|
Berlin (ots) - Wer der Bundeswehr schon immer kritisch gegenüberstand, für den
bestätigt die Affäre bei den Fallschirmjägern das Bild der Truppe: Sexuelle
Übergriffe, antisemitische Äußerungen und eine rechtsextreme Clique bei einer
der prominentesten Einheiten der Streitkräfte sprechen vermeintlich für
tieferliegende Schwierigkeiten.(...) In einer Zeit, in der es angesichts der
Bedrohungslage vermehrt auf die Bundeswehr ankommt, dürfen solche Vorfälle nicht
nachsichtig behandelt werden. Jetzt ist Aufklärung gefragt: Warum wurden
bestehende Vorschriften nicht umgesetzt? Hätte sich das Ministerium doch früher
einschalten müssen? Auf diese Fragen braucht es Antworten. Klar ist auch, dass
solche Vorfälle ein schlechtes Licht auf die Bundeswehr insgesamt werfen. Gerade
jetzt, wo die Truppe wachsen und sich als attraktiver Arbeitgeber präsentieren
will, schadet das ihrem Ansehen in der Gesellschaft.
Pressekontakt:
Stuttgarter Nachrichten
Chef vom Dienst
Frank Schwaibold
Telefon: 0711 / 7205 - 7110
cvd@stn.zgs.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/39937/6196532
OTS: Stuttgarter Nachrichten
|