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Köln (ots) -
- Bürgerbeteiligung wichtig
- Wasserstoff ist keine flächendeckende Lösung
- Abwärme aus Rechenzentren als vielversprechender Lösungsansatz
- Neues Whitepaper von TÜV Rheinland Consulting: "Kommunale Wärmeplanung im
Praxistest - neun Handlungsimpulse für die Umsetzung" (https://go.tuv.com/whit
epaper-kommunale-waermeplanung?wt_mc=Press.Press-Release.no-interface.DE25_A04
_EGOV.DE25_A04_EGOV3_PR_03.textlink.&cpid=DE25_A04_EGOV3_PR_03)
Kommunale Wärmeplanung ist ein zentrales Instrument auf dem Weg zur
klimaneutralen Wärmeversorgung, sorgt aber häufig für Verunsicherung. Ein neues
Whitepaper (https://go.tuv.com/whitepaper-kommunale-waermeplanung?wt_mc=Press.Pr
ess-Release.no-interface.DE25_A04_EGOV.DE25_A04_EGOV3_PR_03.textlink.&cpid=DE25_
A04_EGOV3_PR_03) von TÜV Rheinland Consulting, einem Beratungsunternehmen von
TÜV Rheinland, zeigt, wie Städte und Gemeinden ihre Wärmeplanung zielgerichtet
umsetzen und Missverständnisse ausräumen können. Denn der Handlungsbedarf ist
groß: Kommunale Wärmepläne sollen den Umstieg auf eine klimafreundliche
Wärmeversorgung erleichtern, indem sie Gebiete für Wärmenetze und dezentrale
Lösungen wie Wärmepumpen identifizieren. Auf Bundesebene gilt das Ziel der
Klimaneutralität bis 2045, in einigen Bundesländern bereits bis 2040. Kommunen
müssen bis 30. Juni 2028 einen Wärmeplan vorlegen, Städte ab 100.000
Einwohnerinnen und Einwohnern bereits bis 30. Juni 2026.
Wärmeplanungsgesetz oder Landesgesetze geben Rahmen vor, Bestimmungen jedoch oft
unklar
Dr. Florian Nigbur, Teamleiter Energieinfrastruktur bei TÜV Rheinland
Consulting, erklärt: "Entscheidend ist, dass Wärmepläne und die darin
definierten Maßnahmen in konkrete Schritte überführt werden. Rahmen und Vorgaben
sind durch das Wärmeplanungsgesetz (WPG) auf Bundesebene und entsprechende
Landesgesetze klar abgesteckt, doch vieles lässt sich aus den Bestimmungen
allein nicht unmittelbar ableiten. Hier setzt das Whitepaper an: Auf Grundlage
unserer Erfahrungen listen wir neun Thesen auf, aus denen jeweils ein
Handlungsimpuls abgeleitet wird."
Wärmeplan als strategischer Kompass
Das Autorenteam ordnet den Wärmeplan als strategischen Kompass ein. Er kann
Orientierung für künftige Investitionen geben, ohne für sich genommen bereits
rechtliche Verbindlichkeiten für einzelne Gebäude oder Heizsysteme zu schaffen.
Die Strategie im Wärmeplan sollte so angelegt sein, dass sie nahtlos umsetzbar
ist: durch klare Zuständigkeiten, verbindliche Fristen und eine Erfolgskontrolle
anhand weniger, aussagekräftiger Kennzahlen. Kommunen sollten die Wärmewende
trotz offener Fragen zum Gebäudeenergiegesetz, zur Stromsteuer und zu
Förderprogrammen aktiv angehen. Gleichzeitig ist die Bürgerbeteiligung
entscheidend: Zentraler Erfolgsfaktor ist eine frühe, klare Kommunikation mit
aktiver Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger im Planungsprozess.
Wasserstoff ist keine Standardlösung
Wasserstoff ist für die flächendeckende Gebäudeheizung keine tragfähige
Standardlösung. Sinnvoll bleibt er dort, wo lokale Bedingungen passen, etwa in
der Industrie. Prüfgebiete können helfen, wenn die geeignete Wärmequelle noch
nicht belastbar feststeht. Sie sollten aber begründet, befristet und räumlich
begrenzt sein, damit Entscheidungen nicht aufgeschoben werden.
Abwärme aus Rechenzentren nutzen
Lokale Rechenzentren erzeugen kontinuierlich große Wärmemengen. Diese Abwärme
sollte systematisch erfasst und frühzeitig in die Netzplanung eingebunden
werden. Entscheidend sind Temperaturniveau, Leitungswege und eine verlässliche
Anbindung. Rechenzentren können damit vor Ort zum "Gamechanger" werden.
Maßnahmen priorisieren und lokal anpassen
Das Spektrum an möglichen Maßnahmen in Wärmeplänen ist breit und eröffnet Raum
für vielfältige Lösungsansätze. Das Whitepaper nennt etwa Machbarkeitsstudien
und Transformationspläne für Wärmenetze, energetische Sanierung, kommunales
Energiemanagement und Energieberatung. Wichtig ist, dass alle Maßnahmen
systematisch geprüft, nach Wirkung und Machbarkeit priorisiert und im engen
Austausch mit den lokalen Beteiligten umgesetzt werden.
Weitere Informationen unter Whitepaper | Kommunale Wärmeplanung im Praxistest -
neun Handlungsimpulse für die Umsetzung (https://go.tuv.com/whitepaper-kommunale
-waermeplanung?wt_mc=Press.Press-Release.no-interface.DE25_A04_EGOV.DE25_A04_EGO
V3_PR_03.textlink.&cpid=DE25_A04_EGOV3_PR_03)
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