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POL-ME: Gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Detmold und der Kreispolizeibehörde Mettmann: Erstes Urteil gegen Betrügerbande größtenteils rechtskräftig, weitere Anklage erhoben - 2608021 (FOTO) |
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| 7.08.2026 12:11 Uhr |
Polizei Mettmann |
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Detmold/ Ratingen/ Langenfeld (ots) - In einem durch die Staatsanwaltschaft
Detmold und die Kreispolizeibehörde Mettmann geführten bundesweiten
Sammelverfahren wegen gefälschter Gerichtskostenrechnungen hat der
Bundesgerichtshof am 30.07.2026 die Revisionen der Angeklagten gegen die mit
Urteil der Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Detmold vom 27.11.2024
verhängten Freiheitsstrafen verworfen. Damit sind nun ein 45 Jahre alter
Deutscher wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs in 229 Fällen zu 4 Jahren 6 Monaten
Freiheitsstrafe verurteilt, ein 49 Jahre alter Lette wegen gewerbsmäßigen
Bandenbetrugs in 198 Fällen zu 4 Jahren 3 Monaten und ein 67 Jahre alter Este
wegen Beihilfe zum gewerbsmäßigen Bandenbetrug in 179 Fällen zu 3 Jahren 3
Monaten rechtskräftig verurteilt. Auf die Revision der Staatsanwaltschaft
Detmold - mit der eine zu niedrige Wertersatzeinziehung gerügt wird - hat der
Bundesgerichtshof gegen die Entscheidung über die Einziehung des Wertes von
Taterträgen aufgehoben und die Sache an eine andere Wirtschaftsstrafkammer des
Landgerichts Detmold zurückverwiesen.
Die Verurteilten waren Teil einer international agierenden Betrügerbande und
haben seit September 2020 mehr als 150.000 gefälschte Gerichtsrechnungen für
Handelsregistereintragungen aus dem Raum Düsseldorf heraus verschickt.
Dreitausend Unternehmen und Vereine fielen der Täuschung zum Opfer und
überwiesen jeweils einen hohen dreistelligen Betrag. Insgesamt wurde ein Schaden
von 2,7 Millionen Euro verursacht.
Am 09.07.2026 hat die Staatsanwaltschaft Detmold Anklage gegen zwei weitere
Mittäter und einen Gehilfen vor die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts
Detmold erhoben. Den beiden Mittätern wird gewerbsmäßiger Bandenbetrug in 272
Fällen vorgeworfen. Dem Gehilfen wird vorgeworfen, zu diesen Taten durch sieben
Handlungen Beihilfe geleistet zu haben.
Gegen weitere Bandenmitglieder dauern die Ermittlungen noch an.
Zum Hintergrund des Verfahrens wird auf folgenden Auszug aus der ursprünglichen
Pressemitteilung (https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/43777/5495065) Bezug
genommen:
Zur Ergreifung der Täter wurde unter Beteiligung von Eurojust und Europol eine
gemeinsame Ermittlungsgruppe gegründet, die von Staatsanwälten aus Detmold und
Estland geleitet wurde. Gemeinsam verfolgten die Ermittlungsbehörden das
überwiesene Geld mit Hilfe von Kollegen aus Lettland, Litauen, Ungarn, Malta,
Bulgarien und Tschechien durch ganz Europa. Die Spur des Geldes führte nach
Estland und von dort zurück zu dem möglichen Kopf der Bande in Düsseldorf. Bei
dem länderübergreifend zeitgleich durchgeführten Zugriff in den frühen
Morgenstunden im April 2023 waren insgesamt etwa 70 Polizeibeamte sowie ein
Banknoten- und ein Rauschgiftspürhund im Einsatz. Detmolder Staatsanwälte
begleiteten die Festnahmen in Estland und im Rheinland. In Düsseldorf, Ratingen
und Langenfeld beschlagnahmte die Polizei Beweismittel und sicherte
aufgefundenes Bargeld, weitere Vermögenswerte und Betäubungsmittel, sowie eine
scharfe Schusswaffe. Im Zuge des Verfahrens sind zudem etwa 300 Bankkonten
eingefroren worden.
Das Sammelverfahren war Anfang Juli 2021 in der Sonderabteilung für Organisierte
Kriminalität der Staatsanwaltschaft Detmold eingerichtet worden. Im Weiteren
beauftragte das Landeskriminalamt NRW die Kreispolizeibehörde Mettmann mit den
polizeilichen Ermittlungen, weil die gefälschten Rechnungen in Langenfeld bei
Düsseldorf zur Post gegeben worden waren. Auf estnischer Seite waren für die
Staatsanwaltschaft des Bezirks Viru Ermittler der Steuer- und Zollbehörde im
Einsatz.
Es wurde Vermögenswerte in Höhe von ca. 150.000 Euro sichergestellt. Die
Abwicklung kann erst nach Rechtskraft der Einziehungsentscheidung erfolgen.
Hinweise für Geschädigte werden zu gegebener Zeit auf der Internetseite der
Staatsanwaltschaft Detmold (www.sta-detmold.nrw.de) veröffentlicht.
Rückfragen von Medienvertretern/Journalisten bitte an:
Staatsanwaltschaft Detmold
OStA Heidberg
Telefon: 05231-768-295
StA Görlitz
Telefon: 05231-768-275
pressestelle@sta-detmold.nrw.de
Fragen bitte an:
Kreispolizeibehörde Mettmann
Polizeipressestelle
Adalbert-Bach-Platz 1
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Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/43777/6328962
OTS: Polizei Mettmann
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Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Polizei Mettmann
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