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München (ots) - Moderation: Tessniem Kadiri
Geplante Themen:
Iran: Mullah-Regime vor dem Ende?
Wie geht es weiter im Iran? Nach brutalen Einsätzen von Polizei und regimetreuen
Milizen, bei denen mehrere Tausend Menschen getötet worden sein sollen, liegt
über dem Iran bleierne und ängstliche Ruhe. Viele wagen sich nicht mehr vor die
Tür, weil willkürliche Festnahmen und harte Strafen drohen. Noch kann das
islamistische Regime der Mullahs sich mit Gewalt behaupten, aber die Wut bei den
Menschen im Iran wächst. Der "Weltspiegel" berichtet über die Entschlossenheit
der Menschen und über die Verzweiflung angesichts der Drohungen des Regimes.
(Autorin: Gabriele Dunkel, ARD-Studio Istanbul)
Grönland: Wie wehren gegen die US-Übergriffe?
Nach den Gesprächen zwischen der US-Regierung, dem dänischen Außenminister und
der zuständigen grönländischen Ministerin bleiben die Fronten verhärtet. Trotz
interner Kritik erneuert US-Präsident Trump seine Forderung, Grönland dem
US-amerikanischen Staatsgebiet einzuverleiben. Aus Grönland findet Trump nur
wenig Unterstützer für seinen Plan, obwohl er mit finanziellen Geschenken für
jeden der 55.000 Einwohner lockt. Viele Grönländer leben mit einer kritischen
Distanz zu Dänemark, nach vielen schlimmen Erfahrungen mit der ehemaligen
Kolonialmacht. Sie wollen ihre Unabhängigkeit erhalten und nicht an ein anderes
Land "verkauft werden". (Autor: Christian Blenker, ARD-Studio Stockholm)
Kuba: das nächste Venezuela?
Kuba wird als nächstes fallen, drohte Donald Trump zuletzt der sozialistischen
Karibikinsel. Es werde kein venezolanisches Erdöl mehr nach Kuba fließen, wenn
die autoritäre Regierung keinen "Deal" mache - wie auch immer der aussehen soll.
Tatsächlich fragen sich in Kuba viele, ob ihr Regime als nächstes weggefegt
wird, nachdem die USA Anfang Januar den autoritären Machthaber Venezuelas,
Nicolas Maduro, festnahmen. Und fraglich ist, was passiert, wenn Trump mit der
Blockade komplett ernst macht. Schon jetzt sitzt Kuba weitgehend im Dunkeln:
stundenlange Stromausfälle und Treibstoffmangel sind Alltag. Die Unsicherheit
wächst, niemand weiß, wie es weitergeht. Der "Weltspiegel" berichtet über den
schwierigen und angespannten Alltag in Kuba. (Autorin: Marie-Kristin Boese,
ARD-Studio Mexiko-City
USA: Üben für den Militäreinsatz weltweit. Dschungeltraining auf Hawaii
Schlechte Sicht, Hitze, hohe Luftfeuchtigkeit und immer die Gefahr eines
Hinterhalts in den dichten Büschen. Nicht ohne Grund gilt der Dschungel unter
US-Soldaten als "unerbittlich". Auf schlammigen, steilen Wegen durch dichte
Vegetation können im "J", angelehnt an das englische Wort Jungle, aus 200 Metern
Luftlinie stundenlange Märsche werden. Nach Jahrzehnten der Kriege in den Wüsten
und Bergen des Nahen Ostens und Afghanistans wandte schon der damalige Präsident
Obama den Fokus der USA in Richtung Indopazifik. Um China glaubhaft
abzuschrecken, braucht es andere Ausrüstung, aber vor allem andere Fähigkeiten.
Aber auch für Einsätze in Venezuela oder/und in Kuba, mit denen US-Präsident
Trump immer wieder droht, üben die GIs aus den gesamten Vereinigten Staaten auf
Hawaii. Denn der Dschungel nahe der Touristenstrände des berühmten Waikiki Beach
bietet perfekte Trainingsbedingungen. (Autorin: Sarah Schmidt, ARD-Studio
Washington D. C.)
Myanmar: Hoffnung trotz Unterdrückung durch die Militärregierung?
Fast fünf Jahre ist es her, dass die Bevölkerung in Myanmar miterleben musste,
wie die von ihr gewählte Regierung vom Militär gewaltsam abgesetzt, die
Volksheldin Aung San Suu Kyi ins Gefängnis gebracht wurde. Seitdem herrscht
Krieg in vielen Regionen Myanmars, ein brutaler Machtkampf zwischen Militär und
Widerstandskämpfern. In Yangon, der größten Stadt des Landes, hat das Militär
das Sagen. Etwas außerhalb, im ehemaligen Wahlbezirk von Aung San Suu Kyi, haben
die Menschen ihr politisches Vorbild nicht vergessen. Suu Kyis Weggefährtin Su
Su engagiert sich für eine kleine Partei, die teilnehmen darf an den Wahlen des
Militärs. "Wir lassen uns nicht mundtot machen", sagt sie, auch wenn die
Generäle alles dafür tun, dass die Opposition keine Chance hat. Viele Menschen
in Myanmar geben die Hoffnung nicht auf, dass es irgendwann wieder besser gehen
könnte. So wie vor dem Militärputsch. (Autorin: Christiane Justus, ARD-Studio
Singapur)
Singapur: Hausmädchen werden Unternehmerinnen
Sie verlassen ihre Heimat und gehen im Ausland harter, oft nicht gut bezahlter
Arbeit nach; ein Schritt, den niemand leichtfertig geht. Und doch schätzt die
Internationale Arbeitsorganisation (ILO), dass über 160 Millionen Menschen
weltweit genau das tun, um sich und ihren Familien ein besseres Leben zu
ermöglichen. Ein Land, das von Arbeitsmigranten abhängig ist, ist Singapur. Rund
15 Prozent der Bevölkerung gelten als Arbeitsmigranten. Oft bleiben sie
Jahrzehnte, arbeiten auf dem Bau oder als Hausangestellte, weil sie keine andere
Perspektive haben. Jetzt will eine Organisation genau das aber ändern. Mit
praxisnahen Kursen sollen vor allem Frauen die Chance bekommen, nach Hause
zurückzukehren und sich dort etwas aufzubauen. Als Kleinunternehmerinnen sollen
sie sich nach einer Rückkehr in ihre Heimat Wohlstand erarbeiten - und diesen
dann auch nachhaltig ausbauen. (Autor: Maximilian Seib, ARD-Studio Singapur)
Uganda: Die Krankenschwester, die auf Berge klettert
Agnes Nambozo arbeitet als Krankenschwester am Rande des Mount Elgon. Sie ist
die Einzige, die in den abgelegenen Bergdörfern für medizinische Versorgung
sorgt: "Bei mir ist es einfach Leidenschaft für den Beruf, der mich alle
Hindernisse überwinden lässt", erzählt sie. Viele Hindernisse muss sie jeden Tag
überwinden, weil viele der Dörfer abgelegen auf den Hügeln der Region liegen.
Deswegen gehören die 100 Meter langen Treppen an den Bergwänden, die sie für
ihre Sprechstunden immer wieder klettern muss, zum Alltag. An vielen Tagen
dauert der Weg zu den Patienten länger als die Arbeit selbst. Für Agnes Nambozo
eine Herzensangelegenheit, auch wenn es körperlich jedes Mal anstrengend ist.
Der "Weltspiegel" berichtet über eine mutige Krankenschwester, die mit viel
Einsatz für die Gesundheit der Menschen in der abgelegenen Region sorgt.
(Autorin: Caroline Imlau, ARD-Studio Nairobi)
Redaktion: Clas Oliver Richter (NDR)
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OTS: ARD Das Erste
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