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Berlin (ots) - Wie lassen sich Fachkräfte langfristig binden, wenn diese
zunehmend Flexibilität erwarten, gleichzeitig aber Zusammenarbeit und
Unternehmenskultur nicht verloren gehen sollen? Und wie gelingt das, wenn ein
Unternehmen wächst und neue Strukturen benötigt? Der Berliner
Beschaffungsdienstleister FACTUREE beschäftigt sich intensiv mit diesen Fragen.
Das Unternehmen gehört 2026 zu den vom Tagesspiegel und dem
Sozialwissenschaftlichen Institut Schad ausgezeichneten "Besten Arbeitgebern"
Berlins.
FACTUREE hat sich als digitaler Beschaffungsdienstleister für maßgefertigte
Zeichnungsteile etabliert. Über seine Plattform ermöglicht das Unternehmen
Industriekunden den Zugang zu einem Netzwerk von mehr als 2.000
Fertigungspartnern. Über 30.000 Kunden nutzen inzwischen das Angebot. Parallel
zur Weiterentwicklung der Plattform, unter anderem durch den Einsatz von KI,
baut FACTUREE seine persönliche Kundenbetreuung aus. Dafür benötigt das
Unternehmen zusätzliche Fachkräfte. Die Mitarbeiterzahl ist von 53 im Jahr 2025
auf bisher 62 im Jahr 2026 gestiegen.
Mit dem Wachstum stellt sich auch die Frage, wie sich die Unternehmenskultur
weiterentwickeln muss. Das 2017 in Berlin gegründete Unternehmen FACTUREE hat
sich aus seiner Start-up-Phase flache Hierarchien, kurze Entscheidungswege und
eine offene Kommunikation bewahrt. Gleichzeitig wurden klare Rollen- und
Zieldefinitionen sowie systematische Kapazitäts- und Vertretungsplanungen
eingeführt.
"Wir wollen wachsen, ohne zu verlieren, was uns als Arbeitgeber auszeichnet. Das
ist ein Spagat. Denn je größer ein Unternehmen wird, desto mehr Strukturen
braucht es. Gleichzeitig wollen wir kurze Entscheidungswege, Vertrauen und
Eigenverantwortung erhalten", erklärt Richard Schentke, Head of People and
Culture bei FACTUREE.
Mitarbeitende wollen wissen, welchen Beitrag sie leisten
Mit zunehmender Unternehmensgröße wird es oft schwieriger, alle Beschäftigten
einzubinden und ihnen zu vermitteln, welche Rolle sie für den gemeinsamen Erfolg
spielen. Wie FACTUREE dabei aufgestellt ist, zeigt eine anonyme
Mitarbeiterbefragung aus dem Jahr 2026. Die Beschäftigten geben an, dank
transparenter Kommunikation genau zu wissen, wie ihre Arbeit zum
Unternehmenserfolg beiträgt. Dieser Aspekt erreicht 4,92 von maximal 5 Punkten.
Auch die Sinnhaftigkeit ihrer Tätigkeit bewerten sie mit 4,75 Punkten hoch.
Eine weitere Herausforderung beim Wachstum ist es, Vertrauen und einen offenen
Umgang miteinander zu bewahren. FACTUREE setzt dabei auf direkte Kommunikation
über Hierarchiegrenzen hinweg und eine Fehlerkultur, bei der Probleme gemeinsam
gelöst werden, statt Schuldige zu suchen. In der Befragung erreicht diese
sogenannte No-Blame-Kultur 4,42 von 5 Punkten, das gegenseitige Vertrauen
innerhalb der Teams 4,50 Punkte.
Auch die Bereitschaft, FACTUREE als Arbeitgeber weiterzuempfehlen, ist hoch. Der
sogenannte Employee Net Promoter Score (eNPS) liegt bei +42,4 auf einer Skala
von -100 bis +100. Der Wert zeigt, dass die überzeugten Befürworter unter den
Beschäftigten deutlich überwiegen. Doch was erwarten Mitarbeiter heute überhaupt
von einem guten Arbeitgeber?
Was Mitarbeiter über ihre Tätigkeit hinaus bindet
"Wir stellen seit einigen Jahren fest, dass die Erwartungen an Arbeitgeber
vielfältiger werden. Lebensmodelle verändern sich, familiäre Aufgaben werden
zunehmend partnerschaftlich verteilt und gerade jüngere Beschäftigte legen
großen Wert darauf, Beruf und Privatleben flexibel miteinander vereinbaren zu
können. Gleichzeitig erwarten sie individuelle Entwicklungsmöglichkeiten und
klare berufliche Perspektiven. Für uns bedeutet das, flexibler werden zu
müssen", erklärt Schentke.
FACTUREE bietet daher ein hybrides Arbeitsmodell mit Gleitzeit,
Vertrauensarbeitszeit und Homeoffice-Option. Darüber hinaus können Mitarbeiter
zeitweise aus dem Ausland arbeiten. Gerade für die internationale Belegschaft
mit Menschen aus 13 Nationen ist dies ein wichtiger Aspekt.
Auch bei der beruflichen Weiterentwicklung berücksichtigt FACTUREE die
unterschiedlichen Bedürfnisse der Beschäftigten. Neben individuellen
Weiterbildungsangeboten arbeitet das Unternehmen derzeit an einem transparenten
Karrierestufenmodell, das klare Entwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten
schaffen soll. Doch je individueller die Arbeitsmodelle werden, desto
anspruchsvoller wird es, den Zusammenhalt im Unternehmen zu erhalten. FACTUREE
fördert daher bewusst persönliche Begegnungen - zum Beispiel beim gemeinsamen
Mittagessen im Büro, wo täglich kostenfrei frisch für die Belegschaft gekocht
wird, oder bei regelmäßigen Teamveranstaltungen. Letztere nutzt die
Geschäftsführung auch, um die Mitarbeiter über die wirtschaftliche Entwicklung
und anstehende Veränderungen zu informieren.
Auszeichnung bestätigt den eingeschlagenen Weg
Die Auszeichnung als einer von "Berlins Besten Arbeitgebern 2026" basiert auf
einer Untersuchung des Tagesspiegels und des Sozialwissenschaftlichen Instituts
Schad. Bewertet wurden unter anderem Arbeitszeitmodelle, Gesundheitsschutz,
Zusatzleistungen, Chancengleichheit und Entwicklungsmöglichkeiten.
"Die Auszeichnung freut uns sehr. Ein guter Arbeitgeber zu sein ist eine
Daueraufgabe. Die Erwartungen der Mitarbeiter verändern sich, und mit unserem
Wachstum verändern sich auch die Rahmenbedingungen. Wir müssen deshalb immer
wieder neu austarieren, was wir brauchen, um als Unternehmen gemeinsam
erfolgreich zu sein", sagt Schentke.
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