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Köln (ots) -
- Atradius-Umfrage: 79 Prozent der Befragten rechnen nicht mit KI-bedingtem
Arbeitsplatzverlust
- KI in sechs Prozent der Fälle Grund für Stellenabbau
- Frank Liebold: "KI verändert Abläufe, sie übernimmt sie nicht
Während internationale Konzerne große Stellenstreichungen aufgrund Künstlicher
Intelligenz (KI) ankündigen und die öffentliche Debatte zunehmend von Sorgen vor
Arbeitsplatzverlust geprägt ist, zeigt die Realität deutscher Unternehmen im
produzierenden Gewerbe ein differenzierteres Bild. Lediglich sechs Prozent
rechnen damit, dass ihr Arbeitsplatz in den kommenden Jahren durch KI wegfällt.
Das ergab eine Umfrage des internationalen Kreditversicherers Atradius unter
mehr als 470 Unternehmen Ende 2025. 79 Prozent schließen dies klar aus.
"Die oft geäußerte Befürchtung, KI werde großflächig Arbeitsplätze ersetzen,
spiegelt sich in unserer Umfrage nicht wider. Anders als in einigen
serviceorientierten Bereichen bleibt menschliche Arbeit im produzierenden
Gewerbe unverzichtbar. KI verändert Arbeitsabläufe, sie übernimmt sie nicht",
erklärt Frank Liebold, Country Manager Deutschland bei Atradius. Auch
rückblickend hatte KI kaum Auswirkungen auf den Personalbestand. 82 Prozent der
befragten Unternehmen gaben an, dass KI in der Vergangenheit keine Rolle beim
Stellenabbau gespielt hat. Teilweise als Grund für Entlassungen wurde KI in
sechs Prozent der Fälle genannt.
Gleichzeitig bereiten sich die Unternehmen aktiv auf den technologischen Wandel
vor. Viele investieren in Weiterbildung, digitale Kompetenzen und ein besseres
Verständnis für KI-Anwendungen. Vor allem schwierig automatisierbare Kompetenzen
werden gezielt geschult. "Wir beobachten eine intensive Auseinandersetzung mit
KI", so Liebold. "Knapp 60 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, sich
aktiv mit aktuellen Trends und Technologien auseinander zu setzen". Dadurch
verändere der Einsatz von KI zwar Prozesse, sie führe nach aktuellem Stand
jedoch nicht zu einem massenhaften Arbeitsplatzabbau im produzierenden Gewerbe.
Für die Umfrage wurden mehr als 470 Unternehmen unter anderem aus den Branchen
Automotive, Bauwirtschaft und Baustoffhandel, Chemie, Dienstleistungen,
Elektronik, Finanzen, IT/Software, Konsumgüter, Landwirtschaft, Lebensmittel,
Maschinenbau, Metall, Papier, Textil sowie Transport befragt. Die
Jahresumsatzspanne der befragten Unternehmen reicht von unter fünf Millionen bis
über einer Milliarde Euro. Die Zahl der Beschäftigten liegt bei den befragten
Unternehmen zwischen unter 100 und mehr als 1.500.
Pressekontakt:
Atradius Kreditversicherung
Niederlassung der Atradius Crédito y Caución S.A. de Seguros y
Reaseguros
Astrid Goldberg
Pressesprecherin
Telefon: +49 (0) 221 2044 - 2210
E-Mail: mailto:astrid.goldberg@atradius.com
Stefanie Heilken
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OTS: Atradius Kreditversicherung
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