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Bonn (ots) - Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Armin
Laschet (CDU), zeigt sich erleichtert über die Entspannung in der
Grönland-Krise. "Die Kombination aus der europäischen Bereitschaft, notfalls
auch einen Handelskonflikt nicht zu scheuen, und besonnener Diplomatie hat
Wirkung gezeigt", sagte Laschet dem General-Anzeiger Bonn (Freitagsausgabe).
"Das bestätigt erneut, dass laute und wilde Sprüche niemanden überzeugen."
Der ehemalige nordrhein-westfälische Ministerpräsident und
Unions-Kanzlerkandidat fügte hinzu: "Ob der Streit endgültig beigelegt ist,
bleibt offen. Aber er ist zurück auf einem sachlichen, verhandelbaren Weg."
Auf die Frage nach bleibenden Schäden im transatlantischen Verhältnis sagte
Laschet: "Die regelbasierte Ordnung ist nicht erst durch Grönland unter Druck
geraten, das erleben wir seit Jahren. In Davos hat der kanadische
Premierminister Carney sehr eindrucksvoll beschrieben, dass mittlere Mächte
nicht ohnmächtig sind, wenn sie geschlossen mit eigener Stärke handeln." Nicht
Empörung stabilisiere die Ordnung, sondern Handlungsfähigkeit. "Daran werden wir
Europäer uns messen lassen müssen."
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Nils Rüdel
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