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Bielefeld (ots) - FR / Bielefeld / Stadtgebiet - Die Kriminalpolizei
sensibilisiert: Betrüger faken E-Mails und Internetseiten von
Secondhand-Plattformen im Internet, um an das Geld von Verkäufern zu gelangen.
Wie läuft der Betrug ab?
Die Geschädigten bieten auf einer der üblichen Secondhand- bzw.
Flohmarkt-Plattformen ihren Artikel zum Verkauf an und erhalten dann zeitnah
eine Fake-E-Mail der Betrüger. Diese erweckt den Anschein von der offiziellen
Plattform zu sein. Die Fake-Mail gibt an, dass der Artikel verkauft wurde und
das Geld des vermeintlichen Käufers bereits in der "sicheren" Bezahlfunktion der
Plattform abrufbar sei.
"Wenn die Opfer auf den Link der täuschend echten Fake-Mail klicken, werden sie
auf eine Phishing-Seite gelockt. Also auf betrügerische Internetseiten, die den
Anschein erwecken, die echte Plattform zu sein oder auch ein
Online-Bezahldienst", erklärt Stefan Grothaus, Erster Kriminalhauptkommissar und
Leiter des Kriminalkommissariats 15 im Polizeipräsidium Bielefeld, zuständig für
Betrugsdelikte.
Die Opfer geben ihre sensiblen Bankdaten bis hin zur PIN des Onlinebanking ein,
im Glauben, so das Geld des Käufers zu erhalten. Tatsächlich erhalten die Opfer
aber kein Geld, sondern geben durch die Eingabe ihrer Daten Zahlungen von ihren
Konten frei.
Manche Betrüger geben auch vor, dass die Zahlung mit einem gängigen
Online-Bezahldienst nicht funktioniert habe und sie daher die Bezahlfunktion der
Secondhand-Plattform benutzt haben. "Nicht selten werden dann Beträge im
vierstelligen Bereich ergaunert", warnt Kommissariatsleiter EKHK Grothaus.
Die Polizei rät: Überprüfen Sie die Absender von E-Mails genau! Nutzen Sie die
offiziellen Apps und klicken Sie niemals auf externe Links. Lassen Sie sich
nicht von einem schnellen Verkaufserfolg zu unüberlegten Handlungen verleiten.
Beispiele von Bielefelderinnen und Bielefeldern, die bei der Polizei eine
Anzeige erstattet haben:
Ein 27-jähriger Bielefelder bemerkte einen Betrugsversuch am Donnerstag,
28.05.2026, rechtzeitig. Er hatte einen Teppich und ein Bett zum Verschenken
inseriert und eine Fake-Mail der Plattform erhalten. Er erkannte
Rechtschreibfehler in der Fake-Mail und sein Mail-Anbieter warnte ihn davor, dem
Link in der Mail zu folgen. Als er dem Kauf nicht zustimmte, versuchten die
Betrüger ihn vergeblich unter Druck zu setzen, indem sie ihm mitteilten, dass
Stornogebühren auf ihn zukommen würden.
Am Freitag, 29.05.2026, gelangten Betrüger an die Kreditkartendaten und
Personalausweisdaten einer 30-jährigen Bielefelderin, als sie einem
vermeintlichen Kauf ihres Inserats stattgeben wollte. Nachdem die ersten
betrügerischen Abbuchungen von ihrem Konto erfolgten, ließ sie ihre Konten
sperren.
Ein 43-jähriger Bielefelder brachte am Montag, 01.06.2026, einen Online-Betrug
zur Anzeige. Der Bielefelder hatte Festivaltickets zum Verkauf angeboten und
eine Fake-Mail erhalten. Er klickte auf den Link, gab seine Bankdaten ein und
gab versehentlich auch einen Überweisungsauftrag in Höhe von 690 Euro frei. Als
er dies bemerkte, informierte er seine Bank, die den Auftrag wegen Betrugs
widerrief. Er erhielt sein Geld zurück.
Nachdem eine 36-jährige Bielefelderin Katzen auf einer Plattform zum Verkauf
angeboten hatte, meldete sich am Dienstag, 09.06.2026, eine vermeintliche
Käuferin. Diese schickte ihr einen Link, der beweisen würde, dass sie bezahlt
hätte. Die 36-Jährige folgte dem Link, lud Fotos ihres Personalausweises hoch
und gab die Daten ihrer Kreditkarte an. Sie erkannte den Betrug noch
rechtzeitig, bevor es zu Abbuchungen kam.
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