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WIESBADEN (ots) - Im Jahr 2025 sind in Deutschland nach vorläufigen Ergebnissen
des Statistischen Bundesamtes (Destatis) gut 1,0 Millionen Menschen gestorben.
Die Zahl der Sterbefälle ist damit im Vergleich zum Vorjahr in etwa
gleichgeblieben (-4 600 Fälle oder -0,5 %).
Sterbefallzahlen trotz Alterungseffekt im Jahr 2025 in etwa auf Vorjahresniveau
Aufgrund des zunehmenden Anteils älterer Menschen an der Bevölkerung wird seit
mehr als 20 Jahren mit einer jährlich steigenden Zahl der Sterbefälle in
Deutschland gerechnet. Gleichzeitig stieg die Lebenserwartung bis zum Beginn der
Corona-Pandemie tendenziell an. Der Effekt der steigenden Lebenserwartung
schwächte damit den Alterungseffekt ab. In den Pandemiejahren 2020 bis 2022 war
der Anstieg der Sterbefälle stärker ausgeprägt als in fast allen Jahren zuvor,
die Lebenserwartung sank. Ausgehend von einem entsprechend hohen Niveau von rund
1,07 Millionen Gestorbenen im Jahr 2022 sind die Sterbefallzahlen in den Jahren
2023 und 2024 deutlich gesunken. Die Lebenserwartung war zeitgleich wieder
angestiegen und hatte das Vor-Corona-Niveau wieder erreicht, sie lag 2024 aber
noch etwa ein halbes Jahr unter dem vorherigen Trend (siehe Pressemitteilung Nr.
266 vom 22. Juli 2025). Die ersten Ergebnisse für das Jahr 2025 zeigen nun, dass
die Sterbefallzahlen im Vergleich zum Vorjahr in etwa gleich geblieben sind. Die
Lebenserwartung dürfte somit weiter angestiegen sein (Ergebnisse zur
Lebenserwartung 2025 veröffentlicht das Statistische Bundesamt im Sommer 2026).
Grippewelle im Februar/März, danach Sterbefallzahlen unter den Vergleichswerten
Im Januar 2025 lagen die Sterbefallzahlen insgesamt im Bereich des mittleren
Wertes der Jahre 2021 bis 2024, Ende Januar lagen sie leicht darüber. Im Februar
betrug die Differenz zum mittleren Wert der vier Vorjahre insgesamt +10 %. Im
März ging der Unterschied zum Vergleichswert etwas zurück und betrug noch +6 %.
Die erhöhten Sterbefallzahlen ab Ende Januar traten zeitgleich mit einer
vergleichsweise starken Verbreitung von Atemwegserkrankungen auf. Die Zahl
schwer verlaufender Atemwegserkrankungen war im März und April stark rückläufig,
die Grippewelle galt Anfang April als beendet. Die Sterbefallzahlen lagen im
weiteren Jahresverlauf, mit Ausnahme einer Hitzewoche Anfang Juli, unter den
Vergleichswerten der vier Vorjahre oder in deren Bereich. Zum Jahresende fielen
die Sterbefallzahlen besonders deutlich unter die Vergleichswerte - nach
aktuellem Ergebnis der Hochrechnung für Dezember 2025 um 13 %.
Dass die Sterbefallzahlen im Jahresverlauf 2025 teils erkennbar unter dem
mittleren Wert der vier Vorjahre lagen, hängt mit den zeitweise deutlich
erhöhten Sterbefallzahlen in den Jahren 2021 und 2022 aus dem Vergleichszeitraum
zusammen. Es bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Sterblichkeit in diesen
Phasen außergewöhnlich niedrig war. So hat sich beispielsweise in den Jahren der
Corona-Pandemie ein saisonales Muster gezeigt, bei dem die Sterbefallzahlen zum
Jahresende deutlich und im Vergleich zu vorpandemischen Jahren in ungewöhnlichem
Maße angestiegen sind. Dieses Muster wird im aktuellen Vergleich der
Sterbefallzahlen des Jahres 2025 mit dem mittleren Wert der vier Vorjahre 2021
bis 2024 noch teilweise berücksichtigt. Dass die Sterbefallzahlen zum Jahresende
nun im dritten Jahr in Folge vergleichsweise niedrig waren, bestätigt somit eine
Rückkehr zu dem saisonalen Muster, das vor der Pandemie in fast allen Jahren
beobachtet wurde.
Weitere Informationen:
Die aktuelle Auswertung der Sterbefallzahlen mit Daten nach Tagen, Wochen und
Monaten sowie methodische Informationen finden Sie auf der Themenseite
"Sterbefälle und Lebenserwartung".
Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen
und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter
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OTS: Statistisches Bundesamt
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