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Neuss/Bonn (ots) - Nach dem Treffen von Vertretern Grönlands und Dänemarks mit
Vertretern der US-Regierung zu dem Vorhaben Trumps in Grönland, sieht der
ehemalige Vorsitzende der Münchener Sicherheitskonferenz Christoph Heusgen die
Situation "jetzt nicht mehr so dramatisch an, wie es vorher war", sagte er im
Gespräch mit dem Fernsehsender phoenix. Auch wenn der dänische Außenminister
nach dem Treffen noch von "fundamentalen Meinungsverschiedenheiten" spricht,
gebe es weiterhin Auswege und Möglichkeiten, die USA von dem Vorhaben
abzubringen. Er glaube zwar, "dass Trump am liebsten natürlich sich Grönland
einverleiben möchte", doch sei für Trump "die Unterstützung im Kongress und die
Unterstützung bei den Republikanern nicht da." Außenpolitisch zeigten Dänemark
und seine Partner die "richtige Reaktion", denn Donald Trump respektiere nur
Stärke. Heusgen werte deshalb die europäische Geschlossenheit, die
Geschlossenheit der Verbündeten" sowie die Entscheidung der Bundesregierung, bei
einer "Erkundungsmission" mitzuwirken und Soldaten nach Grönland zu schicken,
als positiv. "Die Stärke muss aber auch gezeigt werden vom amerikanischen
Kongress, der ja erkennt - auch in der republikanischen Partei - die erkennen
ja, dass er damit die Axt an den Baum NATO legt", so Heusgen weiter.
Die nun eingesetzte Arbeitsgruppe könne durch Berücksichtigung der
amerikanischen Anliegen Trumps Grönland-Pläne hinausschieben "und vielleicht
hoffen alle Seiten, dass dieser Vorstoß, dann vielleicht in Vergessenheit gerät
oder jedenfalls nicht mehr so hoch auf der Agenda steht", so Heusgen im
phoenix-Interview.
Das ganze Interview sehen Sie hier https://phoenix.de/s/lT4
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