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Frankfurt am Main (ots) -
- Fachkräftemangel: 83 Prozent der Arbeitgeber finden nicht genug qualifizierte
Bewerber*innen
- Unternehmen setzen im Kampf um Talente vor allem auf Upskilling und flexible
Arbeitsmodelle
- Transformation braucht Menschen: Teamwork und Lernbereitschaft werden zu
Schlüssel-Kompetenzen bei Neueinstellungen
Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten planen deutsche Unternehmen im ersten
Quartal 2026 einen moderaten Personalaufbau. Gleichzeitig bleibt der Engpass am
Arbeitsmarkt hoch: 83 Prozent der Arbeitgeber haben Schwierigkeiten, offene
Stellen zu besetzen, weil qualifizierte Bewerber*innen fehlen. Das geht aus den
Zahlen einer aktuellen Zusatzbefragung der ManpowerGroup im Rahmen ihres
Arbeitsmarktbarometers hervor, an der mehr als 1.000 Unternehmen in Deutschland
teilnahmen. Der Report zeigt, mit welchen Strategien Unternehmen auf die
wirtschaftlichen Herausforderungen reagieren und welche Qualifikationen und Soft
Skills für die Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit deutscher Unternehmen
entscheidend sind.
Das brauchen deutsche Unternehmen jetzt: KI-Kompetenzen rücken in den Fokus
Besonders gefragt sind klassische IT- und Datenkompetenzen (21 Prozent) sowie
Fähigkeiten im Bereich Künstliche Intelligenz: 19 Prozent der Unternehmen suchen
Kompetenzen in der Anwendung von KI-Tools, weitere 16 Prozent in der Entwicklung
und im Training von KI-Systemen. Auch in anderen Bereichen wie Fertigung &
Produktion (19 Prozent), Logistik (16 Prozent), Verwaltung und Office-Management
(15 Prozent) sowie Vertrieb und Marketing (14 Prozent) werden verstärkt
Fachkräfte gesucht und häufig nicht gefunden.
"Der Bedarf an digitalen Kompetenzen steigt spürbar. Das zeigt: KI ist endgültig
in der Breite angekommen", sagt Iwona Janas, Country Manager der ManpowerGroup
Deutschland. "Wenn Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben wollen, brauchen sie
jetzt zwei Dinge: Menschen mit KI- & IT-Skills und eine klare Strategie, wie
diese Kompetenzen kurzfristig aufgebaut und im Alltag genutzt werden."
Was Unternehmen allgemein gegen den Fachkräftemangel tun
Um Vakanzen zu schließen, setzen Unternehmen vor allem auf Weiterbildung und
Umschulung der bestehenden Belegschaft (28 Prozent). Ebenfalls weit verbreitet
sind flexible Arbeitszeitmodelle wie Teilzeit oder variable Arbeitszeiten. Sie
werden von 26 Prozent der Unternehmen angeboten. Weitere zentrale Maßnahmen:
Gehaltserhöhungen (19 Prozent), erhöhte Werbeaktivitäten für offene Stellen (17
Prozent) sowie eine gezielte Ansprache neuer Talentpools (16 Prozent).
Darüber hinaus werden Standortflexibilität (zum Beispiel Homeoffice oder hybride
Modelle), der Einsatz von Automatisierung und künstlicher Intelligenz zur
Reduzierung des Personalbedarfs sowie die Senkung von Anforderungen an formale
Abschlüsse genannt. Ein Teil der Unternehmen setzt zudem auf Outsourcing und die
Rekrutierung in internationalen Märkten, um den Bedarf an qualifizierten
Fachkräften zu decken.
"Weiterbildung ist der Hebel mit der nachhaltigsten Wirkung gegen den
Fachkräftemangel, aber sie muss zur Realität im Betrieb passen", so Janas.
"Weiterbildung kostet Zeit. Zur Überbrückung in der Lernphase stellen wir
kurzfristig Experten bereit und begleiten sowohl Unternehmen als auch Talente
beim gezielten Zusammenfinden in einem komplexen Arbeitsmarkt."
Soft Skills: Ohne Teamwork keine Transformation
Neben Fachwissen achten Unternehmen bei Neueinstellungen besonders auf
überfachliche Kompetenzen. An der Spitze stehen Kommunikationsfähigkeit,
Zusammenarbeit und Teamwork (47 Prozent), gefolgt von Anpassungsfähigkeit und
Lernbereitschaft (36 Prozent) sowie Professionalität und einer ausgeprägten
Arbeitsmoral (33 Prozent). Ebenfalls häufig genannt werden kritisches Denken und
Problemlösungskompetenz (28 Prozent) sowie digitale Kompetenzen (22 Prozent).
Personalabbau oder -aufbau zum Jahresstart?
Das Arbeitsmarktbarometer ermittelte, dass 40 Prozent der teilnehmenden
Unternehmen in Q1 einen Personalaufbau planen. 18 Prozent prognostizieren einen
Abbau und 38 Prozent wollen die Mitarbeiterzahl unverändert lassen.
An der Befragung nahmen deutschlandweit 1.032 Unternehmen teil.
Die Ergebnisse des aktuellen ManpowerGroup Arbeitsmarktbarometers für das 1.
Quartal 2026 finden Sie unter: MEOS Q1/2026 (https://www.manpowergroup.de/-/medi
a/project/manpowergroup/manpowergroup/manpowergroup-germany/studien_pdf/meos/mpg
-arbeitsmarktbarometer-meos_q1-2026-de.pdf)
Die Pressemeldung als PDF hier (https://www.manpowergroup.de/de/insights/pressei
nformationen/presseinformationen/2026/01/09/16/43/20260112-pm-mpg-meos-q1-2026-z
usatzbefragung) .
Über das ManpowerGroup Arbeitsmarktbarometer
Das Arbeitsmarktbarometer ist auch als ManpowerGroup Employment Outlook Survey
(MEOS) bekannt und existiert bereits seit über 60 Jahren. Die Studie wird im
Dreimonats-Rhythmus veröffentlicht und gilt weltweit als wichtiger Indikator zur
Einschätzung der zukünftigen Arbeitsmarktentwicklung. Die Studie ist die
umfassendste zukunftsorientierte Beschäftigungsumfrage ihrer Art und misst
repräsentativ die Erwartungshaltung von Arbeitgebern zur Beschäftigungslage
ihres eigenen Unternehmens in Bezug auf das jeweils vorausliegende Quartal. Die
Ergebnisse sind aufgeschlüsselt nach Branchen und Regionen und finden weltweit
bei Ökonom*innen, Arbeitsmarktexpert*innen und Finanzanalyst*innen Beachtung.
Über die ManpowerGroup Deutschland
Mit rund 7.000 Mitarbeitenden zählt die ManpowerGroup zu den größten
Personaldienstleistern in Deutschland. Unter dem Dach der Unternehmensgruppe
agieren die Gesellschaften Manpower, Experis, Talent Solutions sowie
spezialisierte Einzelmarken. Die ManpowerGroup ist Pionier der Zeitarbeit und
hat das Modell der Arbeitnehmerüberlassung erfunden. Mittlerweile ist das
Unternehmen seit 75 Jahren für Bewerber*innen und Unternehmen am Markt aktiv und
setzt Branchenstandards. Die ManpowerGroup unterstützt Unternehmen bei ihrer
Transformation in der sich stetig und rasant wandelnden Welt der Arbeit und
stellt umfassende Lösungen für das Rekrutieren, Entwickeln und Managen der für
den nachhaltigen Erfolg notwendigen Fachkräfte bereit. In Deutschland ist die
ManpowerGroup seit 1965 tätig und gehört zu der amerikanischen
ManpowerGroup(TM).
Pressekontakt:
ManpowerGroup Deutschland GmbH & Co. KG
Pressestelle
Dr. Katrin Luzar
Frankfurter Straße 60-68
65760 Eschborn
E-Mail: mailto:presse@manpower.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/56465/6194177
OTS: ManpowerGroup Deutschland GmbH
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