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Bruchköbel (ots) - (lei) Seit dem 11. Mai gingen bei der Polizei vermehrt
Meldungen über verdächtiges Ansprechen von Kindern im Bereich Bruchköbel ein. In
diesem Zusammenhang wurde wiederholt ein weißer Kastenwagen mit französischem
Kennzeichen gemeldet, dessen Insassen auch Kinder angesprochen haben sollen.
Bislang konnte lediglich in einem Fall vom 12. Mai bestätigt werden, dass ein
zwölfjähriger Junge von Personen aus einem weißen Sprinter heraus angesprochen
wurde. Der Junge sei dabei aufgefordert worden, einzusteigen, da man angeblich
seine Eltern kennen würde. Der Junge reagierte richtig, lehnte dies ab und
verständigte unmittelbar den Notruf.
Im Rahmen der Fahndungsmaßnahmen konnte das betreffende Fahrzeug und dessen
Insassen einer Kontrolle unterzogen werden. Hierbei stellten die Beamten fest,
dass das am Fahrzeug angebrachte französische Kennzeichen nicht für das
kontrollierte Fahrzeug ausgegeben war. Das Kennzeichen sowie das Fahrzeug wurden
daraufhin sichergestellt.
Am Mittwoch, 20. Mai, gingen erneut Mitteilungen zu einem weißen Sprinter mit
französischem Kennzeichen ein. Eine Polizeistreife konnte ein entsprechendes
Fahrzeug mit den bereits zuvor kontrollierten Personen kurz darauf antreffen und
überprüfen. Die kontrollierten Personen wurden zur Dienststelle gebracht; zudem
erfolgte eine sogenannte Gefährderansprache. Im Rahmen informatorischer
Befragungen gaben die Betroffenen an, keine Kinder angesprochen zu haben. In
diesem sowie in zwei weiteren, zwischenzeitlich gemeldeten Fällen, in denen ein
verdächtiger weißer Kastenwagen gemeldet wurde, liegen bislang keine Hinweise
darauf vor, dass Kinder tatsächlich angesprochen wurden.
Bislang handelte es sich bei den kontrollierten Fahrzeugen um Wagen von
Schrottsammlern, deren Laderäume jeweils mit entsprechenden Materialien beladen
waren. Die Polizei schließt daher derzeit nicht aus, dass es im Zusammenhang mit
der Suche nach Schrott zu Kontaktaufnahmen gekommen sein könnte. Dennoch nimmt
die Polizei die eingegangenen Hinweise ernst und führt weiterhin entsprechende
Ermittlungen durch. Gleichzeitig bitten die Beamten darum, sachlich mit dem
Thema umzugehen und keine unbegründeten Gerüchte oder Spekulationen -
insbesondere in sozialen Netzwerken - zu verbreiten.
Die Polizei rät Eltern, mit ihren Kindern altersgerecht über den Umgang mit
fremden Personen zu sprechen. Kinder sollten insbesondere darauf hingewiesen
werden:
- nicht zu fremden Personen ins Fahrzeug zu steigen,
- Abstand zu unbekannten Fahrzeugen zu halten,
- in unangenehmen Situationen laut auf sich aufmerksam zu machen,
- sich Hilfe bei anderen Erwachsenen zu suchen,
- sowie umgehend Eltern, gegebenenfalls Lehrkräfte oder die
Polizei zu informieren.
Wer verdächtige Beobachtungen macht oder Hinweise geben kann, wird gebeten, sich
bei der Polizei zu melden. In akuten Situationen sollte umgehend der Notruf 110
gewählt werden.
Rückfragen bitte an:
Polizeipräsidium Südosthessen
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63071 Offenbach am Main
Telefon: 069 / 8098 - 1210 (Sammelrufnummer)
Thomas Leipold (lei) - 1201 oder 0160 / 980 00745
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