|
Cortina (ots) - Olympia-Premiere im Rodel Damen Doppel findet am 11. Februar in
Cortina statt
Das erste Ziel haben Dajana Eitberger und Magdalena Matschina souverän erreicht.
"Die Qualifikation für die Olympischen Spiele ist mehr wert als eine Medaille",
sagt Eitberger. Weil ihre deutschen Teamkolleginnen Jessica Degenhardt und
Cheyenne Rosenthal beim Testevent auf der Olympiabahn in Cortina d'Ampezzo
patzten und wegen Stürzen sowie Krankheit das Rennen in Sigulda nicht bestreiten
konnten, hatten sich Eitberger/Matschina frühzeitig qualifiziert. Das gibt
Sicherheit.
"Wenn wir zu den Olympischen Spielen fahren, dann weiß ich, was verlangt wird",
sagt Eitberger. Die 35-Jährige hat in ihrer langen Laufbahn genügend Erfahrung
gesammelt, um zu wissen, um was es geht. "Wir müssen im Wettkampf stabil
Leistung abliefern", erklärt sie. Daran arbeitet das Doppel nicht erst seit
Beginn dieser Saison, sondern bereits seit dem Sommer. Und Vorderfrau Eitberger,
Mutter eines fünfjährigen Sohnes, kümmert sich beinahe wie eine Mama um ihre 15
Jahre jüngere Hinterfrau. Die nimmt diese Hilfestellung gerne an.
Schließlich verfügt Dajana Eitberger über genügend Meriten. 2018 hat sie bei den
Olympischen Spielen in Pyeongchang Silber gewonnen. 2023 wurde sie
Sprint-Weltmeisterin. Danach tauschte sie den Schlitten: Doppel statt Einer.
Zunächst mit Saskia Schirmer, nun in der zweiten Saison mit Magdalena Matschina.
Die war zuvor schon sechs Jahre im Doppel unterwegs gewesen.
"Mein Rucksack ist gut gefüllt mit viel Gefühl und Power", beschreibt Eitberger
sehr blumig die neue Erfahrung, die sie mit Matschina macht. Den Wechsel vom
Einzel auf den Doppel hat sie nicht bereut. "Die neue Herausforderung hat mir
auch für meine persönliche Entwicklung sehr viel Mehrwert gegeben", sagt die
1,80 Meter große Athletin, "viel mehr, als wenn ich mich weiter im Hamsterrad
Einer gedreht hätte." Statt nur für sich verantwortlich zu sein, muss sich die
Thüringerin, die seit vielen Jahren schon in Bayern lebt, nun auch auf eine
Partnerin einlassen. "Ich musste nach 22 Jahren auf dem Einzel mein Mindset
ändern", sagt die Blondine. Und Eitberger muss kommunizieren. Was ihr allerdings
leicht fällt, denn sie spricht von Natur aus gerne und viel. So viel, dass sich
Magdalena Matschina manchmal energisch melden muss. Allerdings akzeptiert sich
auch die Hierarchie: "Ein Stück weit ist es schon so, dass die Steuerfrau die
Chefin ist." Worauf Eitberger sofort widerspricht: "Es ist nicht meine
Intention, die Chefin zu sein, ich betrachte uns auf Augenhöhe."
Doch was ist das für eine Partnerschaft? Auf der einen Seite die erfahrene
Olympiamedaillengewinnerin von PyeongChang 2018 und Mutter eines Sohnes, auf der
anderen die 15 Jahre jüngere Partnerin, die noch am Anfang ihrer Karriere steht.
"Trotz unseres Altersunterschiedes haben wir identische Interessen", erklärt
Eitberger. "Wir schauen gerne Serien, ganz speziell "Grey's Anatomy", shoppen
und kochen leidenschaftlich", ergänzt Matschina. Meist gibt es Pasta oder Pizza.
Passend zur Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Italien.
Pressekontakt:
Margit Dengler
Internationaler Rodelverband
mailto:press@fil-luge.org
http://www.fil-luge.org
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/166424/6207986
OTS: FIL - Internationaler Rodel Verband
|