|
Berlin (ots) - Dieses Jahr bringt beim Heizen und für Gebäude einige Neuerungen
für Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer sowie für Mieterinnen und Mieter mit
sich: Neben steigenden Abgaben auf fossile Energieträger stehen neue rechtliche
Vorgaben des Bundes und der EU an. Das Serviceportal "Intelligent heizen"
(https://intelligent-heizen.info/) informiert über die Änderungen.
Bislang ist der Winter in fast allen Regionen Deutschlands besonders kalt und
eisig. Entsprechend hoch ist der Energieaufwand, um die eigene Wohnung oder das
Haus behaglich warm zu halten. In diesem Jahr müssen Haushalte dafür mit höheren
Kosten für Gas und Öl rechnen, denn an einigen Stellschrauben wurde zum
Jahreswechsel gedreht. Weitere Gesetzes- und Regeländerungen sind für 2026
angekündigt. Für Verbraucherinnen und Verbraucher heißt das: informiert bleiben
und möglichst vorausschauend planen - ob bei der Heizungserneuerung, beim Umbau
oder Neubau.
Höhere CO2-Abgabe
Zum Jahreswechsel ist die CO2-Abgabe für fossile Brennstoffe wie Benzin, Diesel,
Heizöl und Erdgas deutlich gestiegen - von 55 auf bis zu 65 Euro pro Tonne.
Kundinnen und Kunden müssen damit rechnen, dass ihr Gasversorger oder
Heizöllieferant die Kostensteigerung an sie weitergibt. Bis zu 3 Cent könnte das
pro Liter Heizöl ausmachen und bis zu 0,2 Cent pro Kilowattstunde bei Erdgas.
Laut einer Beispielrechnung der Verbraucherzentrale NRW sollte eine Familie in
einem wenig sanierten Einfamilienhaus mit einem Jahresverbrauch von 20.000
Kilowattstunden mit rund 260 bis 310 Euro Mehrkosten rechnen. Ist eine Ölheizung
in Betrieb können sogar bis zu 410 Euro mehr anfallen.
Bei Mietwohnungen gilt: Die zusätzlichen CO2-Kosten werden zwischen Mietpartei
und Vermieter aufgeteilt. Wie die Aufteilung aussieht, hängt auch davon ab, wie
gut saniert und gedämmt das Gebäude ist.
Weitere Änderungen bei Energiekosten
Auswirkungen auf die eigene Energie-Rechnung haben auch weitere Änderungen: Die
2022 eingeführte Gasspeicherumlage ist zum 1. Januar 2026 entfallen. Haushalte
mit einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden könnten so bis zu 60 Euro
einsparen. Gleichzeitig könnten die Netzentgelte um 10 bis 12 Prozent ansteigen,
was insgesamt zu höheren Rechnungen führen würde.
Ob Verbraucherinnen und Verbraucher 2026 mehr oder weniger für Energie zahlen,
hängt stark von den individuellen Bedingungen ab. Was sich für alle lohnt:
Energie einsparen und effizient nutzen. Tipps gibt es im Ratgeber von
Intelligent heizen
(https://intelligent-heizen.info/category/heizung-und-mehr/heizungstipps/) .
Reform des Heizungsgesetzes kommt
Über das sogenannte "Heizungsgesetz" wurde in den vergangenen Jahren viel
diskutiert. Damit geht es in diesem Jahr voraussichtlich weiter. Der offizielle
Titel lautet Gebäudeenergiegesetz (GEG 2024). Ende 2025 hat der
Koalitionsausschuss der Bundesregierung beschlossen, das Regelwerk zu
reformieren und in Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) umzubenennen. Nach der
Überarbeitung soll das Gesetz technologieoffener, flexibler und einfach
ausgestaltet sein. Wie die Änderungen genau aussehen, ist aber noch unklar. Für
alle, die eine Immobilie besitzen, ist besonders interessant, ob sich die
Anforderungen beim Einbau einer neuen Heizung ändern oder nicht. Derzeit müssen
in diesem Fall 65 Prozent erneuerbare Energien für die Wärmeversorgung
eingesetzt werden.
Sanierungspflichten nach EU-Gebäuderichtlinie
Auch aus der EU gibt es Druck: Bis Ende Mai müssen alle Mitgliedstaaten die
europäische Gebäuderichtlinie (EPBD 2024) in nationales Recht umsetzten. Diese
sieht unter anderem vor, dass der Primärenergieverbrauch im Gebäudesektor massiv
gesenkt wird, etwa indem gezielt die energetisch schlechtesten Gebäude zuerst
saniert werden. Für Neubauten soll stufenweise der Nullemissionsstandard
eingeführt werden, ab 2028 für öffentliche und ab 2030 auch für private Gebäude.
Ob alle Vorgaben noch in 2026 mit dem GMG umgesetzt werden, ist derzeit offen.
Wer eine Heizungssanierung, einen Umbau oder Neubau plant, sollte sich aber
unbedingt fortlaufend informieren.
Neue und erweiterte KfW-Förderprogramme
Gute Neuigkeiten gibt es für alle, die einen altersgerechten oder barrierefreien
Umbau planen: Die Bundesregierung will das entsprechende KfW-Förderprogramm
reaktivieren und hat dafür 50 Millionen Euro eingeplant. Ab dem Frühjahr 2026
können alle, die Wohneigentum besitzen, zur Miete wohnen oder Wohnraum vermieten
die Zuschüsse für das Programm "Nr. 455-B Barrierereduzierung -
Investitionszuschuss" beantragen.
Darüber hinaus wurde das bestehende KfW-Förderprogramm "Klimafreundlicher Neubau
- Wohngebäude" um die Förderstufe "Effizienzhaus 55 - Wohngebäude erweitert.
Damit wird der Neubau in Deutschland gefördert. Die Beantragung ist bereits seit
Dezember 2025 möglich - 800 Millionen Euro sind dafür vorgesehen.
Über "Intelligent heizen"
Die verbraucherorientierte Plattform "Intelligent heizen" ist ein Angebot der
VdZ - Wirtschaftsvereinigung Gebäude und Energie e.V. (http://www.vdzev.de/) Das
Serviceportal informiert bereits seit fast 20 Jahren technologieoffen und
energieträgerneutral über Maßnahmen für eine wirtschaftliche
Heizungsmodernisierung und Lüftung. Bildmaterial in Druckqualität erhalten Sie
unter www.intelligent-heizen.info (https://intelligent-heizen.info/presse/) .
Tipps für energiesparendes Heizen und aktuelle Informationen gibt es auch auf
Instagram (https://www.instagram.com/intelligentheizen/) . Ebenso informiert der
"Intelligent heizen"- Newsletter
(https://intelligent-heizen.info/newsletter-abonnement/#newsletter) monatlich
über Verbrauchertipps zum energieeffizienten Heizen.
Pressekontakt:
Hannah Raehs | P.E.R. Consulting GmbH
Telefon: 030 308811-53 | E-Mail: mailto:pressekm@per-agency.com
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/175917/6207154
OTS: Intelligent Heizen
|