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Düsseldorf (ots) - Statistik: Apothekenzahlen: Trotz fünf Neugründungen setzt
sich der rückläufige Trend fort: 43 Apotheken weniger
Die Zahl der öffentlichen Apotheken in den Regierungsbezirken Düsseldorf und
Köln ist auch im Jahr 2025 weiter zurückgegangen. Zum 1. Januar 2025 waren im
Bezirk der Apothekerkammer Nordrhein 1.940 Apotheken geöffnet. Bis zum
Jahresende kamen zwar fünf neue Apotheken hinzu, gleichzeitig mussten jedoch 48
schließen. Damit sank die Gesamtzahl auf 1.897 Apotheken - 43 weniger als im
Vorjahr, ein Minus von 2,2 Prozent.
"Die Apotheken vor Ort sind weiterhin das Rückgrat der Arzneimittelversorgung:
kompetent, niederschwellig, persönlich und unverzichtbar", betont Dr. Armin
Hoffmann, Präsident der Apothekerkammer Nordrhein und der Bundesapothekerkammer.
"Gleichzeitig steigen wirtschaftliche Belastungen, Personalmangel und
strukturelle Herausforderungen weiter an. Das gefährdet immer mehr Betriebe."
Bundesweit betrug das Minus 2,8 Prozent. Von den zu Jahresanfang 2025 geöffneten
17.041 Apotheken blieben Ende Dezember nur noch 16.601 Betriebe übrig. "Das
Apothekensterben in Deutschland hält an", heißt es in einer Mitteilung der
Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, ABDA.
Auch wenn einzelne Neugründungen zeigen, dass junge Apothekerinnen und Apotheker
durchaus bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, setzt sich der Trend weiterer
Schließungen ungebremst fort und wird insbesondere in den Kommunen vor Ort
sichtbar. So verzeichneten Düsseldorf und Duisburg je sechs
Apothekenschließungen, bei lediglich einer Neueröffnung. In der Städteregion
Aachen mussten fünf Apotheken schließen, ohne dass eine neue hinzukam. Der Kreis
Viersen verlor vier Apotheken, auch hier gab es keine Neugründung. Ein positives
Signal kommt dagegen aus dem Kreis Heinsberg, der im Jahr 2025 eine Neueröffnung
meldete und keine Schließung zu verzeichnen hatte.
Für Patientinnen und Patienten bedeutet diese Entwicklung immer weitere Wege zur
nächsten Apotheke, insbesondere im Nacht- und Notdienst. Hier müssen die
verbliebenen Betriebe Versorgungslücken durch geschlossene Apotheken
kompensieren - die Belastung für die Inhaberinnen und Inhaber steigt, bei
jahrzehntelangem Stillstand beim Honorar.
Um die wohnortnahe Arzneimittelversorgung dauerhaft zu sichern, sieht die
Apothekerkammer Nordrhein die Bundesregierung in der Pflicht. Zwar haben CDU/CSU
und SPD in ihrem Koalitionsvertrag eine Erhöhung des Apothekenhonorars
angekündigt - im Referentenentwurf zur Apothekenreform, den das Bundeskabinett
am 17. Dezember vorgelegt hat, fehlt diese jedoch vollständig. "Ohne eine klare
und spürbare Anpassung des Apothekenhonorars ist die flächendeckende Versorgung
auf Dauer nicht zu halten", so Dr. Hoffmann. "Die Apotheken arbeiten seit Jahren
am Limit. Die Honoraranpassung ist kein politisches Wünsch-dir-was, sondern
zwingend notwendig."
Trotz der schwierigen Lage zeigt sich der Präsident zuversichtlich. Die fünf
Neueröffnungen zeigen, dass junge Apothekerinnen und Apotheker weiterhin bereit
sind, in die Zukunft zu investieren. Sie sind aber auf die Unterstützung der
Politik und eine spürbare Verbesserung der Rahmenbedingungen angewiesen.
"Wenn die Politik jetzt handelt und die wirtschaftlichen Grundlagen stärkt, kann
die Apotheke vor Ort ihre Rolle nicht nur halten, sondern weiter ausbauen. Als
Gesundheitsdienstleister, als verlässliche Ansprechpartnerin für Prävention und
Arzneimitteltherapiesicherheit und als moderner Versorgungsanker in der Region",
so Dr. Armin Hoffmann.
Über uns: Apothekerkammer Nordrhein
Die Apothekerkammer Nordrhein (AKNR) ist als Körperschaft des öffentlichen
Rechts Trägerin der berufsständischen Selbstverwaltung der Apothekerinnen und
Apotheker, die in den Regierungsbezirken Köln und Düsseldorf arbeiten oder
leben. Sie vertritt die Interessen der über 12.200 Kammerangehörigen, die in
öffentlichen Apotheken, Krankenhäusern, Wissenschaft, Industrie und Verwaltung
oder bei der Bundeswehr tätig sind. Die Apotheke vor Ort übernimmt eine
hoheitliche Aufgabe: die sichere, vom Heilberuf getragene, wohnortnahe
Versorgung der Menschen mit Arznei- und Hilfsmitteln, 365 Tage im Jahr, rund um
die Uhr.
Übersicht Neueröffnungen und Schließungen öffentlicher Apotheken
Vor allem für regionale Medien steht eine Übersicht pro Kreisstelle auf der
Internetseite der AKNR im Bereich "Presse" zur Verfügung. Für folgende
Kreisstellen liegen detaillierte Informationen zu Schließungen und
Neueröffnungen im vergangenen Jahr vor: Bonn, Duisburg, Düren, Düsseldorf,
Erftkreis, Essen, Euskirchen, Heinsberg, Kleve, Köln, Krefeld, Leverkusen,
Mettmann, Mönchengladbach, Mülheim, Neuss, Oberbergischer Kreis, Oberhausen,
Remscheid, Rhein-Berg.-Kreis, Rhein-Sieg-Kreis, Solingen, Städteregion Aachen,
Viersen, Wesel, Wuppertal.
Pressekontakt:
Jens A. Krömer
Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Apothekerkammer Nordrhein
Poststr. 4
40213 Düsseldorf
Tel. 0211 8388-119
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/15266/6195860
OTS: Apothekerkammer Nordrhein
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