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Reimann: Vor dem "PNOG II" braucht die Pflegeversicherung noch ein weiteres Darlehen |
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| 7.10.2026 17:50 Uhr |
AOK-Bundesverband |
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Berlin (ots) - Die Einsetzung einer Strukturkommission zur Reform der sozialen
Pflegeversicherung wurde heute entgegen der Ankündigung doch nicht im Kabinett
beschlossen. Dazu sagt Dr. Carola Reimann, Vorstandsvorsitzende des
AOK-Bundesverbandes:
"Nach dem Minimalkompromiss beim PNOG richten sich jetzt alle Blicke auf eine
weitere Expertenkommission, deren Start sich weiter verschiebt. Es bleibt zu
hoffen, dass dieses Gremium in den nächsten drei Monaten die Reformformel zur
Auflösung der gegensätzlichen Interessen findet. Aber man sollte die Kommission
auch nicht mit Erwartungen überfrachten. Eigentlich liegen ja alle möglichen
Reformansätze längst auf dem Tisch.
Ob die Minder- und Mehrausgaben für 2027 und die Folgejahre richtig abgeschätzt
wurden, dazu gibt es derzeit keine Prognose. Es ist schon bezeichnend, dass
selbst die Kabinettsfassung zum PNOG bereits von einer Deckungslücke von 1,35
Milliarden Euro im Jahr 2027 ausgeht. Klar ist jedenfalls, dass schnell ein
"PNOG II" folgen muss, um der angeschlagenen sozialen Pflegeversicherung eine
verlässliche Finanzierung und eine längerfristige Zukunftsperspektive zu
verschaffen. Die Zeit drängt!
Vorher muss aber noch schnellstmöglich noch geklärt werden, wie der akute
Finanzbedarf gedeckt werden soll. Denn bis zum Ende des Jahres droht der SPV
noch ein zusätzliches Finanzloch von über einer Milliarde Euro, das in der
Kostenabschätzung der Kabinettsfassung unberücksichtigt geblieben ist. Zur
kurzfristigen Überbrückung müsste wieder ein schnelles weiteres Darlehen aus dem
Bundeshaushalt aushelfen. Nachhaltige Lösungen sehen freilich anders aus."
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Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - AOK-Bundesverband
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