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Frankfurt am Main (ots) -
- 45 Prozent des hiesigen Stromverbrauchs wurden im letzten Jahr von diesen
beiden Energiequellen abgedeckt
- Ungünstige Bedingungen für beide, Wind und Sonne, in Deutschland im Schnitt
nur an 15 Tagen im Jahr
- Flexibilisierung der Stromnachfrage und Batteriespeicher ermöglichen
Optimierung
Im vergangenen Jahr stammten 56 Prozent des in Deutschland verbrauchten Stroms
aus erneuerbaren Energien. Dabei deckten die Windenergie 29 Prozent und die
Solarenergie 16 Prozent des Stromverbrauchs ab. Die beiden erneuerbaren Energien
ergänzen sich ausgesprochen gut: Die höchste Sonnenausbeute gibt es an Tagen mit
wenig Wind - und andersherum. So fielen in den vergangenen drei Jahren im
Schnitt nur an jeweils rund 15 Tagen ungünstige Bedingungen für Wind und Sonne
zusammen. Das sind nur rund vier Prozent aller Tage im Jahr - und diese waren
allesamt in der Zeit zwischen Oktober und Februar.
Zugleich liegt der Anteil von Wind- und Solarstrom immer seltener unter einem
bestimmten absoluten Schwellenwert: Im Jahr 2025 hatten beide Erzeugungsformen
zusammengerechnet an 16 Tagen geringe Anteile (unter 15 Prozent) an der
Stromerzeugung, vier Jahre zuvor waren es mit 31 Tagen noch fast doppelt so
viele. Das heißt: Der Ausbau der erneuerbaren Energien zeigt Wirkung. Ebenso ist
die Anzahl der Tage zurückgegangen, an denen der Anteil von Wind- und
Solarenergie sehr niedrig (unter zehn Prozent) war: 2021 war das noch an neun
Tagen der Fall, im vergangenen Jahr nur noch an sechs Tagen.
Das sind Ergebnisse einer Studie von KfW Research zum Wind- und Solarstrom. "Der
starke Ausbau von Wind- und Solarenergie stellt kein Klumpenrisiko für
Deutschland dar. Beide Energiequellen wirken effektiv zusammen", sagt Dr. Dirk
Schumacher, Chefvolkswirt der KfW.
Sonne liefert nur tagsüber Strom. Wind ist im Tagesverlauf konstanter, hat aber
im Regelfall nachts etwas höhere Erzeugungswerte. Zudem scheint die Sonne im
Sommer häufiger und länger - während die Windstromerzeugung im Winter ihr
Maximum erreicht. Allerdings ist die Kompensation nicht perfekt, sodass im
Winterhalbjahr weniger Strom aus Sonne und Wind bereitgestellt wird.
An den Tagen im Jahr 2025 mit wenig Wind und Sonne wurde vermehrt Strom
importiert (15 Prozent gegenüber fünf Prozent im Jahresdurchschnitt 2025). Zudem
wurde in Deutschland dann mehr fossiler Strom erzeugt, sowohl aus Kohle (29
Prozent gegenüber 21 Prozent) als auch aus anderen fossilen Energieträgern wie
vor allem Gas (29 Prozent gegenüber 16 Prozent).
"Die erneuerbaren Energien sind inzwischen die zentrale Säule der
Stromversorgung in Deutschland. Der Ausbau ist bereits fortgeschritten, dennoch
sind weitere Schritte erforderlich", sagt Dr. Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der
KfW. "Perspektivisch könnte die Stromerzeugung aus Biomasse noch gezielter zu
Zeiten mit wenig Wind und Sonne zum Einsatz kommen. Auch eine Flexibilisierung
der Nachfrage, mehr Batteriespeicher und neue Gaskraftwerke, die mittelfristig
mit Wasserstoff betrieben werden können, sind ein wichtiger Teil der Lösung."
Die komplette Studie finden Sie unter Fokus Volkswirtschaft | KfW (https://www.k
fw.de/%C3%9Cber-die-KfW/Service/Download-Center/Konzernthemen/Research/Fokus-Vol
kswirtschaft/)
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