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"nd.DieWoche": Donalds Friedensgurken - Kommentar zum neuen "Friedensrat" des US-Präsidenten

22.01.2026 19:10 Uhr nd.DerTag / nd.DieWoche

Berlin (ots) - Auch wenn es deutliche Unterschiede im Aussehen gibt: Donald Trump hat gewisse Ähnlichkeit mit Pippi Langstrumpf, die sich bekanntlich die Welt macht, wie sie ihr gefällt. Das zeigt sich gerade mit dem neuen "Friedensrat", dessen Gründungsdokument in Davos vom US-Präsidenten unterzeichnet wurde. In diesem Gremium versammelt Trump eine Reihe von Claqueuren um sich; darunter sind so illustre Persönlichkeiten wie Benjamin Netanjahu aus Israel und Argentiniens Javier Milei. Das Ziel dieser Friedensgurken: die Vereinten Nationen so zu schwächen, dass die mächtigen Staaten der Welt schalten und walten können, wie sie wollen.

Trump hat so viel mit Frieden am Hut wie Heino mit guter Musik. Erinnert sei an die US-Angriffe gegen den Iran im vergangenen Jahr. Oder daran, dass die USA in der Karibik mehrere Boote mit angeblichen Drogenschmugglern aus Venezuela an Bord versenkt und anschließend Staatschef Nicolás Maduro entführt haben. Zuletzt hat die US-Armee den Islamischen Staat in Syrien bombardiert.

Das Völkerrecht ist Trump bei der Durchsetzung seiner ökonomisch-politischen Interessen egal. Und das hat einen Grund: Die "regelbasierte Weltordnung" soll vor allem militärisch unterlegene Staaten vor Angriffen der Supermächte schützen. Denn sie erlaubt Gewalt nur in zwei Ausnahmen: zur Selbstverteidigung und mit der Ermächtigung durch den UN-Sicherheitsrat. Diese Regelung ist den imperialistischen Staaten ein Dorn im Auge. Deshalb Trumps "Friedensrat". Nach Frieden sieht der nicht aus, nach Krieg schon viel eher.

Pressekontakt:

nd.DerTag / nd.DieWoche Redaktion

Telefon: 030/2978-1722

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/59019/6202105 OTS: nd.DerTag / nd.DieWoche


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - nd.DerTag / nd.DieWoche
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