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Wien (ots) - Wechselwelle 2026: Inflation und schlechte Arbeitgeberbewertungen
werden zum Karrieretreiber
Der österreichische Arbeitsmarkt steht vor einem turbulenten Jahr: 66 % der
Beschäftigten wollen 2026 ihren Job wechseln. Eine aktuelle Datenerhebung von
fast 2000 Erwerbstätigen durchgeführt von hokify zeigt, dass vor allem die
anhaltende Inflation und der Wunsch nach höherem Gehalt die Menschen massiv in
Bewegung setzen. Unternehmen müssen jetzt handeln, um ihre Fachkräfte nicht an
die Konkurrenz zu verlieren.
Der Gehaltscheck als Kündigungsgrund: Flucht vor der Teuerung
Die wirtschaftliche Lage prägt die Wechselbereitschaft so stark wie selten
zuvor. Für 24 % der Befragten ist ein höheres Gehalt das ausschlaggebende
Kriterium für einen neuen Job. Dieser Drang zur finanziellen Verbesserung ist
eng mit den Zukunftssorgen der Österreicher verknüpft: Mit 35 % rangieren
steigende Preise und die Inflation unangefochten auf Platz eins der größten
Sorgen.
"Wir beobachten eine klare Trendwende: Persönliche Benefits und Flexibilität
rücken ein Stück weit in den Hintergrund, wenn das Gehalt nicht mehr zum Leben
reicht", erklärt Jutta Perfahl-Strilka, CEO von hokify. "Wo interne
Gehaltsanpassungen oft nicht mit der Inflationsrate Schritt halten können,
sichern sich Arbeitnehmer durch einen strategischen Wechsel zu einem besser
zahlenden Arbeitgeber ihre Kaufkraft."
Nur ein "Befriedigend" bei der Arbeitgeberbewertung
Diese Unzufriedenheit mit dem Gehalt wird nochmal durch die derzeit schlechte
Bewertung der Arbeitgeber mit einer nur durchschnittlichen Beurteilung von 2,9
von 5, also einem "Befriedigend", verstärkt. Besonders alarmierend ist, dass nur
16 % der Arbeitnehmer ihren aktuellen Job als "Sehr gut" bewerten.
"Ein Befriedigend ist im aktuellen Wettbewerb um die besten Köpfe schlichtweg zu
wenig", betont Jutta Perfahl-Strilka, CEO von hokify. "Wenn zwei Drittel der
Belegschaft über einen Wechsel nachdenken, reicht ein attraktives Gehaltsangebot
der Konkurrenz oft schon aus, um einen Wechselprozess anzustoßen. Unternehmen
müssen die emotionale Bindung und die tägliche Wertschätzung erhöhen, um in
dieser volatilen Phase bestehen zu können."
Dienstleistungssektor unter Druck: Administration und Handel besonders mobil
Besonders wechselwillig zeigen sich Beschäftigte in den klassischen
Dienstleistungsberufen. 23 % der potenziellen Wechsler kommen aus dem Bereich
Administration & Büro , gefolgt vom Handel & Verkauf mit 19 % . Aber auch
Produktion und Logistik (jeweils 13 %) stehen vor großen personellen
Herausforderungen.
Höchste Wechselwilligkeit bei den ganz Jungen und Best Agers
Die Daten offenbaren eine klare Korrelation zwischen Alter und Wechselwilligkeit
über alle Lebensphasen hinweg. Besonders mobil zeigt sich die junge Generation
der unter 35-Jährigen, die insgesamt 33,87 % der Wechselwilligen ausmacht; diese
Gruppe setzt sich aus den 15- bis 25-Jährigen ( 20,86 % ) und den 26- bis
35-Jährigen ( 13,01 % ) zusammen. In der mittleren Altersgruppe der 36- bis
45-Jährigen planen 17,11 % eine berufliche Veränderung. Den größten Einzelanteil
der Umstiegswilligkeit stellt jedoch die Gruppe der 46- bis 55-Jährigen mit
28,16 % dar. Auch bei den 56- bis 65-Jährigen zeigen sich mit 18,36 % noch viele
offen für neue Aufgaben.
"Unternehmen dürfen nicht den Fehler machen, das Thema Fluktuation nur als
Phänomen der jungen Generation abzutun", warnt Perfahl-Strilka. "Gerade die Best
Ager zwischen 46 und 65 Jahren sind bereit, für bessere Bedingungen, sei es
Gehalt (24 %), Arbeitsbedingungen (16 %) oder Flexibilität (15 %) zu gehen.
Gleichzeitig ist es erfolgskritisch, junge Leute direkt nach der Ausbildung und
in den ersten Berufsjahren aktiv im Unternehmen zu halten. Werden sie hier
vernachlässigt, entfalten sie ihr wertvolles Potenzial erst bei der Konkurrenz."
Über die Forschungsmethodik
Die vorliegenden Daten basieren auf einer aktuellen Umfrage von hokify unter
1.840 Teilnehmern (Stand Januar 2026). Die Erhebung beleuchtet die
Wechselmotivation, Branchenverteilung und Zukunftssorgen der österreichischen
Arbeitnehmer.
Über hokify
Mit dem Anspruch "Einfach zu Do-it-Jobs" verbindet hokify, die mobile Job- und
Candidate Plattform, mehr als 60.000 Unternehmen mit jährlich 6,8 Millionen
Nutzer:innen auf dem österreichischen und deutschen Arbeitsmarkt. Kandidat:innen
können sich direkt am Smartphone bewerben - ganz ohne Anschreiben und mit einem
Profil für alle Bewerbungen. Als Social Media & Mobile Recruiting Experte
unterstützt hokify Unternehmen dabei, Do-it-Jobs einfach und effizient zu
besetzen. hokify wurde 2016 in Wien gegründet, ist Teil der norika group,
beschäftigt 100 Mitarbeiter:innen und ist die HR Brand des Jahres 2024.*
*DRX Awards 2024: HR Brand des Jahres
hokify GmbH I part of the norika group
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