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Frankfurt/Main (ots) - Der Hotel-Investmentmarkt hat im Jahr 2025 die Gunst der
Stunde für sich genutzt und kann im Assetklassenvergleich den höchsten
Umsatzanstieg gegenüber 2024 vermelden: Hierbei fiel die Gesamtbilanz im
12-Monatsvergleich mit über 1,8 Mrd. EUR beachtliche 29 % höher aus. Erfreulich
ist zudem, dass mit dem erzielten Volumen wieder in etwa das Niveau aus dem Jahr
2022 erreicht wurde (knapp 1,9 Mrd. EUR), in dem sich die zinspolitischen
Maßnahmen noch nicht in der Form im Investmentumsatz manifestiert hatten. Dies
ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.
"Wie vielseitig sich das Marktgeschehen aktuell gestaltet, wird dadurch
unterstrichen, dass sowohl die größeren als auch die kleineren Städtekategorien
von der Marktbelebung profitieren konnten: So waren mit den Großtransaktionen
wie u. a. dem Mandarin Oriental in München, dem Motel One Köln-Messe und dem
Steigenberger Hotel am Kanzleramt in Berlin gleich mehrere Hotel-Transaktionen
mit Signalwirkung in den Top-Märkten zu beobachten. Gleichzeitig entfielen aber
auch rund zwei Drittel der registrierten Verkäufe im Einzeldealsegment auf
Städte abseits der A-Standorte, was die insgesamt breitgefächerten
Nachfrageimpulse unterstreicht", erklärt Alexander Trobitz.
Darüber hinaus kam die erhöhte Dynamik ebenfalls im Portfoliosektor zum
Ausdruck: So zeigen u. a das Keystone-Portfolio aus bundesweit 17 Mercure- und
Ibis-Hotels sowie die Mehrheitsbeteiligung ActivumSG an der Serviced
Apartments-Plattform von Centralis, dass Paketverkäufe im Rahmen von Asset-Deals
aber auch bei Unternehmensübernahmen wieder zunehmend realisiert werden können.
In der Summe notiert das Portfoliovolumen bei rund 379 Mio. EUR. (ggü. 150 Mio.
EUR im Jahr 2024).
A-Städte mit zahlreichen Deals und gestiegenem Volumen (+28 %)
Der Blick auf die Größenkategorien der getätigten Hotel-Investments ist als
weiteres Indiz zu werten, dass die Umsatzbelebung auf einer breiten Dealbasis
fußt. In diesem Zusammenhang sind sowohl im kleinen Segment bis 50 Mio. EUR (+3
%), als auch in den mittelgroßen Kategorien zwischen 50 und 100 Mio. EUR (+29 %)
sowie bei den dreistelligen Millionendeals (+159 %) jeweils gestiegene Resultate
zu verbuchen.
Während die A-Standorte zulegen und die Hürde von einer Milliarden Euro
Gesamtumsatz knacken konnten (rund 1,1 Mrd. EUR; +28 %), ergibt sich im
Städte-Ranking durch den Einfluss der Top-Deals ein differenziertes Bild:
Hierbei setzen sich Köln und München mit drei bzw. zwei größeren Deals und
jeweils etwas mehr als 300 Mio. EUR an die Spitze des Standortvergleichs. In
Köln gehörten das Motel One Messe-Deutz, das 25hours Hotel The Circle in den
Gerling Gardens und das Pullman Cologne zu den umsatztreibenden Investments.
München hat neben dem Mandarin Oriental - als mit Abstand großvolumigster
Verkauf des Jahres (rund 150 Mio. EUR) - außerdem noch die Transaktion des
Courtyard by Marriott München City Center im mittleren Preissegment zu
vermelden. In der Hauptstadt wurden durch das Steigenberger Hotel am Kanzleramt
und vereinzelte kleinere Objekte 265 Mio. EUR investiert. Die übrigen Standorte
ordnen sich dagegen unter der 100-Mio.-EUR-Hürde ein.
Bezieht man Hotels mit ein, die im Rahmen von Portfolios veräußert wurden, haben
in den Top-Märkten 2025 rund 40 Objekte den Eigentümer gewechselt, was für das
positive Marktsentiment und die guten Performance-Kennzahlen der größten
Metropolen spricht.
Perspektiven
Vor dem Hintergrund, dass sich die Marktbedingungen im Jahresverlauf 2025
assetklassenübergreifend weiter als herausfordernd präsentiert haben, ist es
umso beachtlicher, dass der Hotel-Investmentmarkt das Momentum derzeit auf seine
Seite ziehen kann. Zugutekommt der Hotelsparte hierbei, dass die
Preisvorstellungen zwischen Käufern und Verkäufern wieder näher
beieinanderliegen, wodurch sich bei guten Makrostandorten mit konstant hohen
Performance-Indikatoren und bonitätsstarken Betreibern attraktive
Risiko-Rendite-Profile ergeben. Mit großer Wahrscheinlichkeit steht diese
Assetklasse somit gerade am Anfang eines neuen Zyklus. Für Anleger eröffnen sich
damit gute Einstiegschancen, um sowohl in Top-Märkten als auch in B- und
C-Städten oder in Freizeitregionen vom anziehenden Markt zu profitieren. Einen
wichtigen Beitrag zur Wahrnehmung des Hotelsektors haben zudem die
signalgebenden Großdeals geleistet. Hinzuweisen ist hierbei auch auf das Motel
One im Upper West, dass durch die prägenden Mieteinnahmen zwar im Bürosegment
berücksichtigt wurde, aber dennoch auch als Aushängeschild der positiven
Hotel-Marktstory zu nennen ist.
"Bezogen auf die äußeren Einflussfaktoren ist für 2026 davon auszugehen, dass
die weiterhin hohen Übernachtungszahlen im Zusammenspiel mit den guten ADR- und
RevPAR-Kennziffern für Rückenwind und Investorenvertrauen sorgen dürften. Ein
Restrisiko, dass jederzeit das Potenzial mit sich bringt, die Rahmenbedingungen
von heute auf morgen zu verändern, geht allerdings von der weiterhin mit
Unsicherheiten behafteten geopolitischen Lage aus. Sollten externe Störfeuer
jedoch nicht für grundlege Veränderungen des Sentiments sorgen, stehen die
Vorzeichen im Hotelsektor gut und die Investoren bereit, um 2026 an die
steigende Umsatzentwicklungen der letzten 12 Monate anzuknüpfen", so Alexander
Trobitz.
Link zum Marktbericht: Logistikimmobilien-Investmentmarkt Deutschland Q4 2025 |
BNP Paribas Real Estate (https://www.realestate.bnpparibas.de/marktberichte/logi
stik-investmentmarkt/deutschland-report)
Pressekontakt:
Chantal Schaum
Head of Public Relations
BNP Paribas Real Estate Holding GmbH
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