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Berlin (ots) - Bei der UN-Biodiversitätskonferenz (CBD COP17) in Armenien
verhandelt die Weltgemeinschaft ab 19. Oktober erneut über den Schutz der
biologischen Vielfalt. Dabei geht es um mehr als Naturschutz: In einer
ungewöhnlichen Allianz fordern über 30 Organisationen aus dem deutschen
Gesundheitswesen sowie Umwelt- und Klimaschutzorganisationen gemeinsam, den
Schutz der Biodiversität auch als Gesundheitsvorsorge zu begreifen. Ihr Appell
richtet sich an Bundesumweltminister Carsten Schneider,
Bundesgesundheitsminister Dr. Carsten Linnemann und die Bundesregierung.
Intakte Ökosysteme beugen Krankheiten vor, unterstützen Heilprozesse und liefern
die Basis für medizinische Innovation: Mehr als die Hälfte aller Medikamente
stammt ursprünglich aus natürlichen Ressourcen.
2022 hat die Weltgemeinschaft mit dem Kunming-Montreal-Abkommen vereinbart, den
Verlust der biologischen Vielfalt zu stoppen und bis 2050 im Einklang mit der
Natur zu leben. Auf der CBD COP17 wird nun Bilanz gezogen. Die Unterzeichnenden
des Statements sehen darin die Gelegenheit, bestehende Lücken zu schließen, und
benennen vier Handlungsfelder:
Artenreichtum als Gesundheitsvorsorge berücksichtigen: Die positive Wirkung
intakter Ökosysteme und artenreicher Grünräume auf unsere Gesundheit soll bei
politischen Entscheidungen und Investitionen stärker einfließen.
Gesundheit, Klima- und Biodiversitätsschutz zusammendenken: Klimakrise und
Artenverlust haben gemeinsame Ursachen. Eine naturnahe Stadtentwicklung kann
Biodiversität fördern, Hitze reduzieren und das psychische Wohlbefinden
unterstützen.
Globale Biodiversitätsziele voranbringen: Dazu gehören ausreichende Ressourcen,
das 30×30-Ziel (30 Prozent der Land- und Meeresflächen bis 2030 unter wirksamem
Schutz), der Abbau biodiversitätsschädlicher Anreize und weniger
Umweltverschmutzung, etwa durch Plastik.
One Health stärken : Ressort- und sektorübergreifende Zusammenarbeit soll fester
Bestandteil der Umsetzung der Biodiversitätsziele werden.
Der Schutz der biologischen Vielfalt ist demnach keine Aufgabe des Naturschutzes
allein, sondern eine gemeinsame Aufgabe von Umwelt-, Gesundheits-,
Landwirtschafts- und Wirtschaftspolitik.
Der Appell wird unter anderem unterstützt vom Deutschen Pflegerat, BKK
Dachverband, KLUG, Greenpeace, WWF, NABU und dem BUND.
Das Statement im Wortlaut : https://echte-leistungstraeger.de/artenreichtum-schu
etzen-heisst-gesundheit-schuetzen/
Pressekontakt:
Laura Schneider, Gesunde Erde - Gesunde Menschen
presse@stiftung-gegm.de (mailto:l.schneider@stiftung-gegm.de) | 01520-7279871
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/179773/6373278
OTS: Stiftung Gesunde Erde Gesunde Menschen gGmbH
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