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WIESBADEN (ots) - Verbraucherpreisindex, Dezember und Jahr 2025:
+1,8 % zum Vorjahresmonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
0,0 % zum Vormonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
+2,2 % im Jahresdurchschnitt 2025 gegenüber 2024 (vorläufiges Ergebnis
bestätigt)
Harmonisierter Verbraucherpreisindex, Dezember und Jahr 2025:
+2,0 % zum Vorjahresmonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
+0,2 % zum Vormonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
+2,3 % im Jahresdurchschnitt 2025 gegenüber 2024 (vorläufiges Ergebnis
bestätigt)
Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2025 um
2,2 % gegenüber 2024 erhöht. "Die Entwicklung der Verbraucherpreise hat sich
damit stabilisiert. Im Jahresdurchschnitt 2024 hatte die Inflationsrate
ebenfalls bei +2,2 % gelegen, in den Jahren zuvor deutlich über 2 Prozent", sagt
Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes (Destatis). 2023 hatte die
Jahresdurchschnittsrate bei +5,9 % gelegen, 2022 bei +6,9 % und 2021 bei +3,1 %.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, lag die monatliche
Inflationsrate in Deutschland - gemessen als Veränderung des
Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat - im Dezember 2025 bei +1,8 %.
Zum Jahresende schwächte sich die monatliche Rate somit ab und fiel im Dezember
erstmals im Jahr 2025 unter zwei Prozent. Ein noch niedrigerer Wert wurde
zuletzt im September 2024 mit +1,6 % erreicht.
Jahresteuerungsrate ohne Nahrungsmittel und Energie lag 2025 bei +2,8 %
Die Jahresteuerungsrate ohne Berücksichtigung von Energie und Nahrungsmitteln,
häufig auch als Kerninflation bezeichnet, lag 2025 bei +2,8 %, nach +3,0 % im
Jahr 2024 und +5,1 % im Jahr 2023. Im Vergleich zu den beiden Vorjahren hat sich
dieser Wert 2025 somit abgeschwächt, lag aber weiterhin über der Gesamtteuerung.
Dies verdeutlicht, dass die Teuerung in anderen Güterbereichen im
Jahresdurchschnitt 2025 weiterhin hoch war.
2025 verteuerten sich Dienstleistungen erneut besonders stark: +3,5 %
Dienstleistungen insgesamt verteuerten sich 2025 im Vergleich zum Vorjahr 2024
mit +3,5 % überdurchschnittlich. Bereits in den zwei Jahren zuvor erhöhten sich
die Preise für Dienstleistungen im Jahresdurchschnitt deutlich (2024: +3,8 %;
2023: +4,4 %). Im Jahresdurchschnitt 2025 wurden kombinierte Personenbeförderung
(+11,4 %), Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (+8,7 %) und Versicherungen
(+7,4 %) für Verbraucherinnen und Verbraucher spürbar teurer. Auch die Preise
für viele andere Dienstleistungen wie stationäre Gesundheitsdienstleistungen
(+6,7 %), Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (+5,5 %), Pauschalreisen (+4,6 %)
oder Gaststättendienstleistungen (+4,0 %) erhöhten sich von 2024 bis 2025
deutlich. Die für die Preisentwicklung bedeutsamen Nettokaltmieten verteuerten
sich im Jahresdurchschnitt 2025 um 2,1 % und lagen somit knapp unterhalb der
Gesamtteuerung. Dagegen verbilligten sich Telekommunikationsdienstleistungen
gegenüber 2024 um 1,1 %.
Preise für Waren erhöhten sich 2025 um 1,0 %, darunter Nahrungsmittelpreise um
0,8 %
Waren insgesamt verteuerten sich im Jahresdurchschnitt 2025 gegenüber 2024 um
1,0 % und damit deutlich weniger als Dienstleistungen. Unter den Waren erhöhten
sich die Preise für Verbrauchsgüter um 1,1 %. Hier wirkten sich der Preisanstieg
bei Nahrungsmitteln (+2,0 %) und insbesondere der Preisrückgang bei Energie
(-2,4 %) dämpfend auf die Jahresteuerung aus. Innerhalb der Nahrungsmittel
wurden teilweise gegenläufige Preisentwicklungen beobachtet (zum Beispiel
Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren: +5,9 %; Obst: +4,9 %, aber
Speisefette und Speiseöle: -1,0 %; Gemüse: -0,3 %). Auch innerhalb der
Nahrungsmittelgruppen standen vereinzelt spürbaren Preiserhöhungen auffällige
Preissenkungen gegenüber. Darüber hinaus erhöhten sich die Preise für
Verbrauchsgüter vor allem für alkoholfreie Getränke (+7,0 %) und Tabakwaren
(+5,0 %) im Jahresdurchschnitt. Hingegen gingen bei Energie sowohl die Preise
für Haushaltsenergie (-2,3 %, darunter leichtes Heizöl: -5,3 %; Strom: -2,2 %)
als auch für Kraftstoffe (-2,6 %) zurück. Ohne Berücksichtigung der Energie
hätte die Jahresteuerungsrate 2025 bei +2,6 % gelegen. Gebrauchsgüter
verteuerten sich 2025 um 0,6 % gegenüber dem Vorjahr.
Verbraucherpreise im Dezember 2025 um 1,8 % gegenüber Dezember 2024 gestiegen
Die Inflationsrate in Deutschland lag im Dezember 2025 gegenüber Dezember 2024
bei +1,8 %, nach jeweils +2,3 % im November und Oktober 2025. Damit hat sich der
Preisauftrieb zum Jahresende abgeschwächt. Im Dezember 2025 verstärkten sich
insbesondere die Preisrückgänge bei Energie und dämpften somit die
Inflationsrate in stärkerem Umfang: Die Preisveränderungsrate für Energie lag im
Dezember 2025 gegenüber Dezember 2024 bei -1,3 %, nach -0,1 % im November 2025
gegenüber November 2024. Binnen Jahresfrist verbilligte sich im Dezember 2025
die Haushaltsenergie um 1,7 %. Insbesondere konnten die Verbraucherinnen und
Verbraucher von günstigeren Preisen für leichtes Heizöl (-3,6 %) und Strom (-1,8
%) profitieren. Deutlich teurer im Bereich der Haushaltsenergie waren hingegen
Brennholz, Holzpellets oder andere feste Brennstoffe (+7,4 %). Die
Kraftstoffpreise verbilligten sich gegenüber Dezember 2024 um 0,7 %. Die
Inflationsrate ohne Energie lag im Dezember 2025 bei +2,2 %.
Nahrungsmittel verteuerten sich um 0,8 % gegenüber Dezember 2024
Der Preisanstieg bei den Nahrungsmitteln lag im Dezember 2025 gegenüber dem
Vorjahresmonat bei +0,8 %, nach +1,2 % im November 2025. Damit verteuerten sich
Nahrungsmittel binnen Jahresfrist auch im Dezember 2025 unterdurchschnittlich.
Weiterhin waren jedoch vor allem Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren
(+8,8 %, darunter Schokolade: +18,9 %) sowie Fleisch und Fleischwaren (+3,9 %,
darunter Rind- und Kalbsfleisch: +14,1 %; Geflügelfleisch: +6,3 %) spürbar
teurer. Hingegen waren insbesondere Speisefette und Speiseöle (-20,2 %, darunter
Butter -31,7 %; Olivenöl: -17,7 %) günstiger als ein Jahr zuvor.
Ohne Berücksichtigung der Preise für Nahrungsmittel und Energie hätte die
Inflationsrate im Dezember 2025 bei +2,4 % gelegen. Dies verdeutlicht, dass die
Teuerung in anderen wichtigen Güterbereichen überdurchschnittlich war.
Waren verteuerten sich im Dezember 2025 gegenüber Dezember 2024 um 0,4 %,
Dienstleistungen weiterhin überdurchschnittlich hoch mit +3,5 %
Die Preise für Waren insgesamt lagen im Dezember 2025 um 0,4 % über denen des
Vorjahresmonats. Neben der Preiserhöhung bei Verbrauchsgütern mit +0,8 %, zu
denen Energie und Nahrungsmittel zählen, wurden hier insbesondere alkoholfreie
Getränke (+5,9 %) und Tabakwaren (+4,4 %) teurer. Gebrauchsgüter wurden
günstiger (-0,3 %).
Die Preise für Dienstleistungen insgesamt erhöhten sich im gleichen Zeitraum
weiterhin überdurchschnittlich um 3,5 %, darunter verteuerten sich die
Nettokaltmieten um 2,2 %. Deutlich teurer waren einige Dienstleistungen, unter
anderen die kombinierte Personenbeförderung (+11,4 %) und Dienstleistungen
sozialer Einrichtungen (+7,7 %). Auch Versicherungsdienstleistungen für den
Verkehr (+7,5 %), Personenbeförderung im Schienenverkehr (+7,2 %) sowie
stationäre Gesundheitsdienstleistungen (+6,5 %) verteuerten sich binnen
Jahresfrist erheblich. Nur wenige Dienstleistungen waren im Dezember 2025
günstiger als ein Jahr zuvor, zum Beispiel Telekommunikationsdienstleistungen
(-0,4 %).
Preise gegenüber dem Vormonat insgesamt stabil
Im Vergleich zum November 2025 blieb der Verbraucherpreisindex im Dezember 2025
stabil (0,0 %). Saisonbedingt erhöhten sich vor allem die Preise für
internationale Flugtickets (+24,0 %) und Pauschalreisen (+6,0 %). Die Preise für
Nahrungsmittel insgesamt gingen gegenüber dem Vormonat um 0,1 % zurück. Neben
dem Preisanstieg bei Gemüse (+3,3 %) war zudem der erneute Preisrückgang bei
Butter um 12,5 % auffällig, nachdem die Butterpreise bereits die letzten Monate
deutlich gesunken waren (November: -4,6 %; Oktober 2025: -10,0 %). Die Preise
für Energie insgesamt gingen hingegen gegenüber dem Vormonat um 1,1 % zurück,
insbesondere die Kraftstoffpreise (-2,2 %).
Methodische Hinweise:
Der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) wird im Euroraum zu Zwecken der
Geldpolitik verwendet. Der Verbraucherpreisindex (VPI) und der HVPI
unterscheiden sich neben der Verwendung zudem im Erfassungsbereich, in der
Methodik und der Gewichtung. Diese Unterschiede erklären Abweichungen zwischen
VPI und HVPI für Deutschland. Bei der Berechnung des VPI werden anders als beim
HVPI zusätzlich die Ausgaben der privaten Haushalte für selbstgenutztes
Wohneigentum, für Glücksspiel und für den Rundfunkbeitrag berücksichtigt. Zudem
werden die Gütergewichte des HVPI jährlich aktualisiert. Darüber hinaus sind
Erläuterungen, ein Methodenpapier sowie die HVPI-Ergebnisse im Internetangebot
des Statistischen Bundesamtes verfügbar.
Inflationsrechner gibt Auskunft über persönliche Inflationsrate:
Mit dem persönlichen Inflationsrechner des Statistischen Bundesamtes können
Verbraucherinnen und Verbraucher ihre monatlichen Konsumausgaben für einzelne
Güterbereiche entsprechend des eigenen Verbrauchsverhaltens anpassen und eine
persönliche Inflationsrate berechnen. Darüber hinaus bietet das
Preis-Kaleidoskop einen Überblick über die Preisentwicklung und die Gewichte
verschiedener Güter.
Weitere Informationen:
Detaillierte Ergebnisse sind über die Tabellen Verbraucherpreisindex
(61111-0004) und (61111-0006) sowie Harmonisierter Verbraucherpreisindex
(61121-0002) und (61121-0006) in der Datenbank GENESIS-Online abrufbar. Die
Tabellen 61111-0006 und 61121-0006 enthalten unter den Sonderpositionen VPI- und
HVPI-Ergebnisse, die zur Messung der sogenannten "Kerninflation" verwendet
werden.
Für die Inflation in der Eurozone wurden von der europäischen Statistikbehörde
Eurostat vorläufige Ergebnisse für Dezember und Jahr 2025 veröffentlicht
(verfügbar im Eurostat-Internetangebot unter News > Euro indicators).
Die Ergebnisse zum Verbraucherpreisindex sind auch im "Dashboard Konjunktur"
verfügbar, das Teil des "Dashboard Deutschland" (www.dashboard-deutschland.de)
ist. In diesem Datenportal bündelt das Statistische Bundesamt hochaktuelle
Indikatoren der amtlichen Statistik und weiterer Datenanbieter zu den Themen
Wirtschaft und Finanzen sowie Arbeitsmarkt, Bauen und Wohnen, Energie und
Ukraine. Mit dem "Pulsmesser Wirtschaft" steht dort auch ein Tool zur
Konjunkturbeobachtung in Echtzeit bereit.
Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen
und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter
www.destatis.de/pressemitteilungen.
Weitere Auskünfte:
Verbraucherpreise
Telefon: +49 611 75 4777
www.destatis.de/kontakt
Pressekontakt:
Statistisches Bundesamt
Pressestelle
www.destatis.de/kontakt
Telefon: +49 611-75 34 44
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/32102/6197443
OTS: Statistisches Bundesamt
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