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Brüssel/Bonn (ots) - Der ehemalige dänische Außenminister Villy Søvndal bewertet
die Gespräche zu Grönland in Washington positiv: "Ich glaube, dass es gut war,
dass sie stattgefunden" haben, so Søvndal im Interview mit dem Fernsehsender
phoenix. Man habe nach den täglichen Drohungen von US-Präsident Trump und
US-Vizepräsident Vance, das Thema wieder "in eine diplomatische Richtung"
geschoben. Die Menschen in Grönland hätten Angst, denn sie seien nicht gewohnt,
dass ihnen so gedroht werde und auch er habe in seiner Zeit in der Politik noch
nichts Vergleichbares gesehen, wie die derzeitigen Drohungen von Trump. "Wenn
wir da nicht Stopp sagen, auch von der EU, dann kommen wir in ein ganz anderes
Weltleben in kurzer Zeit", so der ehemalige dänische Außenminister.
Falls es, wie Trump behaupte, eine Frage der Verteidigung sei, "dann haben wir
immer gewusst, dass Grönland, so groß wie das ist, sehr schwer zu verteidigen
ist", so Søvndal. Deshalb habe man 1951 ein Verteidigungsabkommen mit den USA
abgeschlossen. Die USA hätten einst zehntausend Soldaten auf Grönland gehabt und
heute 140. Es sei also nicht Dänemark, das seine Verteidigungsaufgabe "nicht auf
sich genommen habe", sondern die USA. Deshalb sei man froh, dass eine Reihe
europäischer Länder im Rahmen der NATO eine stärkere Verteidigung Grönlands
sichern wolle. Dies sei die "Antwort auf die Sicherheitsfrage, wenn es das ist."
Zu einer möglichen EU-Mitgliedschaft sagte der EU-Abgeordnete, dass die EU und
Grönland bereits heute eine Reihe von Zusammenarbeit hätten und man dies zum
gemeinsamen Vorteil voranbringen könne und "ich glaube wir sollten alle
Möglichkeiten für eine engere Zusammenarbeit untersuchen." Dies könne die volle
EU-Mitgliedschaft sein oder dass man so weit gehe, dass es fast eine
Mitgliedschaft sei. Dies müssten aber letztlich die Grönländer beschließen, so
Søvndal bei phoenix.
Das gesamte Interview finden Sie hier: https://phoenix.de/s/7yQ
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