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Bensheim (ots) - Viele Unternehmen rutschen in eine gefährliche Personallücke:
Schlüsselpositionen bleiben unbesetzt, Projekte verzögern sich und Know-how geht
verloren. Besonders kritisch wird es, wenn Führungskräfte spontan ausfallen oder
sich kein geeigneter Nachfolger findet. Immer mehr Firmen greifen deshalb zu
einer Lösung, die früher als Notmaßnahme galt, heute aber zur strategischen
Waffe wird: Führungskräfte auf Zeit, sogenannte Interim Manager.
Unternehmen können es sich nicht mehr leisten, wochenlang auf die perfekte
Besetzung zu warten. Interim Führungskräfte schließen nicht nur Lücken - sie
bringen Tempo, Struktur und Entscheidungen, wenn es darauf ankommt. Dieser
Beitrag zeigt, warum Führungskräfte auf Zeit zur echten Geheimwaffe werden
können.
Wenn Zeit zum kritischen Faktor wird
Der Arbeitsmarkt für Führungskräfte hat sich in den vergangenen Jahren deutlich
verschärft. Vakante Positionen lassen sich immer schwerer besetzen, während
gleichzeitig der Handlungsdruck in den Unternehmen steigt. Strategische
Projekte, Transformationen oder operative Stabilisierung dulden keinen Aufschub.
In dieser Situation wird deutlich, dass klassische Recruiting-Prozesse oft nicht
mehr mit der Realität Schritt halten.
Gerade bei Schlüsselpositionen kann ein längerer Ausfall erhebliche Folgen
haben. Entscheidungswege verlängern sich, Verantwortlichkeiten bleiben unklar
und wichtige Initiativen geraten ins Stocken. Die Kosten entstehen dabei nicht
nur durch den Stillstand selbst, sondern auch durch verlorene Chancen und
sinkende Motivation in den Teams.
Führung auf Zeit statt Beratung auf Distanz
Interim Manager sind erfahrene Führungskräfte, die zeitlich befristet operative
Verantwortung übernehmen. Anders als externe Berater entwickeln sie nicht nur
Konzepte, sondern setzen Maßnahmen konsequent um. Sie führen Mitarbeitende,
steuern Prozesse und tragen Ergebnisverantwortung. Diese klare Rolle macht ihren
Einsatz besonders wirkungsvoll, wenn Organisationen schnell Orientierung und
Führung benötigen.
Ein wesentlicher Unterschied liegt in der Haltung. Interim Führungskräfte
agieren nicht von außen, sondern werden Teil der Organisation - mit klar
definiertem Auftrag und begrenztem Zeithorizont. Dadurch entsteht eine hohe
Fokussierung auf das Wesentliche, während langwierige Abstimmungsrunden oder
politische Rücksichten in den Hintergrund treten.
Vom Kriseninstrument zur strategischen Option
Lange Zeit galt Interim Management vor allem als Mittel zur Bewältigung akuter
Krisen. Zwar bleibt das Krisen- und Changemanagement ein zentraler Einsatzgrund,
doch das Einsatzspektrum hat sich erweitert. Immer häufiger geht es darum,
personelle Vakanzen zu überbrücken oder fehlende Kompetenzen temporär ins
Unternehmen zu holen.
Diese Entwicklung ist kein Zufall. In einem ausgeprägten Kandidatenmarkt ziehen
sich Auswahlprozesse oft über Monate hin. Gleichzeitig können Unternehmen es
sich nicht leisten, Führungspositionen unbesetzt zu lassen. Interim Manager
ermöglichen es, diese Zeit aktiv zu nutzen, statt auf eine dauerhafte Lösung zu
warten und dabei operative Risiken einzugehen.
Unabhängigkeit als Führungsstärke
Ein weiterer Vorteil liegt in der Unabhängigkeit von Interim Führungskräften. Da
sie nicht auf interne Karrierepfade angewiesen sind, können sie Entscheidungen
sachlich treffen und auch unbequeme Maßnahmen umsetzen. Gerade in
Transformationsphasen erweist sich diese Distanz als Stärke, weil sie den Blick
auf Strukturen, Prozesse und Prioritäten schärft.
Zudem bringen Interim Manager häufig Erfahrung aus vergleichbaren Situationen
mit. Sie erkennen Muster, bewerten Risiken realistisch und setzen bewährte
Instrumente ein. Diese Routine verkürzt Entscheidungswege und erhöht die
Qualität der Umsetzung, insbesondere unter hohem Zeitdruck.
Kosten realistisch bewerten
Auf den ersten Blick erscheinen Interim Mandate kostenintensiv. Eine isolierte
Betrachtung greift jedoch zu kurz. Unternehmen investieren nicht in eine
langfristige Personalbindung, sondern in klar definierte Leistung auf Zeit.
Entscheidend ist daher der erzielte Effekt: stabilisierte Abläufe,
vorangetriebene Projekte oder vermiedene Folgekosten durch Verzögerungen.
In vielen Fällen relativieren sich die Tagessätze, wenn man sie dem
wirtschaftlichen Nutzen gegenüberstellt. Stillstand, Fehlentscheidungen oder
ungeführte Teams verursachen häufig deutlich höhere Kosten, bleiben jedoch in
klassischen Kalkulationen oft unberücksichtigt.
Führung auf Zeit braucht klare Rahmenbedingungen
Damit Interim Einsätze ihre Wirkung entfalten, müssen die Rahmenbedingungen
stimmen. Klare Ziele, eindeutige Entscheidungsbefugnisse und transparente
Kommunikation sind entscheidend. Wenn diese Voraussetzungen gegeben sind, können
Interim Manager ihre Erfahrung voll einbringen und nachhaltige Ergebnisse
erzielen.
Fehlen diese Klarheit und Rückendeckung, stößt auch die beste Führungskraft auf
Zeit an Grenzen. Interim Management ist daher kein Selbstläufer, sondern ein
Instrument, das bewusst eingesetzt und aktiv gesteuert werden muss.
Fazit: Flexibilität als Wettbewerbsvorteil
Führung auf Zeit hat sich von der reinen Notlösung zu einem festen Bestandteil
moderner Personalstrategien entwickelt. Unternehmen, die flexibel auf Engpässe
reagieren und gleichzeitig handlungsfähig bleiben wollen, nutzen Interim Manager
gezielt als Ergänzung ihres Führungssystems.
Die Personallücke wird damit nicht nur geschlossen, sondern strategisch genutzt.
Interim Management schafft Zeit, Stabilität und Entscheidungsfähigkeit - und
genau diese Faktoren entscheiden in vielen Unternehmen darüber, ob
Herausforderungen gemeistert oder Chancen verpasst werden.
Über Achim Dohl:
Achim Dohl ist Interim-Manager und Personalberater mit über 20 Jahren Erfahrung.
Mit dem Pathfinder Expert Call unterstützt er Unternehmen in der Medizintechnik
dabei, die richtigen Spezialisten zu finden - und das in kürzester Zeit. Sein
Service ist darauf ausgelegt, schnell, präzise und ohne lange Wartezeiten
Experten zu vermitteln und Unternehmen zügig aus Krisensituationen zu retten.
Mehr Informationen unter:
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