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Stuttgart (ots) - Warum Startups früh über Finanzierung, Struktur und tragfähige
Grundlagen nachdenken sollten.
Am Anfang einer Gründung steht der Mut. Eine Idee entsteht, oft spontan,
manchmal zufällig und aus einem Gedanken wird ein Projekt, aus einem Projekt ein
Team. In dieser frühen Phase dominieren Kreativität, Tempo und Ausprobieren.
Doch je konkreter das Produkt wird, desto deutlicher zeigen sich strukturelle
Anforderungen: Teamaufbau, steuerliche und rechtliche Grundlagen,
Finanzierungsstrategien, Investorenansprache, Dokumentation.
Viele Gründer unterschätzen, wie stark diese Aspekte bestimmen, ob ein
Unternehmen wachsen kann. Eine unklare Cap-Table-Struktur, fehlende
Vereinbarungen zwischen Co-Foundern oder falsche steuerliche Gestaltung können
später teuer werden oder Finanzierungsrunden blockieren. Professionelle
Begleitung wird daher nicht erst dann relevant, wenn es brennt, sondern schon in
der Phase, in der das Feuer entsteht. Sie ermöglicht es, sich auf die
Weiterentwicklung einer Idee zu konzentrieren, die das Potenzial hat, Märkte zu
verändern.
Im Interview spricht Christoph Kalmbach, Partner der PKF Wulf Gruppe und
Startup-Experte, über typische Wachstumsbremsen, sinnvolle Strukturen und die
Rolle eines starken Netzwerks.
Viele Startups starten stark, geraten aber später ins Stocken. Woran liegt das
aus Ihrer Sicht?
Häufig daran, dass Strukturen und wirtschaftliche Grundlagen nicht im gleichen
Tempo wachsen wie das Produkt. Ein Startup entwickelt sich dynamisch,
steuerliche und finanzielle Rahmenbedingungen bleiben oft im Hintergrund. Wer
diese Themen nicht früh mitdenkt, riskiert Engpässe, die Wachstum bremsen.
Welche Rolle spielt Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung im Startup-Umfeld?
Steuerberatung und insbesondere betriebswirtschaftliche und bewertungstechnische
Aspekte der Wirtschaftsprüfung begleiten ein Startup durch alle Phasen. In der
Gründung geht es um die richtige Rechtsform, klare Beteiligungsstrukturen und
ein sauberes finanzielles Fundament bei optimierter Steuerstruktur für die
Gesellschafter, Investoren sowie den Key Staff. In der Wachstumsphase werden
Jahresabschlüsse, Reporting, betriebswirtschaftliche Steuerung und die
Vorbereitung auf Finanzierungsrunden wichtig. Bei Venture Capital, Private
Equity oder einem möglichen Exit brauchen Investoren verlässliche Zahlen,
transparente Strukturen und eine professionelle Dokumentation. Gute Beratung
schafft Sicherheit und ist ein Erfolgsfaktor für weitere Finanzierung und
Skalierung. Häufige Fehler entstehen aus hoher Geschwindigkeit: z. B. unklare
Absprachen oder fehlende Dokumentation.
Wie können Startups und Mittelstand voneinander profitieren?
Startups profitieren vom Mittelstand durch etablierte Strukturen, Marktzugang
und bestehende Prozesse. Mittelständische Unternehmen erhalten neue Impulse,
innovative Technologien und eine hohe Umsetzungsgeschwindigkeit. Für tragfähige
Corporate-Venturing-Kooperationen braucht es klare wirtschaftliche
Rahmenbedingungen. Wir unterstützen bei der Umsetzung von Modellen, die auf
beide Seiten zugeschnitten sind, unabhängig davon, ob es um finanzielle
Förderung, Beteiligungen oder andere Formen der Zusammenarbeit geht. Hierbei
setzen wir auf starke Verbindungen zu unseren Netzwerkpartnern im Startup und
VC-Umfeld.
Sie sind stark in der Startup-Szene Baden-Württembergs vernetzt. Wie prägt
dieses Netzwerk Ihre Arbeit mit Startups?
Wir sind dort präsent, wo Ideen entstehen. Durch die langjährige Verbindung zu
NXTGN - offizielle Startup Factory der Bundesregierung - und Formate wie das
ASAP BW-Finale sowie verschiedene Masterclasses erhalten wir früh Einblicke in
aktuelle Entwicklungen. Bei NXTGN-Veranstaltungen wie dem CxO-Dinner diskutieren
wir mit Personen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik über die
Innovationskraft der Region. Diese Nähe kombiniert mit unserer langjährigen
Arbeit mit Startups ermöglicht es uns, sie gezielt und realitätsnah zu
begleiten. Unsere Erfahrung zeigt, welche strukturellen Entscheidungen in frühen
Phasen wichtig sind und wie sie sich auf spätere Entwicklungen auswirken. Da wir
sowohl mit Investoren als auch mit Startups zusammenarbeiten, kennen wir ihre
Erwartungen, von der Gründung über Finanzierungsrunden bis hin zum Exit. Dieses
Verständnis hilft uns, Beteiligungsmodelle, Finanzierungsprozesse und
steuerliche Strukturen langfristig tragfähig zu gestalten.
Was möchten Sie Gründern auf den Weg mitgeben?
Mut bringt Ideen voran, aber ein stabiles Fundament entscheidet über
nachhaltiges Wachstum. Wer früh strukturiert, erhöht seine Chancen auf Kapital,
Partnerschaften und Marktposition deutlich. Professionelle Beratung ist kein
Hindernis für Kreativität, sondern der Schutz dessen, was aufgebaut wird.
Pressekontakt:
Christoph Kalmbach
Partner, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater
M: mailto:christoph.kalmbach@pkf-wulf.de
T: +49 711 69767-223
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/181781/6196746
OTS: PKF Wulf Gruppe
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