|
Köln (ots) - Die nächsten Hochhaus-Pläne für Köln sind gescheitert: Nach
Informationen des "Kölner Stadt-Anzeiger" (Dienstag-Ausgabe) stoppt der Kölner
Vermögensverwalter Flossbach von Storch die Pläne für seine neue 103 Meter hohe
Zentrale an der Messe in Deutz. Das Unternehmen wollte sich auf Anfrage der
Zeitung am Montag zwar nicht äußern, doch mehrere mit der Angelegenheit
vertraute Quellen bestätigten die Nachricht. Es ist das nächste Aus für einen
geplanten Wolkenkratzer in Köln: Erst vor drei Monaten hatte die
DEVK-Versicherung angekündigt, wegen fehlender Nachfrage den Bau ihres 144 Meter
hohen Büroturms zunächst zu überprüfen, wie es offiziell hieß. Dass die Pläne
noch umgesetzt werden, gilt mittlerweile als sehr unwahrscheinlich.
Zu den Gründen für den Stopp der Pläne von Flossbach von Storch hieß es, dass
sich die Rahmenbedingungen mittlerweile verändert hätten. Die weltweiten Risiken
hätten möglicherweise Auswirkungen auch auf die Aktienmärkte. Der
Vermögensverwalter betreut rund 70 Milliarden Euro von Privatkunden und
institutionellen Investoren, die meisten der rund 400 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter sitzen aktuell im Köln-Turm im Mediapark. Für das Unternehmen hätte
eine dreistellige Millionen-Euro-Investition ein erhebliches Risiko dargestellt.
Eigentlich sollte das neue Hochhaus etwa 2029 stehen.
Hochhaus-Bauten in Köln sind wegen des Doms (157 Meter) besonders sensibel:
Schon in der Vergangenheit hatten entsprechende Pläne für viel Streit gesorgt,
als in Deutz neue Gebäude errichtet werden sollten. Der Dom stand deshalb von
2004 bis 2006 sogar auf der Roten Liste der gefährdeten Welterbegüter der
Unesco. Erst als die Stadt von den Plänen abrückte, verschwand der Dom von der
Liste.
https://www.ksta.de/1187550
Pressekontakt:
Kölner Stadt-Anzeiger
Newsdesk
Telefon: 0221 224 2080
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/66749/6195090
OTS: Kölner Stadt-Anzeiger
|