten Gütesiegel für energie- und
ressourcenschonendes Bauen.
Sprinklertank in Doppelrolle
Auch überschüssige Energie geht im 030BLN nicht verloren. Der für den
Brandschutz vorgeschriebene Sprinklertank übernimmt zugleich die Rolle eines
Pufferspeichers und lagert Kälte zwischen, bis sie benötigt wird. "Bei jedem
Gebäudeteil prüfen wir, ob er nicht noch eine zusätzliche Aufgabe übernehmen
kann. Der Sprinklertank ist dafür ein gutes Beispiel: Er bekämpft im Ernstfall
Feuer, speichert aber Energie in der Zeit, in der er nicht benötigt wird", sagt
Promehl. So lässt sich vorhandene Infrastruktur nachhaltig mehrfach nutzen, ohne
zusätzlichen Ressourcenverbrauch zu verursachen.
Zukunftsfähigkeit braucht Sicherheit
Nicht nur beim Thema Energie setzt der 030BLN auf Zukunftsfähigkeit. Auch das
Sicherheitskonzept hat Covivio für Nutzer mit erhöhten Sicherheitsanforderungen
ausgelegt. Das Projektteam von Drees & Sommer entwickelte ein Konzept in enger
Abstimmung mit den zuständigen Behörden in Berlin. Anschließend prüften und
bewerteten Sicherheitsfachleute der Landes- und Bundespolizei dieses und
bestätigten die fachliche Qualität der vorgesehenen Maßnahmen. "Gerade vor dem
Hintergrund zunehmender Cyberangriffe oder geopolitischer Spannungen wächst der
Bedarf am Schutz kritischer Infrastrukturen", sagt Promehl. Seit März 2026
verschärft zudem das KRITIS-Dachgesetz die gesetzlichen Anforderungen an
Betreiber solcher Infrastrukturen, etwa in den Bereichen Energie,
Telekommunikation oder öffentliche Verwaltung. "Der 030BLN schafft dafür die
baulichen Voraussetzungen und bietet künftigen Mietern ein besonders hohes
Sicherheitsniveau", sagt Promehl.
Statt eines Schlüssels öffnen Mitarbeitende Türen künftig mit personalisiertem
Ausweis oder digitaler Zutrittsberechtigung auf dem Smartphone, während ein
System in Echtzeit entscheidet, wer welche Bereiche betreten darf. Die Bilder
sämtlicher Kameras laufen in einer zentralen Leitstelle zusammen. Von dort
behält das Sicherheitspersonal alle relevanten Bereiche im Blick und kann im
Bedarfsfall schnell reagieren.
Digital geplant, digital betrieben
Von Beginn an setzte Covivio bei Planung und Bau des 030BLN auf Building
Information Modeling (BIM). Vereinfacht gesagt entsteht dabei ein digitaler
Zwilling des Gebäudes, in dem sämtliche Planungs- und Baudaten zusammenlaufen.
Die digitale Infrastruktur wurde so bereits in einer frühen Projektphase
berücksichtigt. Schon im Rohbau ließ Covivio Leitungen für Smart-Home-Technik,
Sensorik und digitale Zugangssysteme verlegen. Damit entfallen aufwendige und
kostenintensive Nachrüstungen.
Für die digitale Infrastruktur des Turms strebt Covivio zudem das Zertifikat
SmartScore Platin an. Die WiredScore Platin Zertifizierung trägt das Gebäude
bereits. Die Auszeichnung gilt als einer der wichtigsten internationalen
Standards für digital vernetzte und zukunftsfähige Gebäude und bewertet unter
anderem die Qualität der digitalen Konnektivität und technischen Infrastruktur.
"Eine funktionale digitale Infrastruktur erleichtert den Alltag im Tower
erheblich", sagt Tichay. Im fertigen Gebäude zeigt sich das auch ganz praktisch:
Wer einen Termin im zwölften Stock hat, erfährt schon beim Betreten per App,
welcher Aufzug am schnellsten nach oben führt. Auch Schreibtische oder der
Grillplatz auf der Dachterrasse lassen sich bequem digital buchen.
Vom Rohbau zur Vertical City
Für die zweite Jahreshälfte 2027 ist die Fertigstellung des Projektes geplant.
030BLN vereint Einzelhandel, Gastronomie, moderne Büroflächen mit mehr als 20
Konferenz- und Meetingräumen, über 300 Urban-Living-Einheiten sowie eine Kita
unter einem Dach. Das Konzept folgt damit der Idee einer "Vertical City": eines
urbanen Bausteins, der Arbeiten, Urban Living, Einkaufen und Freizeit an einem
Ort vereint und so kurze Wege sowie eine lebendige Nutzung über den gesamten Tag
hinweg ermöglicht.
Ergänzt wird das Angebot durch eine rund 2.500 Quadratmeter große Dachterrasse
mit Gärten, Sportflächen sowie Bar- und Eventbereichen und 500 neue
Fahrradstellplätze. Für die Architektur zeichnen Sauerbruch Hutton und Studio
Aisslinger.
Nach Fertigstellung wird Covivio das 030BLN selbst betreiben. "Am Ende zählt die
Zukunftsfähigkeit eines Gebäudes. Wir wollen mit dem 030BLN ein Hochhaus bauen,
das langfristig überzeugt", sagt Covivio-Projektleiter Andreas Tichay.
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OTS: Drees & Sommer SE
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