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Berlin (ots) - Der 64. Deutsche Verkehrsgerichtstag geht heute zu Ende. Die
verabschiedeten Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Fahrausbildung setzen aus
Sicht des TÜV-Verbands wichtige Leitlinien für Qualität und Lernfortschritt,
bleiben bei der Transparenz und der konsequenten Einbindung moderner
Ausbildungsformen aber hinter ihren Möglichkeiten zurück. Fani Zaneta,
Referentin für Fahrerlaubnis, Fahreignung und Verkehrssicherheit beim
TÜV-Verband, ordnet die Ergebnisse ein:
Lernstandskontrollen als Schlüssel für bessere Ausbildung
"Dass der Verkehrsgerichtstag verbindliche Lernstandskontrollen in den
Mittelpunkt stellt, ist der richtige Schritt. Nur wenn der Lernfortschritt
systematisch erfasst wird, lässt sich realistisch einschätzen, wann
Prüfungsreife erreicht ist. Nur so können Wiederholungsprüfungen reduziert und
Ausbildung sowie Verkehrssicherheit insgesamt gestärkt werden. Die häufig
zitierte Durchfallquote verzerrt das Bild, weil sie Mehrfachprüfungen
einbezieht. Bei Erstprüfungen bestehen rund zwei Drittel der Fahrschülerinnen
und Fahrschüler auf Anhieb. Entscheidend ist deshalb nicht, Anforderungen zu
senken, sondern Lernprozesse gezielt und qualitativ zu verbessern."
Qualität sichern, statt Standards abzusenken
"Die Empfehlungen setzen ein klares Zeichen: Die Qualität der Fahrausbildung
darf nicht möglichen Einsparungen geopfert werden. Ein bundesweites
Referenzcurriculum mit verbindlichen Mindestinhalten, darauf abgestimmte
Prüfungen und eine enge Verzahnung von Ausbildung und Prüfung sind der richtige
Weg, um ein hohes Sicherheitsniveau dauerhaft zu sichern. Kürzungen bei
Prüfungsinhalten und -dauer oder eine Ausbildung durch Laien wären dagegen klare
Rückschritte für die Verkehrssicherheit."
Über den TÜV-Verband: Als TÜV-Verband e.V. vertreten wir die politischen
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unserer Mitglieder. Wir setzen uns für die technische und digitale Sicherheit
sowie die Nachhaltigkeit von Fahrzeugen, Produkten, Anlagen und Dienstleistungen
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qualifizierte Weiterbildung. Unser Ziel ist es, das hohe Niveau der technischen
Sicherheit zu wahren, Vertrauen in die digitale Welt zu schaffen und unsere
Lebensgrundlagen zu erhalten. Dafür sind wir im regelmäßigen Austausch mit
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