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Köln (ots) - Der Naturschutzbund Deutschland sieht das UN-Abkommen zum
Hochseeschutz als "ganz wichtigen und längst überfälligen Schritt". Thorsten
Werner, Wissenschaftlicher Mitarbeiter beim NABU, sagte im Interview mit dem
WDR5-Morgenecho, besonders wichtig sei Verpflichtung zur Durchführung von
Umweltverträglichkeitsprüfungen.
"Das heißt also, wenn größere Eingriffe in die Meeresumwelt passieren, dann muss
vorher eine Umweltverträglichkeitsprüfung stattfinden. Und das ist natürlich ein
ganz, ganz großer Wurf."
Gleichzeitig betonte der NABU-Experte, dass man noch ganz am Anfang stehe - und
weitere Staaten das Abkommen jetzt schnell ratifizieren müssten:
"Und was noch wichtiger ist: Das Abkommen wirklich auch ambitioniert und wirksam
umzusetzen. Und dazu gehört eben auch, dass wir jetzt möglichst schnell
Meeresschutzgebiete auf der Hohen See ausweisen. Und ich denke, Deutschland kann
und muss hier wahrscheinlich auch eine Vorreiterrolle einnehmen.
Dazu sei es wichtig, dass wissenschaftliche Institute in Deutschland Vorschläge
ausarbeiten, welche Gebiete vorrangig schützenswert wären.
"Das heißt, dass wenn wir diese Gebiete ausweisen, auch wirklich menschliche
Aktivitäten in diesen Gebieten regulieren und damit auch wirklich Rückzugs- und
Hoheräume für die Arten und Lebensräume in diesen Gebieten schaffen."
Das komplette Interview können Sie hier nachhören: https://www1.wdr.de/mediathek
/audio/wdr5/wdr5-morgenecho-interview/audio-hochseeschutzabkommen-hilft-das-dem-
meer-100.html
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