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Frankfurt am Main/Berlin (ots) - +++ Deutliche Stärkung der Recherchestipendien,
ein Preis für die beste lokale Recherche, Kooperation mit Netzwerk Recherche und
Preisverleihung in Hamburg: Viele Neuerungen beim 21. Otto Brenner Preis für
kritischen Journalismus +++
Die Otto Brenner Stiftung hat den 21. Otto Brenner Preis für kritischen
Journalismus ausgeschrieben. Nach einem Jahr Pause, welche Stiftung und Jury
dazu genutzt haben, den Preis weiterzuentwickeln, setzt die Stiftung neue
Akzente mit der Auszeichnung.
Der Otto Brenner Preis widmet sich nun auch dem Lokaljournalismus und stärkt die
Rechercheförderung mit Stipendien. Statt wie bisher drei werden nun vier
Recherchestipendien vergeben und die Gesamtdotierung dafür steigt von 15.000 auf
insgesamt 24.000 Euro. Es werden drei Preise vergeben: Der Otto Brenner Preis
für kritischen Journalismus (dotiert mit 5.000 Euro), der Newcomer*innenpreis
für engagierten Journalismus (dotiert mit 3.000 Euro) sowie der neu geschaffene
Preis für die beste lokale Recherche (dotiert mit 3.000 Euro). Mit insgesamt
35.000 Euro bleibt der Otto Brenner Preis einer der höchstdotierten
Journalist*innenpreise in Deutschland.
"Recherchen sind das Fundament von kritischem Journalismus. Bei immer mehr
prekären Arbeitsverhältnissen im Journalismus sehen wir es als gewerkschaftsnahe
Stiftung als unsere Aufgabe, Kolleg*innen noch stärker als bisher dabei zu
unterstützen, ihre Recherchen umzusetzen", so Can Gülcü, Geschäftsführer der
Otto Brenner Stiftung. Gerade in Zeiten, in denen der Lokaljournalismus
zunehmend unter finanziellem Druck steht, werden mit dem Preis für die beste
lokale Recherche Kolleg*innen prämiert, die journalistisch tief in lokale
Strukturen eintauchen und Probleme und Missstände vor Ort aufdecken.
Bei der Preisverleihung kooperiert die Otto Brenner Stiftung erstmals mit
Netzwerk Recherche. Der Verein mit über 1.300 Mitgliedern wurde 2001 gegründet,
um die journalistische Recherche und den Qualitätsjournalismus zu stärken. Er
veranstaltet Konferenzen, bietet Fortbildungen an, vergibt Stipendien und
vernetzt Journalist*innen in Deutschland, Europa und darüber hinaus. In der
jüngsten Zeit hat der Verein einen neuen Schwerpunkt zur Stärkung des
Lokaljournalismus aufgebaut. Die Otto Brenner Stiftung unterstützt Netzwerk
Recherche bereits seit vielen Jahren als Mitglied des Förderkuratoriums.
"Der Otto Brenner Preis würdigt genau den Journalismus, der auch uns am Herzen
liegt, indem er tiefgründige, unbequeme und gesellschaftlich relevante
Recherchen auszeichnet. Den Ausbau der Recherchestipendien begrüßen wir sehr.
Mit einer festlichen Preisverleihung am Vorabend der Jahreskonferenz von
Netzwerk Recherche in Hamburg setzen wir gemeinsam ein starkes Zeichen für
investigativen Journalismus in Deutschland", sagt Daniel Drepper, 1.
Vorsitzender von Netzwerk Recherche.
Beide Institutionen verbindet eine gemeinsame Geschichte. Vor zwanzig Jahren
waren der Journalist Thomas Leif, Mitgründer und seinerzeit Vorsitzender von
Netzwerk Recherche, und Elke Eller, die damalige Geschäftsführerin der Otto
Brenner Stiftung, gemeinsam die zentralen Impulsgeber*innen dafür, dass die
Stiftung im Jahr 2005 entschied, einen Preis für kritischen Journalismus
auszuschreiben.
"Journalist*innen werden immer häufiger durch demokratiefeindliche Kräfte
bedroht, die finanziellen und politischen Rahmenbedingungen für
Qualitätsjournalismus werden zunehmend schlechter. Für uns ist die
Zusammenarbeit mit Netzwerk Recherche dementsprechend nur ein logischer Schritt.
Uns verbindet nicht nur eine gemeinsame Geschichte, sondern auch ein gemeinsames
Ziel: die Stärkung des kritischen Journalismus in Deutschland", ergänzt Gülcü.
Die Preisverleihung findet am Vorabend der Netzwerk Recherche Jahreskonferenz am
11. Juni in Hamburg statt. Dazu Christiane Benner, Jurymitglied, 1. Vorsitzende
der IG Metall und Verwaltungsratsvorsitzende der Otto Brenner Stiftung:
"Mit rund 800 Teilnehmenden und über 100 Veranstaltungen ist die Jahreskonferenz
unseres Kooperationspartners Netzwerk Recherche die größte deutsche Konferenz
für den Investigativjournalismus. Das ist für uns genau der richtige Rahmen für
einen Preis, der sich am politischen Vermächtnis Otto Brenners orientiert und
seit 20 Jahren Zivilcourage, Kritik gegenüber den Mächtigen und ständige
demokratische Wachsamkeit im Journalismus prämiert."
Die Jury des Otto Brenner Preises bleibt hochkarätig besetzt. Neben Benner
gehören ihr weiterhin Brigitte Baetz, freie Journalistin und Medienexpertin
(u.a. Deutschlandfunk, Sendung "mediasres"), Nicole Diekmann
(ZDF-Korrespondentin im Hauptstadtbüro Berlin), Prof. Dr. Volker Lilienthal
(Universität Hamburg), Henriette Löwisch (Leiterin der Deutschen
Journalistenschule München), Prof. Dr. Heribert Prantl (Kolumnist und Autor,
Süddeutsche Zeitung), Harald Schumann (Gründer und Reporter bei Investigate
Europe) an.
"Die Jurymitglieder haben mit ihrer hervorragenden Arbeit dafür gesorgt, dass
der Otto Brenner Preis ein Leuchtturm für Qualität und Integrität im
Journalismus geworden ist. Nun führen wir diese Arbeit fort und freuen uns auf
viele Beiträge, die im vergangenen Jahr gesellschaftlich relevante Themen
journalistisch in den Fokus gerückt haben", so Gülcü abschließend.
Weitere Informationen zur Ausschreibung finden Sie auf der Webseite: Otto
Brenner Preis: Journalistenpreis für kritischen Journalismus
(https://www.otto-brenner-preis.de/)
Pressekontakt:
Otto Brenner Stiftung
Geschäftsführer
Can Gülcü
Telefon: 069-6693-2526
E-Mail: info(at)otto-brenner-stiftung.de
http://www.otto-brenner-stiftung.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/106578/6201906
OTS: Otto Brenner Stiftung
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