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N.Y./München (ots) -
- Die Zahl aktivistischer Kampagnen in Europa sinkt 2025 von 174 auf 133 im
Vergleich zum Vorjahr.
- Der Anteil in Deutschland fällt von 24 % auf 17 %.
- Der Markt zögert 2025 und sortiert sich angesichts zahlreicher disruptiver
Faktoren neu.
- Aktivismus wird 2026 auch in Deutschland wieder Fahrt aufnehmen.
Alvarez & Marsal, (A&M) (https://www.alvarezandmarsal.com/) , eines der weltweit
führenden Beratungsunternehmen, hat die neueste Ausgabe seines A&M Activist
Alert (AAA) (https://www.alvarezandmarsal.com/thought-leadership/a-m-european-ac
tivist-alert) mit einer Einordnung der jüngsten Tätigkeit aktivistischer
Investoren und einem Ausblick auf 2026 veröffentlicht. Der AAA ist die führende
Quelle für die Bewertung von Shareholder-Aktivismus in Europa. Die aktuelle
Ausgabe zeigt, dass technologischer Wandel, geopolitische Unsicherheiten und
makroökonomische Volatilität das Umfeld für Aktivismus in Deutschland und Europa
im Jahr 2025 spürbar verändert haben.
Der aktuelle A&M Activist Alert (AAA) verzeichnet einen deutlichen Rückgang bei
der Gesamtzahl aktivistischer Kampagnen in Europa. Im Jahr 2025 wurden insgesamt
133 Kampagnen registriert, im Jahr 2024 waren es hingegen noch 174. Gleichzeitig
nimmt der Anteil von US-Fonds als Initiatoren zum fünften Mal in Folge von 33 %
auf nun 41 % zu.
Einer der wesentlichen Gründe für den allgemeinen Rückgang der Aktivität ist die
anhaltende Unsicherheit rund um die internationale Zollpolitik, die viele
Investoren zu einer zurückhaltenderen Vorgehensweise veranlasste. Regional
verlagerte sich der Fokus der Aktivisten deutlich auf das Vereinigte Königreich.
41 % aller europäischen Kampagnen, insgesamt 39 Fälle, entfielen auf britische
Unternehmen. Damit bleibt das Vereinigte Königreich der mit Abstand wichtigste
Zielmarkt für aktivistische Investoren in Europa.
Patrick Siebert (https://www.linkedin.com/in/patrick-siebert-6b4b7733/) ,
Managing Director und Co-Head von A&M Deutschland, erklärt die Entwicklung: "Mit
dem Anstieg der M&A-Aktivität in den USA hat auch das Engagement aktivistischer
Investoren dort spürbar zugenommen. In Europa bleibt das Vereinigte Königreich
der zentrale Markt für Aktivismus. Dies wird bedingt durch moderat bewertete
Aktienkurse, die britische Unternehmen besonders attraktiv für Investoren
machen. Deutschland und die Schweiz folgen auf den Plätzen zwei und drei der
aktivsten Märkte für aktivistische Investoren."
Deutschland stand 2025 weniger im Fokus
Der Fokus aktivistischer Investoren auf Deutschland hat 2025 spürbar
nachgelassen. Zwar verzeichnete Deutschland weiterhin die zweithöchste Anzahl
aktivistischer Kampagnen in Europa, der Anteil an der Gesamtzahl ging aber von
24 % im Jahr 2024 auf 17 % im Jahr 2025 deutlich zurück. Ausschlaggebend für
diese Entwicklung waren vor allem geopolitische Spannungen, internationale
Handels- und Zollkonflikte sowie Chinas zunehmende Positionierung entlang der
industriellen Wertschöpfungskette. Diese Faktoren betreffen insbesondere in
Deutschland stark vertretene Industriesektoren wie die Automobilindustrie oder
den Anlagen- und Maschinenbau und erhöhen die Unsicherheit für Investoren.
Gleichzeitig eröffnen solche Rahmenbedingungen zwar grundsätzlich Chancen für
aktivistische Engagements, erhöhen jedoch auch das Risiko, frühzeitig in
strukturell belastete Geschäftsmodelle zu investieren. Entsprechend agieren
Aktivisten derzeit selektiver und vorsichtiger.
Patrick Siebert (https://www.linkedin.com/in/patrick-siebert-6b4b7733/) ordnet
ein: "Während deutsche Unternehmen lange Exportweltmeister waren, übernimmt
China heute zunehmend zentrale Teile der industriellen Wertschöpfung selbst.
Diese Entwicklung macht aktivistische Investoren vorsichtiger: Sie engagieren
sich nur dort, wo sie klare Schwächen erkennen, und realistische Chancen sehen,
durch ihren Einfluss nachhaltig Wert zu schaffen. In vielen Fällen erscheint der
Wettbewerbsdruck aus China jedoch zu groß. Besonders betroffen sind
exportorientierte Branchen wie die Automobilindustrie, Zulieferer sowie der
Anlagen- und Maschinenbau."
2026 kommt auch in Deutschland die Kehrtwende
Für 2026 rechnen die Experten von A&M mit einer vorübergehenden Zurückhaltung
aktivistischer Investoren in Deutschland. In den ersten sechs bis neun Monaten
dürften Kampagnen weiter zurückgehen. Eine Trendwende erwartet A&M im zweiten
Halbjahr, wenn klarer wird, wie Unternehmen auf aktuelle Herausforderungen
reagieren. Insgesamt werden derzeit sieben deutsche Unternehmen mit einem hohen
Risiko bewertet, innerhalb der nächsten sechs bis zwölf Monate zum Ziel
aktivistischer Investoren zu werden, und weitere 19 Unternehmen könnten in den
folgenden zwölf bis 18 Monaten ins Visier geraten.
"KI-Strategien rücken zunehmend in den Fokus aktivistischer Investoren", sagt
Patrick Siebert. "Entscheidend ist hier nicht, ob über KI gesprochen wird,
sondern ob sie messbar zur Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit beiträgt. 2026
wird das zur Kernfrage für viele Unternehmen."
Die Atempause ist vorbei
Schon 2025 verlagerte sich Aktivismus zunehmend ins Verborgene und statt lauter
Kampagnen setzen Investoren verstärkt auf diskrete Einflussnahme. Dabei nutzen
sie auch unter der Meldeschwelle jede Gelegenheit, an Einfluss zu gewinnen.
Nach einer Phase der Zurückhaltung infolge wirtschaftlicher Unsicherheit und
geopolitischer Risiken zeigt sich nun, dass die Aktivität wieder deutlich
zunimmt. Steigende M&A-Dynamik und mehr öffentliche Kampagnen deuten auf einen
erneuten Aufschwung des Shareholder-Aktivismus in Europa hin.
Den vollständigen Report und die Berichte aus den Vorjahren finden Sie unter
diesem Link (https://www.alvarezandmarsal.com/thought-leadership/a-m-european-ac
tivist-alert) .
Hinweis zum aktuellen A&M Activist Alert:
Das Activist Alert-Modell von A&M umfasst detaillierte Analysen börsennotierter
Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von mindestens 200 Millionen Euro und
Sitz in Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Skandinavien, der Schweiz, den
Benelux-Ländern, Italien und Spanien. Insgesamt wurden 1.543 europäische
Unternehmen analysiert und ihre Performance mit 4.378 globalen Wettbewerbern
verglichen. A&M analysiert jedes Unternehmen anhand von 49 quantitativen und
qualitativen Variablen, die aus öffentlich zugänglichen Daten abgeleitet wurden.
Auf dieser Basis bewertet A&M die relative Performance eines Unternehmens im
Vergleich zu seinen globalen Wettbewerbern in derselben Branche.
Über Alvarez & Marsal
Alvarez & Marsal (https://www.alvarezandmarsal.com/de/global-locations/germany)
wurde 1983 gegründet und ist ein weltweit führendes Unternehmen für
professionelle Dienstleistungen. Das Unternehmen ist bekannt für seine
Führungsqualität, sein engagiertes, ergebnisorientiertes Handeln - Leadership,
Action, Results und bietet Beratungs-, Leistungsverbesserungs- und
Turnaround-Management-Services an. Alvarez & Marsal liefert praktische Lösungen
für die individuellen Herausforderungen seiner Kunden. Mit seinem weltweiten
Netzwerk von erfahrenen Mitarbeitern, erstklassigen Beratern sowie Experten mit
langjähriger Erfahrung in Aufsichtsbehörden und Industrieunternehmen unterstützt
Alvarez & Marsal Unternehmen, Vorstände, Private-Equity-Unternehmen,
Anwaltskanzleien und Regierungsbehörden dabei, ihre Transformation
voranzutreiben, Risiken zu minimieren und in jeder Wachstumsphase Mehrwert zu
schaffen.
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Corinna Voss M.D./Partner
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Unternehmenskontakt:
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Jutta Bamberger
Director Go To Market Germany
mailto:jbamberger@alvarezandmarsal.com
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/118051/6200246
OTS: Alvarez & Marsal
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