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Vatersdorf (ots) - Leipfinger-Bader erweitert seine Marktpräsenz als Vorreiter
für nachhaltige sowie energieeffiziente Bausysteme. Unter der Leitung von Julian
Trummer (https://www.linkedin.com/in/julian-trummer-556a13159/) , Forschungs-
und Entwicklungsingenieur bei Leipfinger-Bader und ehemaliger Student der TU
München, entwickelt das Unternehmen aktuell die Holz-Lehm Massivdecke - eine
ressourcenschonende Alternative zu herkömmlichen
Stahlbeton-Deckenkonstruktionen. Das innovative Deckensystem kombiniert ein
tragendes Holzraster mit einem gegossenen Massivlehmgemisch und vereint damit
die Vorteile von Holz- und Stahlbetondecken. Ziel ist es, ein vollständig aus
Holz und Erde bestehendes Bauteil zu schaffen, das dank Automatisierung nicht
nur ökologisch, sondern langfristig auch wirtschaftlich produziert werden kann.
Die Herstellung von Baustoffen verursacht rund ein Zehntel der globalen
Treibhausgasemissionen. Vor diesem Hintergrund treibt Leipfinger-Bader die
Entwicklung der Holz-Lehm Massivdecke mit einer technologieoffenen
Herangehensweise und dem Fokus auf Dekarbonisierung voran.
Effiziente Herstellung: Gießen statt Stampfen
Inspiriert von der historischen Stakendecke bildet ein feingliedriges Holzgitter
die Basis des Systems. Dieses wird mit Lehm (Rohdichte 2.200 kg/m³) ausgegossen.
So entstehen nicht nur ein dichter Raumabschluss, sondern auch exzellenter
Brandschutz, Schallschutz und eine hohe thermische Masse. Durch den Einsatz
moderner Fließmittel aus der Lebensmittelindustrie ersetzt das Gießen das
zeitaufwändige Stampfen. Das Ergebnis: ähnliche Materialeigenschaften wie
Stampflehm, jedoch mit deutlich reduziertem Arbeitsaufwand, geringeren Kosten
und einem minimierten CO2-Fußabdruck - ohne Kompromisse bei Wiederverwertbarkeit
oder Materialgesundheit.
"Kern unserer Entwicklungen ist der Grundgedanke, dass ökologisches Bauen nicht
auf Leuchtturmprojekte beschränkt bleiben darf. Erst wenn sie auch ökonomisch
vertretbar sind, können ökologische Lösungen als wirksames Werkzeug im Kampf
gegen den Klimawandel fungieren", erklärt Julian Trummer.
Broschüre Holz-Lehm Massivdecken (https://leipfinger-bader.de/wp-content/uploads
/2025/11/LB_Holz-Lehm-Massivdecke.pdf)
Kreislaufwirtschaft und Recycling
Die Holz-Lehm Massivdecke steht für Kreislaufwirtschaft: Da Lehm unter
Wasserzugabe erneut formbar wird, lassen sich sämtliche Komponenten sortenrein
trennen und wiederverwenden. Leipfinger-Bader setzt bereits Filterschlämme aus
Kieswerken als Basis für das Lehmgemisch ein und plant, künftig auch Beton- und
Ziegelbruch als Sand- und Kiesersatz zu nutzen. Damit wird der Recyclinganteil
laufend erhöht.
Auf dem Weg zur industriellen Serienfertigung
Die innovative Deckenkonstruktion erreicht Spannweiten von über 6,50 Metern und
erfüllt höchste Anforderungen an Schallschutz (Flächengewicht ab 250 kg/m²)
sowie Brandschutz (Ziel: Feuerwiderstandsdauer >= 90 Minuten). Das erste
bedeutende Anwendungsbeispiel findet sich im bereits im Neubau des Bürogebäudes
des Verbands für Ländliche Entwicklung Oberpfalz in Tirschenreuth
(https://leipfinger-bader.de/vle-tirschenreuth/) . Weitere Pilotprojekte sind in
Planung. Das langfristige Ziel: eine vollautomatisierte, wirtschaftliche
Produktion und der breite Einsatz der Massivdecke im nachhaltigen Wohnungs- und
Gewerbebau - vom Designhaus bis zum sozialen Wohnungsbau.
Pressekontakt:
Caterina Bader
CMO
Leipfinger-Bader GmbH
Tel.: 08762 / 733 153
E-Mail: mailto:caterina.bader@leipfinger-bader.de
LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/caterina-bader-773b2122a/
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/112927/6196030
OTS: Leipfinger-Bader
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