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Gewalt in Kitas in NRW steigt stark - Kinderschutzbund: Folge unzureichender Personalausstattung

31.01.2026 10:06 Uhr Kölner Stadt-Anzeiger

Köln (ots) - Die Gewalt in nordrhein-westfälischen Kindertagesstätten ist 2025 im Vergleich zum Vorjahr um fast 80 Prozent gestiegen. Das geht aus einem Papier des Familienministeriums hervor, das dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Montag-Ausgabe) vorliegt. Demnach haben die Landesjugendämter im vergangenen Jahr 4718 Übergriffe gemeldet haben, 2024 waren es noch 2680. Im Bereich des Landschaftsverbandes Rheinland, zu dem unter anderen die Regierungsbezirke Köln und Düsseldorf gehören, hat sich die Zahl von 1561 Fällen im Jahr 2024 auf 3036 Gewalttätigkeiten 2025 sogar nahezu verdoppelt. Dies wiegt umso schwerer, da sich die Vorfälle schon von 2022 (1022 Vorfälle) bis 2024 (2680) (https://example.dumont.de/article/929640) landesweit um mehr als das Zweifache erhöht hatten. Die dramatisch gestiegenen Zahlen seien "ein Beleg dafür, dass mehr Fälle ins Hellfeld rücken und nicht mehr unentdeckt bleiben", kommentierte die neue nordrhein-westfälische Jugendministerin Verena Schäffer (Grüne) Schäffer die Entwicklung. Die Daten machten aber auch deutlich, "dass wirksamer Kinderschutz eine gute Zusammenarbeit aller Akteure" brauche.

Der Landesgeschäftsführer des Deutschen Kinderschutzbundes in NRW, Michael Kutz, sagte dem "Kölner Stadt-Anzeiger", die "zunehmenden Gefährdungsfälle für das Wohl der Kinder" seien "nicht zuletzt Folge einer unzureichenden Personalausstattung und des Abbaus von Standards zur Ausbildung und Qualifikation, die inzwischen zu einer erheblichen Überlastung der Kitas und des Personals führen". Kutz sowie der familienpolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag NRW, Dennis Maelzer, forderten die Landesregierung auf, ihren Gesetzentwurf zur Änderung des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) (https://example.dumont.de/article/1201591) überdenken. Der Entwurf sehe vor, dass die Gruppen in den Kindertagesstätten vergrößert und der Einsatz von Fachkräften künftig auf Kernzeiten von fünf Stunden am Tag konzentriert werden sollen.

Pressekontakt:

Kölner Stadt-Anzeiger Newsdesk Telefon: 0221 224 2080

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/66749/6207725 OTS: Kölner Stadt-Anzeiger


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Kölner Stadt-Anzeiger
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