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Osnabrück (ots) - Osnabrück. Angesichts steigender finanzieller Belastungen
mahnt das Deutsche Rote Kreuz (DRK) eine verlässlichere Kostenerstattung an.
"Steigende Kosten beispielsweise für Energie und Personal wurden nicht durch
entsprechende Anhebungen der Leistungsvergütungen kompensiert", sagte
DRK-Generalsekretär Christian Reuter der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). Auch
eine Gegenfinanzierung durch andere Angebote werde immer schwieriger. Es sei
daher "dringend erforderlich, dass die Kostensteigerungen auch in den
staatlichen Zuwendungen gespiegelt und Prozesse zur Kostenerstattung wie in der
Pflege beschleunigt werden".
"An vielen Stellen braucht es auch einen mehrjährigen Finanzierungsrahmen",
sagte Reuter weiter. Dass es etwa bei der Migrationsberatung nur Zusagen für
einzelne Jahre gebe, erschwere die Planung und die Personalsuche. Außerdem müsse
der Verwaltungsaufwand für zahlreiche Angebote gesenkt werden, fordert der
Generalsekretär.
Als gemeinnützige Organisation, die nur sehr limitiert finanzielle Rücklagen
schaffen könne, sei das DRK "darauf angewiesen, dass unsere wichtigen Angebote
ausreichend Unterstützung von staatlicher Seite und durch Spenden erhalten",
erklärt Reuter. Denn Gemeinnützigkeit erfordere, dass "gegebenenfalls
erwirtschaftete Gewinne in die bestehenden Angebote, Strukturen und die
Vorhaltung reinvestiert werden". Wegen der wachsenden finanziellen
Herausforderungen seien "bereits in beträchtlichem Maße Kapazitäten abgebaut
oder Einrichtungen zusammengelegt" worden, sagte Reuter. Die entsprechenden
Angebote bestünden dann häufig zwar weiter, kämen aber weniger Menschen als in
der Vergangenheit zugute.
Daher gelte es auch, "gemeinnützige Arbeit bei Ausschreibungen und Förderungen
stärker zu berücksichtigen", sagte Reuter weiter. Damit würde zugleich auch die
Gefahr vermieden, dass "Standards auf ein Minimum abgesenkt werden und die
Angebote den Bedarfen der Menschen nicht entsprechen".
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