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Frankfurt (ots) - Es mag so grotesk wie egal wirken, dass eine echte
Friedensnobelpreisträgerin ihre Medaille an den US-Präsidenten weitergab.
Weltpolitisch bedeutsam ist der Vorgang aus einem anderen Grund. Im Zentrum des
Weltenchaos steht zwar Donald Trump. Doch der Wahnsinn geht nicht von ihm aus -
sondern von all denen, die seine Spielchen mitspielen. Das Dumme ist nur: Das
Kalkül geht nicht auf. Als führende Kritikerin von Venezuelas Ex-Präsident
Maduro wollte ihn Machado wohl mit der Medaille becircen - und scheiterte. Auch
danach ließ Trump erklären, er arbeite lieber mit Maduros früherer
Vizepräsidentin Delcy Rodríguez zusammen. Es zeigt, wie verlottert die
internationalen Sitten sind. Auch Bittsteller wie Friedrich Merz, Keir Starmer
und die EU-Kommission beteiligen sich daran, den mächtigsten Mann mit dem
kindischen Gemüt durch Geschenke milde zu stimmen. Höchste Zeit, das unwürdige
Theater aufzugeben - oder sich zumindest Kniffe zu überlegen, die mal
Selbstbewusstsein demonstrieren.
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