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Köln/Berlin (ots) - "Platz 12 für Deutschland im Innovationsindikator ist
inakzeptabel", erklärt Jens Jerzembeck, Vorstand der AIF - Allianz für Industrie
und Forschung (https://www.aif.de/) , im Umfeld der abschließenden 2. und 3.
Lesung im Deutschen Bundestag zum Gesetz des Bundeshaushaltes 2026 am 28.
November 2025. Der Indikator vom Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.
(BDI) (https://bdi.eu/) , Roland Berger, dem Fraunhofer-Institut für System- und
Innovationsforschung (https://www.isi.fraunhofer.de/) und dem ZEW -
Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (https://www.zew.de/)
analysiert 35 Volkswirtschaften auf den Gebieten der Innovationsfähigkeit,
Schlüsseltechnologien und Nachhaltigkeit.
Startbahn für den Aufschwung
"Um schnell und nachhaltig aus der aktuellen Talsohle herauszukommen, brauchen
wir die zukunftsorientierten Innovationen aus Industrie und Mittelstand und vor
allem deren zeitnahe Markteinführung.
Die im Bundeshaushalt 2026 dafür vorgesehenen 'Investitionen' in die
Forschungsförderprogramme des Bundeswirtschaftsministeriums
(https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Navigation/DE/Home/home.html) sind
von fundamentaler Bedeutung und leider immer noch zu gering", mahnt Jerzembeck
an. Die Forschungsaktivitäten der deutschen Unternehmen bedienen die
Schlüsseltechnologien und seien "naturbedingt nah am Bedarf". "Angewandte
Industrieforschung ebnet die Startbahn für den Aufschwung", so Jerzembeck.
AIF fordert weiterhin eine Milliarde für industrielle Forschungsförderungen
Insgesamt 772,5 Millionen Euro stehen für die Industrielle
Gemeinschaftsforschung (IGF) (https://www.igf-foerderung.de/) , das Zentrale
Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM)
(https://www.zim.de/ZIM/Navigation/DE/Home/home.html) , das Innovationsprogramm
Geschäftsmodelle und Pionierlösungen (IGP) (https://www.bundeswirtschaftsministe
rium.de/Redaktion/DE/Artikel/Innovation/igp.html) und die Förderung der
Innovationskompetenz mit gemeinnützigen Industrieforschungseinrichtungen
(INNO-KOM) (https://www.foerderdatenbank.de/FDB/Content/DE/Foerderprogramm/Bund/
BMWi/externer-industrieforschungseinrichtungen.html) im zunächst vom Deutschen
Bundestag (https://www.bundestag.de/) verabschiedeten Haushaltsgesetz für das
kommende Jahr.
"Die von der AIF geforderte eine Milliarde Euro für industrielle
Forschungsförderung adressiert eine nachhaltige Mittelaufstockung zugunsten der
Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen", betont
Jerzembeck. Für die IGF fordern die Mitglieder der Allianz für Industrie und
Forschung - industriegetragene Forschungsvereinigungen nahezu aller Branchen -
300 Millionen Euro, für das ZIM 600 Millionen Euro und für die INNO-KOM 100
Millionen Euro.
Mittelreduzierung für europaweit einzigartige IGF nicht bedarfsgerecht
"Im 2026er Haushaltsgesetz stehen für die IGF mit etwa 178,5 Millionen Euro zwei
Millionen Euro weniger als im Vorjahr bereit", beanstandet Jerzembeck, der auch
Geschäftsführer der AIF- Forschungsvereinigung Schweißen und verwandte Verfahren
e.V. des DVS (https://www.aif.de/mitglied/dvs/) ist. Die Forschungsvereinigungen
koordinieren die IGF-Forschungsprojekte von der Idee bis zum Transfer in die
Unternehmen. Hundertausende mittelständische und Industrieunternehmen forschen
im Team mit den AIF-Mitgliedern (https://www.aif.de/mitglieder/) und
Universitäten, Hochschulen oder Instituten mit dem Ziel hoch innovativer
Produkte und Technologien. "Aufgrund der direkten Zusammenarbeit mit den
forschungsaffinen Unternehmen sehen wir einen um 50 Prozent höheren Mittelbedarf
für die europaweit einzigartige Industrielle Gemeinschaftsforschung. Um Wachstum
zu erzeugen, sind wirtschaftsrelevante Priorisierungen bei den Ausgaben
notwendig", erklärt der AIF-Vorstand.
Auch die Reduktion der INNO-KOM-Mittel um 5,5 Millionen Euro im Vergleich zu
2025 (73 Millionen Euro) sei bedauerlich und beeinträchtige die erfolgreiche
Realisierung von weiteren Forschungsvorhaben. Für 2026 werden hier nur noch 67,5
Millionen Euro festgeschrieben.
Auf und ab beim Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand
Im Einzelplan 09 (Wirtschafts- und Energieressort) werden für das ZIM 536,4
Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Vor zwei Jahren (2024) waren es noch fast
620 (619,7) Millionen Euro, und 2025 sackte das ZIM-Budget auf 502,3 Millionen
Euro extrem ab. Dass es nun wieder aufwärts - wenn auch langsam - geht, bewertet
der AIF-Vorstand als wichtiges und richtiges Signal an die forschungsaffinen
Unternehmen in Deutschland.
Als erfahrener Brückenbauer zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik
registriert die AIF und ihr breites Netzwerk wiederum deutlich, dass nicht nur
im Koalitionsvertrag, sondern auch in der Bundesregierung, die "Währung
Innovation" erheblich aufgewertet und der Wirtschaftsstandort Deutschland wieder
klar im Vordergrund steht.
Pressekontakt:
Frauke Frodl, Pressersprecherin der AIF - Allianz für Industrie und
Forschung e.V.
Telefon: +49 30 64475 215, Mobil: +49 151 19621 541
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