|
Bielefeld (ots) - Die künstliche Intelligenz hat die Wirtschaft erreicht, doch
in vielen Unternehmen bleibt sie weit hinter ihren Möglichkeiten zurück. Während
KI längst Texte schreibt, Gespräche führt oder Daten auswertet, wird sie oft nur
punktuell genutzt. Häufig fehlt eine Strategie, manchmal auch das Verständnis
dafür, wo die Technologie tatsächlich hilft und wo sie an ihre Grenzen stößt.
Das Ergebnis ist ein KI-Paradox: Obwohl 8 von 10 Unternehmen KI als wichtigste
Zukunftstechnologie sehen, nutzt sie nur etwa jedes dritte.
"KI ist heute schon einsatzbereit, aber sie wird noch zu zaghaft eingesetzt",
sagt Dennis Melson, Experte für digitale Unternehmensprozesse. Seine Botschaft:
KI ist kein Risiko, sondern ein Werkzeug - wenn man weiß, wie man sie richtig
einbindet.
Dieser Beitrag erklärt, welche Aufgaben KI schon heute zuverlässig übernehmen
kann, was oft übersehen wird und wo weiterhin Menschen gefragt sind.
Das KI-Paradox: Hohe Erwartungen, geringe Nutzung
Die Zahlen aus der aktuellen Bitkom-Studie 2025 sprechen eine deutliche Sprache:
Die Nutzung von Künstlicher Intelligenz in deutschen Unternehmen hat sich binnen
eines Jahres fast verdoppelt. Dennoch bleibt ein Großteil der Unternehmen
zurück. Die Gründe dafür sind vielfältig und reichen von rechtlichen
Unsicherheiten (53 Prozent) über fehlendes technisches Know-how (53 Prozent) bis
hin zu mangelnden personellen Ressourcen (51 Prozent).
Das eigentliche Problem liegt jedoch tiefer. Viele Unternehmen machen bei der
Einführung von KI drei grundlegende Fehler:
1. Technologie-First statt Prozess-First: Es wird eine Software eingekauft, ohne
den zugrundeliegenden Prozess ganzheitlich zu betrachten. Die Technologie
wird über den Prozess gestülpt, anstatt den Prozess mit Hilfe der Technologie
neu zu denken.
2. Insellösungen statt Integration: KI wird für einzelne, isolierte Aufgaben
eingesetzt, zum Beispiel zur reinen Textgenerierung. Das volle Potenzial
entfaltet sich aber erst, wenn KI ganze Prozessketten verbindet und externe
Abhängigkeiten integriert.
3. Fehlende Erfolgsmessung: Der Return on Investment (ROI) von KI-Initiativen
wird oft nicht oder nur unzureichend gemessen. Ohne klare Kennzahlen lässt
sich der Erfolg nicht bewerten und die strategische Weiterentwicklung wird
unmöglich.
Wie eine erfolgreiche, prozessorientierte KI-Integration in der Praxis aussehen
kann, zeigt ein Beispiel aus einer Branche, die für ihre traditionellen Abläufe
bekannt ist: der Immobilienwirtschaft.
Praxisbeispiel: Eine KI-First-Strategie in der Immobilienbranche
Ein erfolgreicher Immobilienmakler steht vor Herausforderungen, die viele
Unternehmer kennen: ein hohes Anfragevolumen, die Erwartung ständiger
Erreichbarkeit und externe Abhängigkeiten, die den Geschäftsabschluss verzögern
oder gefährden können.
Typische Herausforderungen sind unter anderem:
- Ein Großteil der Anfragen geht außerhalb klassischer Geschäftszeiten ein.
- Der erste Kundenkontakt ist zeitkritisch und entscheidet maßgeblich über den
weiteren Verlauf.
- Finanzierungsprozesse bei externen Partnern führen häufig zu langen
Wartezeiten und Unsicherheit.
Ein Immobilienmakler aus dem Sauerland kannte diese Situation aus eigener
Erfahrung. Verzögerte Rückmeldungen und langwierige Abstimmungen führten immer
wieder dazu, dass Interessenten absprangen oder Abschlüsse scheiterten.
Die Lösung: Ein ganzheitlicher, KI-gestützer Prozess
Statt eine weitere Insellösung einzuführen, wurde der gesamte Verkaufsprozess
neu gedacht. Im Zentrum steht ein KI-gestützter Ablauf, der Anfragen sofort
verarbeitet, erste Informationen klärt und qualifizierte Gesprächstermine
koordiniert. Der persönliche Kontakt findet erst dann statt, wenn echtes
Interesse und konkrete Voraussetzungen vorliegen. So konzentriert sich der
Makler auf relevante Gespräche, während zeitintensive Routineaufgaben
automatisiert im Hintergrund laufen.
Parallel dazu werden externe Abhängigkeiten systematisch in den Prozess
eingebunden. Bereits frühzeitig wird geprüft, welche Interessenten nicht nur
Kaufabsicht zeigen, sondern auch realistisch in der Lage sind, einen Abschluss
zu realisieren. Dadurch entsteht Planungssicherheit, lange Wartezeiten entfallen
und Entscheidungen können schneller und fundierter getroffen werden.
Die Effekte dieser Neustrukturierung sind messbar: Der manuelle Aufwand sinkt
deutlich, Abschlussquoten steigen durch schnelle Reaktion im Erstkontakt,
externe Prozesse werden beschleunigt und das Geschäftsvolumen wächst - bei
gleichzeitig geringerem Zeitaufwand. Der gesamte Ablauf wird transparenter,
effizienter und besser steuerbar.
Was andere Branchen daraus lernen können
Das Beispiel verdeutlicht weniger eine branchenspezifische Lösung als vielmehr
eine grundsätzliche Herangehensweise an den Einsatz von Künstlicher Intelligenz.
Entscheidend ist, Prozesse vom Kunden aus zu denken, Engpässe konsequent zu
identifizieren und Technologie gezielt dort einzusetzen, wo sie Geschwindigkeit,
Klarheit und Verlässlichkeit schafft. KI entfaltet ihren größten Nutzen nicht
als isoliertes Werkzeug, sondern als verbindendes Element innerhalb komplexer
Abläufe - insbesondere dann, wenn interne Prozesse und externe Abhängigkeiten
zusammenspielen.
Ausblick: KI als Werkzeug, nicht als Risiko
Die größte Herausforderung im Umgang mit Künstlicher Intelligenz liegt nicht in
der Technologie selbst, sondern in ihrer Einordnung. KI ersetzt keine Menschen,
sondern entlastet sie von repetitiven Aufgaben und schafft Transparenz in
komplexen Abläufen. Erfolgreiche KI-Integration ist daher weniger eine Frage
einzelner Tools als das Ergebnis einer klaren Strategie, die den gesamten
Prozess in den Mittelpunkt stellt. Unternehmen, die KI ganzheitlich und
zielgerichtet einsetzen, steigern nicht nur ihre Effizienz, sondern sichern sich
langfristige Wettbewerbsvorteile in einer zunehmend digitalen Wirtschaft.
Über Simpli:
Dennis Melson und Tim Hoppe sind die Geschäftsführer der Simpli GmbH. Mit
simpli.immo haben sie eine KI-gestützte Vertriebs- und Finanzierungsplattform
speziell für Immobilienmakler entwickelt, die Verkaufsprozesse strukturiert,
Interessentenverluste minimiert und Abschlüsse beschleunigt. Mit ihrer Marke
Simpli.bot treiben sie KI-basierte Vertriebsprozesse und KI-Vertriebsmitarbeiter
voran. Weitere Informationen: http://www.simpli.immo und unter
https://simpli.bot/
Pressekontakt:
Simpli GmbH
vertreten durch die Geschäftsführer Tim Hoppe & Dennis Melson
E-Mail: mailto:info@simpli.immo
Webseite: https://simpli.immo/
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/175994/6208261
OTS: Simpli GmbH
|