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Münster (ots) - Während die öffentliche Debatte oft von New-Work-Modellen und
der 4-Tage-Woche in Konzernen geprägt ist, zeigt der neue " clockin Workforce
Report 2026 (https://www.clockin.de/clockin-workforce-report-2026) " ein anderes
Bild: Der deutsche Mittelstand arbeitet mit hoher Disziplin, operativer
Stabilität und einer bemerkenswerten personellen Resilienz. Auf Basis objektiver
Daten von über 37.000 Nutzern liefert der Report einen unverfälschten Einblick
in den Arbeitsalltag jener Betriebe, die 60 % aller Arbeitnehmer in Deutschland
beschäftigen.
Frühstart statt Gleitzeit: Das Handwerk als Taktgeber
Die Analyse von über 3.300 Unternehmen zeigt, dass der Mittelstand eine
"Frühstart-Welt" ist. Der typische Arbeitstag beginnt im Median bereits um 07:36
Uhr . Besonders deutlich wird dies im Handwerk , das mit einem Median-Start um
07:00 Uhr als primärer Taktgeber fungiert. Das Arbeitsende wird im Median um
16:26 Uhr erreicht.
Diese stabilen Zeitfenster sind kein Ausdruck starrer Strukturen, sondern eine
betriebliche Notwendigkeit . In kleinen Teams ist die enge Kopplung an operative
Abläufe, Kundentermine und feste Öffnungszeiten essenziell für die
Wertschöpfung.
Resilienz-Überraschung: KMU-Mitarbeitende seltener krank
Ein zentrales Ergebnis des Reports ist die hohe personelle Kontinuität in
kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Entgegen dem Narrativ einer steigenden
Krankheitslast liegt die Fehlzeitenquote im Mittelstand signifikant unter dem
Bundesdurchschnitt:
- KMUs: Ø 10,18 (2023) bis 11,62 Tage (2025).
- Bundesdurchschnitt: Ø 14,8 bis 15,2 Tage.
Die Studie führt dies auf eine höhere personelle Verlässlichkeit in kleinen
Einheiten zurück. In Teams mit durchschnittlich 11 Mitarbeitenden ist der
operative Ausfall eines Einzelnen sofort spürbar, was den Zusammenhalt und die
gegenseitige Verantwortung stärkt.
Planbarkeit als Systemmerkmal
Der Mittelstand erweist sich als hochgradig berechenbares System. Die
Urlaubsplanung folgt einer stabilen Saisonalität mit einem Haupt-Peak im August
, gefolgt von Phasen zum Jahreswechsel und einem Mini-Peak im April. Diese
Vorhersehbarkeit ermöglicht es KMUs, trotz begrenzter personeller Ressourcen
eine hohe Liefer- und Servicequalität aufrechtzuerhalten.
Ein Korrektiv für die politische Debatte
Über den Arbeitsalltag des Mittelstands gibt es bislang kaum belastbare Daten.
Die Analyse des clockin Reports füllt diese Lücke mit objektiven Nutzungsdaten
statt subjektiver Umfragen. Der Report macht deutlich, dass
Flexibilitätsdebatten die spezifischen Rahmenbedingungen von KMUs - wie die
notwendige physische Präsenz in Produktion, Handel und Handwerk - stärker
berücksichtigen müssen.
Über den clockin Workforce Report 2026
Der Report basiert auf anonymisierten Arbeitszeit- und Abwesenheitsdaten von
37.127 Nutzern aus 3.326 Unternehmen in Deutschland. Ziel der Studie ist es, ein
realistisches, datenbasiertes Bild des Arbeitsalltags im deutschen Mittelstand
zu zeichnen und eine fundierte Grundlage für öffentliche Diskussionen zu bieten
Pressekontakt:
Karla Terhaar
Mail: mailto:presse@clockin.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/181948/6207007
OTS: clockin GmbH
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