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Osnabrück (ots) - Der Schauspieler August Wittgenstein fordert mehr
gesellschaftliche Anerkennung für die Jägerschaft. "Jeder Klimaschützer müsste
eigentlich Jagdbefürworter sein, weil Arten- und Pflanzenvielfalt nur durch
Regulierung des Wildbestandes gewährleistet werden kann", sagte der 44-Jährige
im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ).
Der TV-Star, der in der neuen Staffel der ZDF-Erfolgsserie "Ku'damm 77" die
Rolle des Staatsanwalts Wolfgang von Boost spielt, kritisierte das oft negative
Image von Jägern. Er habe das Gefühl, sich gerade in seiner Wahlheimat Berlin
oft verteidigen zu müssen. "Ich kann nachvollziehen, dass jemand, der in der
Stadt aufgewachsen ist (...), denkt: Die süßen Tiere müssen beschützt werden und
die bösen Jäger mit ihren Gewehren schießen sie tot", so Wittgenstein gegenüber
der "NOZ". Er wünsche sich jedoch mehr Bereitschaft, zu verstehen, dass ein
gesundes Ökosystem ohne die Kontrolle der Wildpopulationen nicht zu erhalten
sei.
Neben seiner Leidenschaft für den Wald sprach der Schauspieler auch offen über
seine Begeisterung für Bier und blickte auf seine Jugend im Siegerland zurück.
Sein erstes Bier habe er bereits im Alter von 13 Jahren getrunken. "Es ist
brutal, dass man auf dem Land lange einfach Bier trinkt, weil es dazugehört",
gestand der Adelsspross im "NOZ"-Interview. Wirklich geschmeckt habe es ihm
allerdings erst mit etwa 18 Jahren. Heute bezeichne er sich als bewussten
"Bierliebhaber", der vor allem die Craft-Beer-Szene und die Qualität des
Handwerks schätze: "Bier ist das am unbewusstesten getrunkene Getränk. Es geht
oft um Quantität, nicht um Qualität."
Wittgenstein stammt aus einer traditionsreichen Jägerfamilie. Dass das Handwerk
hohe Anforderungen stellt, unterstrich er mit einem persönlichen Vergleich: Das
Jagdexamen sei für ihn "auf jeden Fall" schwerer gewesen als sein
Geschichtsabschluss an der renommierten Georgetown-Universität in Washington
D.C..
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