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Köln (ots) - Immer mehr deutsche Unternehmer fragen sich, ob Deutschland
langfristig noch die wirtschaftliche Stabilität bietet, die sie für ihre Planung
benötigen. Zwischen politischer Unsicherheit, wachsender Regulierung und hohen
steuerlichen Belastungen entsteht bei vielen der Wunsch, sich eine alternative
Perspektive im Ausland zu sichern. Oft geht es dabei weniger um eine
unmittelbare Auswanderung, sondern um die Option, flexibel auf veränderte
Rahmenbedingungen reagieren zu können.
Dieser Beitrag zeigt, welche Motive hinter dieser Entwicklung stehen, welche
Länder besonders attraktiv erscheinen und an welchen Punkten Auswanderungspläne
regelmäßig scheitern.
Warum viele Unternehmer eine Auswanderung zumindest in Betracht ziehen
Der Wunsch nach neuen Perspektiven entsteht selten aus einem einzelnen Grund.
Meist greifen mehrere Faktoren ineinander und verstärken das Gefühl wachsender
Unsicherheit. Viele Unternehmer möchten vorbereitet sein, falls sich politische
oder wirtschaftliche Bedingungen weiter verschlechtern, und suchen vor allem
verlässliche Rahmenbedingungen für Familie und Vermögen. Hinzu kommt, dass
einige erlebt haben, wie schnell rechtliche oder steuerliche Verfahren in
persönliche Bereiche hineinreichen können - Erfahrungen, die den Wunsch nach
Stabilität zusätzlich erhöhen.
Gleichzeitig hat sich das gesellschaftliche Klima verändert. Polarisierte
Debatten und zugespitzte Darstellungen in den sozialen Medien belasten viele
Unternehmer und lassen internationale Standorte attraktiver erscheinen, weil sie
dort mehr Ruhe und unternehmerische Klarheit vermuten. Die steuerliche Belastung
bleibt dabei ein wichtiger Faktor, ist jedoch nur ein Teil eines größeren
Gesamtbildes.
Diese Standorte sind besonders attraktiv
Die Vereinigten Arabischen Emirate, insbesondere Dubai, stehen für viele weit
oben auf der Liste möglicher Alternativen. Der Standort gilt als
unternehmerfreundlich, Regeln sind oft klar formuliert, und administrative
Abläufe verlaufen vergleichsweise zügig. Die Kombination aus niedriger
Steuerlast, moderner Infrastruktur und hoher persönlicher Sicherheit schafft ein
Umfeld, das viele als motivierend empfinden. Zugleich spielt das durchgehend
warme Klima für viele ebenfalls eine wichtige Rolle, da es den Lebensalltag
spürbar beeinflusst.
Auch europäische Alternativen wie Spanien, Malta oder Zypern erfreuen sich
großer Beliebtheit. Sie verbinden ein angenehmes Lebensumfeld mit steuerlichen
Vorteilen und einem mondänen Flair. Wer hingegen einen stärker vertrauten
kulturellen Rahmen bevorzugt, orientiert sich häufig an Österreich oder der
Schweiz. Dort spielt neben der Sprache vor allem die Stabilität eine Rolle.
Besonders die Schweiz bietet durch ihre unabhängige politische Ausrichtung und
kantonale Steuermodelle attraktive Rahmenbedingungen. Die USA wiederum ziehen
jene an, die eine besonders unternehmerische Kultur schätzen, wobei hier
aufgrund komplexer Steuergesetze eine sorgfältige Planung unverzichtbar ist.
Wo bei der Auswanderung die größten Risiken liegen
Trotz sorgfältiger Vorbereitung treten immer wieder Fehler auf, die sich im
Nachhinein kaum korrigieren lassen. Viele unterschätzen die steuerlichen Folgen
eines Wegzugs, insbesondere die sogenannte Wegzugsbesteuerung. Sie greift, wenn
der Wert des eigenen Unternehmens zum Zeitpunkt des Wegzugs über dem Buchwert
liegt und bei einem späteren Verkauf im Ausland statt in Deutschland versteuert
werden müsste. Wer diese Vorgabe übersieht, wird häufig mit erheblichen Steuern
konfrontiert. Ebenso bedeutsam ist die Frage, wo die tatsächliche
Geschäftsleitung eines Unternehmens angesiedelt ist. Werden wichtige
Entscheidungen weiterhin in Deutschland getroffen, kann das zu einer
Doppelbesteuerung führen, selbst wenn der Wohnsitz längst verlagert wurde.
Am häufigsten scheitern Auswanderungspläne jedoch daran, dass der deutsche
Wohnsitz nicht vollständig aufgegeben wird. Oft reicht schon eine weiterhin
nutzbare Immobilie oder formale Meldeverhältnisse aus, um die unbeschränkte
Steuerpflicht aufrechtzuerhalten. Wenn dann nicht alle weltweiten Einkünfte
erklärt werden, entstehen schnell rechtliche Risiken. Diese Problematik entsteht
selten aus Absicht - meist ist sie die Folge unvollständiger Planung oder
fehlender Kenntnis über steuerliche Details.
Warum eine frühzeitige Planung unerlässlich ist
Ein steuerlich sauberer Wegzug lässt sich selten spontan realisieren. Bereits in
der Phase erster Überlegungen empfiehlt sich eine individuelle Analyse, denn
jedes Unternehmens- und Vermögensgefüge bringt andere Anforderungen mit sich.
Manche Anpassungen sind schnell umsetzbar, andere erfordern mehrere Monate
Vorlauf, Abstimmungen mit internationalen Behörden oder strukturelle
Veränderungen innerhalb des Unternehmens. Wer frühzeitig plant, hat deutlich
mehr Gestaltungsspielraum und vermeidet Belastungen, die durch Zeitdruck oder
fehlende Vorbereitung entstehen könnten.
Über Prof. Dr. Christoph Juhn:
Prof. Dr. Christoph Juhn ist Gründer und Geschäftsführer der Kanzlei JUHN
Partner, einer auf Gestaltungsberatung spezialisierten Steuer- und
Rechtsberatungskanzlei mit rund 120 Mitarbeitenden an fünf Standorten in Köln,
Düsseldorf, Frankfurt, Bonn und Dubai. Sein Schwerpunkt liegt auf
steueroptimierten Unternehmens- und Vermögensstrukturen, insbesondere auf
Holding-Konzepten zur Sicherung von Wachstum, Liquidität und Zukunftsfähigkeit.
Mehr Informationen unter: https://www.juhn.com/
Pressekontakt:
JUHN Partner GmbH Steuerberatungsgesellschaft
Vertreten durch: Prof. Dr. Christoph Juhn
E-Mail: mailto:Info@Juhn.com
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Ruben Schäfer
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