|
Berlin (ots) - Mit der heutigen ersten Lesung sorgen wir für mehr Klarheit im
Umgang mit dem Wolf in Deutschland. Der eingeschlagene Weg ist ausgewogen,
vernünftig und verantwortungsvoll. Das ist eine gute Nachricht - für den
Naturschutz ebenso wie für die Weidetierhalterinnen und Weidetierhalter in
unserem Land.
Esra Limbacher, stellvertretender Fraktionsvorsitzender:
"Die Rückkehr des Wolfs zeigt: Naturschutz wirkt. Unsere Landschaften sind
wieder lebensfähig. Das ist ein Erfolg jahrzehntelanger gemeinsamer
Anstrengungen. Gleichzeitig erleben viele Betriebe große Sorgen. Schafe, Ziegen
und Rinder werden gerissen, die Existenzängste der Betroffenen nehmen zu. Wer
Tiere hält, braucht Schutz und Verlässlichkeit. Naturschutz und Weidetierhaltung
dürfen deshalb nicht gegeneinander ausgespielt werden - sie gehören zusammen
gedacht.
Die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht schafft mehr Rechtssicherheit, klärt
Zuständigkeiten und ermöglicht einen praktikablen Vollzug vor Ort. Priorität hat
weiterhin der Herdenschutz: Wir brauchen wirksame und praxistaugliche Maßnahmen
- Zäune, Hunde, Beratung - unbürokratisch und verlässlich finanziert. Wo diese
Maßnahmen nicht ausreichen, muss eine Entnahme von Problemwölfen rechtssicher
und zügig möglich sein. Wir dürfen die Landwirtschaft und die Jägerschaft mit
dieser Frage nicht allein lassen.
Die Weidehaltung prägt unsere Kulturlandschaft, erhält Artenvielfalt und
regionale Identität. Sie ist gelebter Naturschutz. Das Gesetz stärkt die
Handlungsfähigkeit der Länder, reduziert Rechtsunsicherheiten und bringt
Naturschutz und Weidetierhaltung in ein faires Gleichgewicht. Das ist sachliche,
pragmatische und lösungsorientierte Politik."
Pressekontakt:
SPD-Bundestagsfraktion
- Die Pressestelle -
Telefon: (030) 227 - 52728
E-Mail: mailto:pressestelle@spdfraktion.de
Website: http://www.spdfraktion.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/181322/6196529
OTS: SPD-Bundestagsfraktion
|