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Berlin (ots) - Auch wenn es deutliche Unterschiede im Aussehen gibt: Donald
Trump hat gewisse Ähnlichkeit mit Pippi Langstrumpf, die sich bekanntlich die
Welt macht, wie sie ihr gefällt. Das zeigt sich gerade mit dem neuen
"Friedensrat", dessen Gründungsdokument in Davos vom US-Präsidenten
unterzeichnet wurde. In diesem Gremium versammelt Trump eine Reihe von
Claqueuren um sich; darunter sind so illustre Persönlichkeiten wie Benjamin
Netanjahu aus Israel und Argentiniens Javier Milei. Das Ziel dieser
Friedensgurken: die Vereinten Nationen so zu schwächen, dass die mächtigen
Staaten der Welt schalten und walten können, wie sie wollen.
Trump hat so viel mit Frieden am Hut wie Heino mit guter Musik. Erinnert sei an
die US-Angriffe gegen den Iran im vergangenen Jahr. Oder daran, dass die USA in
der Karibik mehrere Boote mit angeblichen Drogenschmugglern aus Venezuela an
Bord versenkt und anschließend Staatschef Nicolás Maduro entführt haben. Zuletzt
hat die US-Armee den Islamischen Staat in Syrien bombardiert.
Das Völkerrecht ist Trump bei der Durchsetzung seiner ökonomisch-politischen
Interessen egal. Und das hat einen Grund: Die "regelbasierte Weltordnung" soll
vor allem militärisch unterlegene Staaten vor Angriffen der Supermächte
schützen. Denn sie erlaubt Gewalt nur in zwei Ausnahmen: zur Selbstverteidigung
und mit der Ermächtigung durch den UN-Sicherheitsrat. Diese Regelung ist den
imperialistischen Staaten ein Dorn im Auge. Deshalb Trumps "Friedensrat". Nach
Frieden sieht der nicht aus, nach Krieg schon viel eher.
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